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Hochschule der Medien

Neuheiten der CES

Von virtuellen Welten und vernetztem Autofahren

Wie jedes Jahr wurden Anfang Januar die technologischen Neuheiten und Weiterentwicklungen auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. Einige der Trends werden auch an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) erforscht und nutzbar gemacht.

Zur Detailansicht Mit der Oculus Rift kann in virtuelle Welten eingetaucht werden (Foto: Dominik Herbst)

Mit der Oculus Rift kann in virtuelle Welten eingetaucht werden (Foto: Dominik Herbst)

Zur Detailansicht Nicht nur die Uhrzeit kann die Smartwatch "Pebble" anzeigen. (Quelle: http://www.wikipedia.org/wiki/Pebble_(Armbanduhr)

Nicht nur die Uhrzeit kann die Smartwatch "Pebble" anzeigen. (Quelle: http://www.wikipedia.org/wiki/Pebble_(Armbanduhr)

Mit der App "Carculatr" können sich Autofahrer über eine Sprachsteuerung zum Wunschziel navigieren lassen.

Mit der App "Carculatr" können sich Autofahrer über eine Sprachsteuerung zum Wunschziel navigieren lassen.

In der App können individuelle Fahrerprofile angelegt werden.

In der App können individuelle Fahrerprofile angelegt werden.

Neben immer höher auflösenden, biegsamen und 4K-Fernsehern, dem 3D-Druck und der Oculus Rift Brille, stand die CES in diesem Jahr ganz im Zeichen der Vernetzung verschiedener Endgeräte mit dem Smartphone.

Intelligent Auto fahren

Prof. Dr. Ansgar Gerlicher vom Studiengang Mobile Medien der HdM, hat zusammen mit einem großen Automobilhersteller den Prototypen einer App namens „Carculatr“ entwickelt. Die App wertet durch eine Verbindung des Smartphones mit dem Auto Daten über den Zustand des Autos aus, beispielsweise den Reifendruck oder den Ölstand, und kann diese auf dem Infotainment-System anzeigen oder vorlesen. Ein Logbuch kann für jeden Fahrer Profile anlegen: Nimmt man jemanden mit, so kann die App etwa per Tastendruck berechnen, was jeder der Mitfahrer bezahlen müsste. Daniel Thommes, ebenfalls vom Studiengang Mobile Medien, entwickelte im Rahmen seiner Doktorarbeit ein Verfahren namens "RemoteUI". Das ermöglicht, Smartphones nahtlos in das Infotainmentsystem eines Fahrzeugs zu integrieren. „Mit diesem System ist es möglich, das Smartphone in der Hosentasche zu lassen und Apps direkt über das integrierte Infotainmentsystem im Auto zu nutzen“, erklärt Thommes. Für das Konzept wurde er auf der CES im vergangenen Jahr mit dem „Best Poster Paper“-Preis ausgezeichnet.

Den Verkehrsfluss optimieren

Nicht nur zur eigenen Koordination kann die Smartphone-Technik in Fahrzeugen verwendet werden. Um den Straßenverkehr, insbesondere in der Stadt, fließender und sicherer zu machen, wird an der „Car2Car“-Vernetzung geforscht. Studenten der Studiengänge Mobile Medien und Computer Science and Media versuchen die Funk-Verbindung von Smartphones verschiedener Autofahrer zu nutzen, um beispielsweise Auffahrunfälle zu vermeiden. Tests werden auch zum Thema „Gamification“ beim Autofahren angestellt: So könnten bei rücksichtsvollem Fahrverhalten Punkte gesammelt werden, die etwa an der Tankstelle eingelöst werden können. 

In eine andere Welt eintauchen

Bereits in früheren Jahren wurde die "Oculus Rift" auf der CES vorgestellt. Die Oculus Rift ist eine „Virtual Reality“-Brille, mit der man in eine künstliche Umgebung eintauchen kann. Vor allem für PC-Spiele soll die Brille, die im kommenden Winter in den Handel kommt, verwendet werden. Getestet wurde sie auch für weitere Einsatzzwecke, beispielsweise zur Robotersteuerung oder zur Gerätesteuerung bei der US-Marine. Das neue Modell der Oculus Rift, das auf der CES 2014 vorgestellt wurde, kann auf alle Kopfbewegungen reagieren. So ändert sich der Blickwinkel in der virtuellen Welt ändert. Die Brille registriert außerdem, wohin der Nutzer gerade schaut.

Auch an der HdM kommt die Oculus Rift zum Einsatz. In einem Projekt des Studiengangs Medieninformatik wird derzeit erforscht, wie sich Computerspiele grafisch umsetzen lassen, sodass sich Positionen und Blickfeld mit der neuen Brille optimieren lassen. Getestet wird beispielsweise, aus welcher Perspektive heraus die Spielsteuerung am übersichtlichsten ist.

Über das Handgelenk verbunden

Bereits vor über zehn Jahren wurde die erste Smartwatch auf der CES vorgestellt. Etablieren konnte sie sich bisher nicht. Verschiedene Hersteller, etwa Sony oder Samsung, stellen diese Uhren her, die jedoch lediglich mit den Geräten des jeweiligen Herstellers verbunden werden können. Die erste multi-kompatible Smartwatch ist die "Pebble", die beispielsweise von HdM-Mitarbeiter Thomas Maier vom Studiengang Mobile Medien verwendet wird. Maier nutzt sie vor allem für eingehende E-Mails oder Anrufe. "Da die Uhr einen Vibrationsalarm hat, kann ich mein Smartphone immer lautlos lassen und bekomme trotzdem alles mit", erklärt Maier. Durch die sehr gute Bluetooth-Verbindung kann das Smartphone auch einige Meter entfernt Daten auf die Smartwatch übertragen. Allgemein verfügen Smart Watches über Display und Internetzugriff. Durch zusätzliche Apps sind die Uhren individualisierbar.

Quellen:
www.heise.de
www.bild.de

www.wikipedia.org/wiki/Smartwatch

www.remoteui.org

Victoria Kunzmann

VERÖFFENTLICHT AM

25. Februar 2014

KONTAKT

Prof. Dr. Ansgar Gerlicher

Mobile Medien

Telefon: 0711 8923-2788

E-Mail: gerlicher@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Stefan Radicke

Medieninformatik

Telefon: 0711 8923-2722

E-Mail: radicke@hdm-stuttgart.de

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