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Hochschule der Medien

Neue Filmprojektion

Hochschule der Medien überholt Stuttgarter Kinos

"Mit der Bestuhlung befinden wir uns noch in der Holzklasse, aber bei der Bildqualität sind wir jetzt in einer ganz anderen Liga angekommen", sagte Professor Stefan Grandinetti bei der Einweihung des neuen digitalen 4K-Filmprojektors an der Hochschule der Medien (HdM). Die neue Technik eröffnet auch neue Forschungsmöglichkeiten.

Über 100 Kilogramm wiegt der neue 4K-Filmprojektor.

Über 100 Kilogramm wiegt der neue 4K-Filmprojektor.

Dafür zeigt er gestochen scharfe Bilder.

Dafür zeigt er gestochen scharfe Bilder.

Gespannt warteten die Studenten, Dozenten und Mitarbeiter am 9. April 2014 gegen 17 Uhr im Hardcut: Sie wollten die Ersten sein, die den neuen digitalen 4K-Filmprojektor CP4220 DLP von der Firma Christie im Einsatz erleben. Das über 100 Kilogramm schwere und etwa 60 mal 40 mal 100 Zentimeter große Gerät versprach mit 4096 mal 2160 Pixeln ein Filmerlebnis in 4K-Auflösung.

Um die Zuschauer von der neuen Bildqualität zu überzeugen, zeigten Professor Stefan Grandinetti und sein Team aus dem Studiengang Audiovisuelle Medien den Dokumentarfilm "Samsara", der von dem Filmemacher Ron Fricke auf 65 Millimeter Film produziert und mit einer 8K-Abtastung in einem digitalen Intermediate postproduziert wurde. Der Film über den Kreislauf des Lebens bot beeindruckende Bilder zwischen Geburt, Dasein und Tod. Die Betrachter konnten aber noch mehr sehen: Jede Falte, jede Hautunreinheit, jedes einzelne feine Haar oder jeden Kratzer in einer Statue. Es waren gestochen scharfe Bilder, besonders für jene Besucher in den vorderen Reihen. In den hinteren Reihen konnte das menschliche Auge die Auflösung nicht mehr wahrnehmen.

Investitionen in die Zukunft

Die HdM hat sich mit dem neuen 4K-Filmprojektor auf Industrieniveau begeben und ist dem aktuellen Kinostandard 2K damit weit voraus. Zur optimalen Darstellung wurden ebenso eine neue Leinwand und ein neuer Dolby-Referenz-Bildschirm angeschafft. Rund 120.000 Euro haben die Investitionen in die Zukunft gekostet, die von den Firmen Christie, Dolby und cinetec Landfried finanziell unterstützt wurden.

"Wir freuen uns, mit der neuen Produktionstechnik jetzt auch den optimalen Betrachtungsabstand testen zu können", sagte der technische Angestellte Peter Ruhrmann. Untersuchen können die Studenten und Dozenten auch weitere Merkmale zur Bildqualität wie Higher Framerates oder einen größeren Farbraum und einen höheren Kontrastumfang. Eine schnellere Qualitätskontrolle der gedrehten Filmsequenzen ist nun ebenfalls möglich, ohne die Geräte umständlich zu leihen. Zudem bietet der neue Monitor weitere Ausbildungsmöglichweiten, weil jetzt beispielsweise besser mit Color-Grading-Software gearbeitet werden kann.

Stärker abgrenzen mit neuester Technik

"Mit den neuen Produktionsmöglichkeiten kann sich die HdM auch stärker von den rein Kreativen aus den Filmhochschulen oder von den Ingenieuren abgrenzen, die sich nur mit der technischen Seite auskennen", so Professor Stefan Grandinetti. Die Studenten würden an der Schnittstelle lernen, gestalterische und künstlerische Konzepte zu verstehen und sie technisch umzusetzen. Dadurch würden sie auch eher besondere Praktika bekommen, zum Beispiel bei Stereotec oder Arri in München. Sich mit der neuesten Technik auszukennen, ist dabei eine weitere wichtige Kompetenz der Studenten. Zudem bieten die neuen Produktionsmöglichkeiten weitere Chancen, drittmittelgeförderte Projekte einzuwerben. In den nächsten Monaten will die Firma Arri beispielsweise ihre neusten Kameramodelle zu Forschungszwecken mit Higher Frame Rates zur Verfügung stellen. Stefan Grandinetti und sein Team blicken gespannt in die digitale Kinozukunft, die sie mitgestalten wollen.

VERÖFFENTLICHT AM

17. April 2014

KONTAKT

Prof. Stefan Grandinetti

Audiovisuelle Medien

Telefon: 0711 8923-2263

E-Mail: grandinetti@hdm-stuttgart.de

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