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Hochschule der Medien

Workflow-Symposium

Von Automatisierung, Medienproduktion und JDF

Rund um das Thema Medienproduktion ging es Mitte März beim Workflow Symposium von der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) und der CIP4 Organisation. Gut 200 Gäste, die sich mit dem Thema „Automatisierung in der Druckindustrie“ auseinandersetzen, nahmen an dem Branchentreffen in der HdM teil.

Die Veranstaltung kommt an: Rund 200 Gäste waren dabei

Die Veranstaltung kommt an: Rund 200 Gäste waren dabei

Die Ausrichter: HdM-Professor Dr. Thomas Hoffmann-Walbeck ...

Die Ausrichter: HdM-Professor Dr. Thomas Hoffmann-Walbeck ...

... und Stefan Daun, CIP4 Organisation

... und Stefan Daun, CIP4 Organisation

Stephan Richter, Heidelberger Druckmaschinen (Fotos: HdM Stuttgart / Pappert)

Stephan Richter, Heidelberger Druckmaschinen (Fotos: HdM Stuttgart / Pappert)

Sebastién Pahud, Gasser

Sebastién Pahud, Gasser

Die Veranstaltung fand bereits zum sechsten Mal in Folge statt und ist mittlerweile ein traditionelles Treffen für alle, die sich mit Automatisierungslösungen in der Druckindustrie beschäftigen. Die Teilnehmerzahl ist im Vergleich zu den letzten drei Jahren sogar noch etwas gestiegen. „Das spiegelt die Aktualität dieses Themas wider", freuen sich die Ausrichter.

Am Vormittag standen grundsätzliche Technologien im Vordergrund, am Nachmittag wurden Automatisierungslösungen von Herstellern und Anwendern diskutiert.

Wird JDF 2.0 kommen?

Dr. Rainer Prosi, CIP4-Chefentwickler, und Stefan Meissner, Chairman mehrerer Arbeitsgruppen in der CIP, stellten das Konzept von JDF 2.0 vor. Darin soll durch Verschlankung der JDF-Spezifikationen die Implementierung von JDF-Lösungen vereinfacht werden, so dass gleichzeitig keinerlei Abstriche bei der Funktionalität gemacht werden müssen. Durch die neue JDF-Struktur sollen weitere und vor allem sichere JDF-Schnittstellen entstehen. Die herkömmlichen bleiben weiterhin gültig. Die Entscheidung, ob das so konzipierte JDF 2.0 überhaupt veröffentlicht wird, hat die CIP4-Organisiation jedoch noch nicht getroffen.

Stephan Richter von der Heidelberger Druckmaschinen AG ging auf die elektronische Plantafel ein. Sie ist ein wichtiger Baustein in der Druckerei, der zur Königsdisziplin der Prozessintegration gehört. Funktionierende Schnittstellen sowohl zum MIS als auch zur Produktion sind Voraussetzung, um Terminplanungen automatisiert durchführen zu können und gleichzeitig eine Darstellung des Ist-Zustands in Echtzeit zu erhalten.

Crossmedia, Integration und Digitaldruck

In den parallelen Sessions über Crossmedia, Integration und Digitaldruck ging es unter anderem um die immer stärker werdende Verzahnung von Print- und elektronischen Medien. Marco Kahler von der Firma NEO7EVEN zeigte, wie Kampagnen von Multichannel-Publikationen organisiert werden können, während Sebastién Pahud von dem schweizerischen Unternehmen Gasser Media konkrete Produktionsschritte zur Herstellung von Print-Katalogen mit gleichzeitiger Erzeugung von Apps für mobile Medien vorstellte. Bei von Gasser produzierten Uhrenkatalogen entstehen aus 1700 Artikeln mit 5000 Bildern und 52000 Produktmerkmalen 14 Sprachversionen mit 24 unterschiedlichen Währungen. Die Kataloge werden regelmäßig gedruckt, aber auch für mobile Endgeräte aufbereitet. Für Christopher Graf, Geschäftsführer der HYBRID Software GmbH, ist in der zukünftigen Medienproduktion nicht mehr der Austausch einzelner Dateien, sondern die Verknüpfungen von Datenbanken und Produktionssystemen entscheidend.

Workflow mit und ohne JDF im Digitaldruck

Jörg Hunsche von HP zeigte, dass bei dem Unternehmen wahlweise JDF eingesetzt wird, aber auch ganz andere Technologien die Produktionsaufgaben steuern können - wie beispielsweise Barcodes. Marco Ade und Rolf Seewaldt von Star Publishing stellten Lösungen zur Fahrzeugbeschilderung bei Automobilherstellern vor. Früher wurden diese mit unterschiedlichen Druckverfahren offline hergestellt, für das entsprechende Fahrzeug aufbereitet und sortiert. Jetzt werden pro Fahrzeug alle Schilder auf einer Fahne digital gedruckt. Die Informationen dafür kommen zum richtigen Zeitpunkt aus der Produktionsdatenbank. Möglich wurde das innovative Verfahren durch die Entwicklung eines neuen, bedruckbaren Materials, das den speziellen Anforderungen im Fahrzeug genügt.

Die Veranstaltungsreihe wird im März 2015 fortgesetzt.

VERÖFFENTLICHT AM

27. März 2014

KONTAKT

Prof. Dr. Thomas Hoffmann-Walbeck

Medieninformatik

Telefon: 0711 8923-2128

E-Mail: hoffmann@hdm-stuttgart.de

Sebastian Riegel

Print Media Technologies

Telefon: 0711 8923-2115

E-Mail: riegel@hdm-stuttgart.de

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