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Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 17

Vom Neckar an die Elbe

Bis 2011 studierte er Werbung und Marktkommunikation in den Studios und Hörsälen in der Nobelstraße. Mittlerweile ist er als Berater bei Scholz & Friends in Hamburg tätig. Falk Ebert ist ein weiterer Alumnus der HdM, den wir in unserer Reihe vorstellen.

HdM-Alumnus Falk Ebert

HdM-Alumnus Falk Ebert

Falk Ebert mag seinen Job bei Scholz & Friends in Hamburg - obwohl in der Agentur immer sehr viel los ist und das Wetter an der Elbe ganz schön fies sein kann. Der 25-Jährige steht viel direkt mit den Kunden im Dialog, aber sein Tagesgeschäft bedeutet auch Kopfarbeit am Schreibtisch. Er arbeitet an der Schnittstelle von Brand Planning, Communications Planning und Digital Consulting. Die Kunden, die er betreut, zählen zu den ganz Großen: Falk Ebert berät unter anderem Siemens, Opel und Vodafone. Seit Oktober 2013 gehört er zum Team von Scholz & Friends one:zero, der Digital-Unit der Agentur.

 

 

Alumni-Sprechstunde mit...

Name: Falk Ebert
Alter: 25 Jahre
Studiengang an der HdM: Werbung und Marktkommunikation
Jahr des Studienabschlusses: 2011
Thema der Abschlussarbeit: Virales Marketing: Formen und Typen

Stationen nach der HdM: Während des Studiums freier Berater für digitale Kommunikation im DACH-Raum / danach zusätzlich Co-Founder Internet-Startup / Einsteig bei Scholz & Friends Hamburg / Seit der Gründung Scholz & Friends one:zero

Berufsbezeichnung: Senior Digital Strategy Consultant

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?
Falk Ebert: Ein seltsames Gefühl. Ich bin durch das leere Foyer gelaufen, um letzte Formalitäten zu erledigen. Jedes Detail im Gebäude hat zu mir gesprochen und schöne Erinnerungen ausgelöst. Ich habe die HdM wirklich gemocht. Und doch habe ich gespürt, dass ich jetzt nicht mehr dazu gehöre, kein Student mehr bin. Schwer zu beschreiben.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Falk Ebert: So schnelllebig wie die Zeit damals war, kann ich mich nicht mehr en détail erinnern. Ich vermute, in Gedanken war ich schon bei meiner beruflichen Zukunft und dem Umzug nach Hamburg.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Falk Ebert: Das kann man schlecht an Orten festmachen. Für mich standen immer die Menschen und die Studieninhalte im Vordergrund. Da ich Bücher jedoch am liebsten auf Sofas lese, wäre das braune Ecksofa in der Bibliothek hier ein ganz heißer Kandidat – ich hoffe, das gibt es noch!

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus?
Falk Ebert: Auf meinem Schreibtisch steht neben Macbook und Monitor viel Nerd-Kram. Um mich herum hängen an Glaswänden A4-Ausdrucke von Denkmodellen, Prozessen und meinen Lieblings-Webcomics. Und wenn ein langes Tuten ertönt, rennen alle ans Fenster, weil mal wieder die Queen Mary 2 vorbeifährt – unser Büro liegt direkt am Hamburger Hafen.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Falk Ebert: Viel zu häufig mit einem Sprint zur S-Bahn. Ich bin wirklich kein Morgenmensch. Leider kann mir 23andMe (Amerikanisches Biotechnologieunternehmen, das Privatpersonen eine Untersuchung ihrer genetischen Informationen anbietet. Anm. d. Red.) noch nicht bestätigen, dass das genetisch ist.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Falk Ebert: Wichtiger Teil meiner Arbeit ist es, auf dem Laufenden zu bleiben. Meine Arbeit fängt also eigentlich schon mit dem Lesen von RSS-Feeds an, direkt nach dem Aufstehen. LED-Bildschirmlicht hilft beim Wachwerden.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Falk Ebert: Ich glaube, ich spreche für das ganze Semester, wenn ich hier das besondere Engagement von Herrn Prof. Lehning lobe. Ich verdanke ihm persönlich viel. Darüber hinaus habe ich gute Erinnerungen an fast alle Professoren. Zum Beispiel Frau Prof. Kille, die immer für uns da war, oder Herr Prof. Michel mit vorbildlich strukturierten Vorlesungen. Und nicht zuletzt Herr Prof. Rota – mit niemandem konnte ich mich besser über die Relevanz von sozialen Medien streiten.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Falk Ebert: Auch wenn das Interview nun zunehmend nach PR-Text klingt: Tatsächlich sind viele Inhalte hängen geblieben. Am meisten verändert haben mich aber die geistes- und sozialwissenschaftlichen Themen. Mit meinem Physik-Abi kannte ich vorher nur die Naturwissenschaften. Da haben Vorlesungen wie Psychologie oder Soziologie ganz neue Blickwinkel ermöglicht.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Falk Ebert: Da ich kein Brillenträger bin und Fielmann nicht in Frage kommt, würde ich wohl nichts anders machen. Alles, was ich erlebt habe, hat mich geprägt. Und Ratschläge sind nichts im Vergleich zu Erfahrungen, die man selbst machen durfte und musste.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Falk Ebert: Gerade berate ich einen großen B2B-Kunden langfristig in Sachen digitales Marketing. Ziel ist es, die bereits sehr gute Markenarbeit in Event und Above-the-Line ("klassische" Werbung wie beispielsweise Print-, Rundfunk- oder Kinowerbung. Anm. d. Red.) auch im Digitalen zugänglich zu machen und damit nachhaltig zu stärken. Privat arbeite ich jedoch an etwas ganz anderem – an einer bevorstehenden langen Asien-Reise.

 

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

27. Februar 2014

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