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Hochschule der Medien

HdM-Verpackungstechnik-Labor

Verpackungen sicherer machen

Sie sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken: Egal ob zum Transport, zur Verschönerung oder bei Lebensmitteln - Verpackungen gibt es aus unterschiedlichsten Materialien und zu unterschiedlichsten Zwecken. Bei Lebensmitteln kann das gefährlich werden, wenn Stoffe von der Verpackung in die Ware übergehen.

Mit diesem Thema beschäftigt sich an der Hochschule der Medien (HdM) Prof. Dr. Michael Herrenbauer, der in einem eigens dafür vorgesehenen Labor das „Migrationsverhalten von Packmittel-Inhaltsstoffen" untersuchen möchte. Die Relevanz dieser Fragestellung bewies erst kürzlich Stiftung Warentest, die Mineralölrückstände in Schokoladen-Adventskalendern nachweisen konnte. Diese Mineralöle waren im Karton enthalten, der aus Altpapier hergestellt wurde.

Verpackungsrückstände in der Ware messen

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Prof. Dr. Michael Herrenbauer neben dem Gaschromatographen
Im neuen HdM-Labor will Prof. Dr. Michael Herrenbauer zuerst diese Migrationsvorgänge messen. Dazu wurde ein Gaschromatograph angeschafft, der gemeinsam mit dem Studiengang Druck- und Medientechnologie genutzt wird. Der Gaschromatograph gilt als Standardmessverfahren in der analytischen Chemie. Darauf folgt die zweite Fragestellung: Was kann getan werden, damit keine Stoffe aus den Verpackungsmaterialien ausweichen? Beispielsweise kann die Oberfläche verändert oder mit speziellen Stoffen überzogen werden, um so eine Barriere zu schaffen.

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Die Innenansicht des Geräts
Forschungsthema mit Potenzial

Derzeit wartet Herrenbauer auf die Drittmittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bei einer Förderzusage sollen mehrere Forschungsprojekte zu den oben genannten Fragestellungen starten. Momentan steht der Gaschromatograph noch in Raum 172, doch sobald Fördergelder genehmigt werden, soll das Labor einen neuen und eigenständigen Ort in der HdM bekommen. Auch mit Unternehmen aus der Industrie sollen dann Kooperationen eingegangen werden.

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Mit dem Gerät misst Herrenbauer die Belastung von Verpackungen, Fotos: Victoria Kunzmann
Das derzeitige an der HdM genutzte Messverfahren bietet viele Möglichkeiten zur Forschung. „Migrationsbarrieren sind erst in den letzten zehn Jahren zum großen Thema geworden", sagt Michael Herrenbauer. Verstärkt wird das durch öffentlichkeitswirksame Lebensmittelskandale, wie etwa bei den Adventskalendern, bei denen Verpackungsstoffe in die Schokolade diffundieren. Auch wenn eine gewisse Belastung immer vorhanden sein wird, gilt es diese zu verringern. Daran lässt sich mit unterschiedlichen Ansätzen und Zielen noch einige Zeit forschen.

Quelle:
www.test.de

Victoria Kunzmann

VERÖFFENTLICHT AM

17. März 2014

KONTAKT

Prof. Dr. Michael Herrenbauer

Verpackungstechnik

Telefon: 0711 8923-2733

E-Mail: herrenbauer@hdm-stuttgart.de

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www.hdm-stuttgart.de/vt

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