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Reaktionen zur WM

Weltmeisterschaft der Massenmedien

Wir sind Weltmeister und natürlich möchten wir das auch kundgeben. Die Deutschen feiern auch noch Tage nach dem WM-Sieg ihrer Nationalelf in Brasilien. Die Medienkommentare sprühten nur so vor Wortwitz. Auch die ausländischen Medien überschlugen sich mit Lobeshymnen und Wortspielen.

Reaktionen auf das WM-Finale
(Fotos: Alle Rechte liegen bei den Urhebern.)

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Im Endspiel gegen Argentinien siegte die deutsche Mannschaft. Quelle: Adidas / via facebook.com/TeamMessi
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ist eine WM der Rekorde. Nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in den Medien. Das Finale hatte die bisher höchste Einschaltquote in der Geschichte des deutschen Fernsehens: Mehr als 34 Millionen Menschen verfolgten das Spiel live vor dem Bildschirm. Das ist ein Marktanteil von mehr als 86 Prozent.

Welche Mengen an Meinungen durch die sozialen Netzwerke schossen, verdeutlichen folgende Zahlen: Nach dem Schlusspfiff des Finalspiels wurden bei Twitter 618.725 Tweets pro Minute abgefeuert. Insgesamt 280 Millionen Interaktionen von 88 Millionen Menschen aus der ganzen Welt gab es bei Facebook während des Spiels. So viele Posts gab es bisher noch nie während eines Einzelsportereignisses.

Wortspiele und Liebesbekenntnisse

Die internationale Presse überhäufte die Deutschen mit Lobeshymnen und Wortspielen. Die brasilianische Tageszeitung Estadão kommentierte den Sieg: "Die Deutschen kamen nach Brasilien, um Geschichte zu schreiben. Sie haben ihren vierten WM-Titel erobert, sie haben als erstes europäisches Team den Pokal in Amerika in die Höhe gestemmt, und sie haben Miroslav Klose als WM-Rekordtorjäger unsterblich gemacht. Und zu guter letzt ließen sie Messi, bei seinem dritten Versuch, eine WM zu gewinnen, außen vor." Egal ob in Brasilien, Österreich (Die Presse: "Götzendämmerung. Götzes Glanztat in Maracanã."), Dänemark (Berlinske: "Deutschland über alles - Deutschland ist zum vierten Mal Weltmeister.") oder Thailand (Daily News Thailand: "Götze ballert den Sieg heraus."), die Welt feierte die Deutschen.

In Argentinien litt man dagegen. Besonders kreativ war die überregionale argentinische Tageszeitung Página 12: "Der letzte Tango im Maracanã. Die Violinen erklangen, das Bandoneon weinte. Messi und seine Kompanie hatten mehr Glück verdient gehabt gegen Deutschland, aber Götzes Tor acht Minuten vor dem Ende sorgte für bittere Klänge von den Rängen. Wieder nur Zweiter, wie 1930 und 1990."

Zurück in Deutschland, bekamen die Weltmeister bei der Feier am Brandenburger Tor aber auch einen Dämpfer. Mit dem "Gaucho-Tanz" wollten Götze und Co sich einen Scherz erlauben, sorgten jedoch auch für Empörung. "Die Gauchos gehen gebückt, zwischen Niedergeschlagenheit und Demütigung, während Deutsche aufrecht wie Hermann der Cherusker den Pokal gen Himmel strecken," kommentierte die FAZ die Einlage.

Atemlos am Brandenburger Tor

Für weitere Tanz- und Gesangseinlagen sorgte Schlagersängerin Helene Fischer. Ihren Hit "Atemlos" sang sie im Trikot (mit vier Sternen) der Weltmeister, die ebenfalls laut mitsangen.

Quelle: YouTube/ARD

Helene Fischer war natürlich nicht die einzige Prominente, die der Nationalelf zu ihrem Sieg gratulierte. Sängerin Rihanna beispielsweise war beim Spiel live dabei und twitterte fleißig über ihren Account. Am Ende gab es dann ein Siegerfoto mit Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger und dem Pokal. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel posierte im Anschluss an das Match ebenfalls fleißig mit der Nationalelf (siehe Fotostrecke).

Nachdem David Hasselhoff im Vorfeld das deutsche Team bereits angefeuert hatte, wurde auch bei ihm nach dem Sieg euphorisch geknutscht.

Quelle: Twitter/David Hasselhoff

Kreative Werbung zum Sieg der deutschen Nationalelf

Viele Unternehmen nutzen die WM und die Euphorie, um kreativ zu werben und der Nationalelf zu gratulieren. Die Deutsche Post scheute zum Beispiel keine Kosten, und ließ den Pokal auf dem Headquarter in Bonn erstrahlen.

Quelle: Twitter/DHL

Weitere Beispiele:

Quellen:
Huffington Post
Die Welt
dpa
Horizont
Twitter
Facebook

Ann-Katrin Wieland

VERÖFFENTLICHT AM

18. Juli 2014

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