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Hochschule der Medien

Baby-Boom

Immer an der Spitze

Die Unbekannten unter ihnen heißen Michael, Stefan, Sabine oder Heike, die Berühmten Henry, Sandra und Hans-Peter. 1964 kommen in Deutschland so viele Babys zur Welt wie nie zuvor. Unter die einheimischen Geburtstagskinder mischen sich auch Stars aus den USA.

Es ist das Jahr, in dem der Zebrastreifen die Straßen sicherer machen soll, der millionste Gastarbeiter deutschen Boden betritt und der Bundestag der Gründung der Stiftung Warentest zustimmt. 1964 ist auch das Jahr, in dem in Deutschland so viele Babys geboren werden wie in keinem anderen Jahr. 1.357.304 Neugeborene zählte das Statistische Bundesamt für die Monate von Januar bis Dezember. Dieser Tage werden die sogenannten "Baby-Boomer" 50 Jahre alt. Unter ihnen sind auch zahlreiche Prominente.

Von Boxern und Comic-Fans

Henry Maske kämpft 1986 gegen Ahmed Dine, Foto: Thomas Lehmann, Quelle: Das Bundesarchiv
Henry Maske machte den Anfang: Am 6. Januar erblickte er in Treuenbrietzen, einer Kleinstadt im heutigen Brandenburg, das Licht der Welt. Maske, der in seinen 32 Kämpfen als Profiboxer nur eine Niederlage einstecken musste, bekam wegen seines ungewöhnlichen Kampfstils schnell den Beinamen "Gentleman". Unter Trainer Manfred Wolke entwickelte Maske ab 1978 beim ASK Vorwärts in Frankfurt an der Oder eine defensive Art des Boxkampfes. Statt aggressivem Boxen setzte Henry Maske auf Verteidigung. Heute engagiert sich Maske für benachteiligte Jugendliche, errichtet für sie Sportstätten, Internet-Cafés und Werkstätten. Außerdem ist er als Franchise-Nehmer für McDonalds aktiv.

Der Schauspieler und bekennende Comic-Fan Nicolas Cage folgte nur einen Tag später: Am 7. Januar wurde er als Nicholas Kim Coppola in Long Beach, Kalifornien, geboren. Um nicht den Eindruck zu erwecken, sein berühmter Onkel, Regisseur Francis Ford Coppola, würde ihn bei seiner Karriere allzu sehr unterstützen, legte sich Cage schon zu Beginn seiner Karriere seinen Künstlernamen zu. Namensgeber war die Comic-Figur Luke Cage. Doch damit nicht genug: Seinem zweiten Sohn gab der Oscar-Preisträger des Jahres 1996 den Namen Kal-El – der kryptonische Name des Comic Helden Superman.

Singen, Designen, Schauspielen

Schon in der High-School machte er als "Romeo Blue" von sich reden. 1989 unterschrieb Lenny Kravitz schließlich seinen ersten Plattenvertrag bei Virgin Records. Noch im Herbst desselben Jahres legte er sein Debütalbum "Let Love Rule" vor, das in den USA Platz eins der Charts eroberte. Zehn Jahre später erhielt der am 25. Mai 1964 in Brooklyn geborene Kravitz für "Fly Away" seinen ersten Grammy – in den Jahren danach folgten vier weitere. Wenn sich Lenny Kravitz nicht gerade mit Musik beschäftigt, kümmert er sich um Tochter Zoë, richtet als Designer Wohnungen und Hotels ein oder arbeitet an einer eigenen Kollektion. Ende September erscheint Kravitz' zehntes Studioalbum.

Schauspielerin Sandra Bullock bei den SAG Awards 2010, Quelle: wikipedia.org
Ihr Schauspielstudium an der East Carolina University brach Sandra Bullock nach nur vier Jahren ab, jobbte dann als Kellnerin, Tänzerin und Hundefriseurin und schaffte es mit "Demolition Man" (1993) und "Speed" (1994) zu erster Bekanntheit. Aufgewachsen ist die am 26. Juli 1964 geborene Bullock im fränkischen Nürnberg, wo sie bis zu ihrem zwölften Lebensjahr die Waldorfschule besuchte. Mit romantischen Komödien wie "Miss Undercover" (2000), "Ein Chef zum Verlieben" (2002) oder "Selbst ist die Braut" (2009) erspielte sich Bullock vor allem weibliche Fans. Für die ernste Rolle der Adoptivmutter des American Football-Spielers Michael Oher in "Blinde Side – Die große Chance" erhielt Sandra Bullock 2010 den Oscar als beste weibliche Hauptdarstellerin sowie den Golden Globe. Auch für ihren neusten Film, "Gravity", erhielt sie eine Oscar-Nominierung.

Otto Walkes als Mentor

Spricht Hape Kerkeling über seine Karriere, sagt er immer, er sei zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle gewesen. Otto Walkes war es, der dem am 9. Dezember 1964 in Recklinghausen geborenen Hans-Peter Wilhelm Kerkeling Ende der 1980er Jahre den richtigen Leuten vorstellte. Zusammen mit Achim Hagemann und Angelo Colagrossi entwickelt er 1989 die medienkritische Sendung "Total Normal" und wurde durch seine Verkleidung als Königin Beatrix der Niederlande und das Lied "Hurtz!" einem breiten Publikum bekannt. Kerkeling liebt die Verwandlung: In den folgenden Jahren schafft er neben Uschi Blum, Giesala und Wolfgang sowie Horst Schlämmer zahlreiche Charaktere, in deren Rollen er wieder und wieder schlüpft. 2006 veröffentlichte Kerkeling sein Buch "Ich bin dann mal weg", in dem er von seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg erzählt.

Erst kürzlich feierte Jan Josef Liefers seinen Fünfzigsten. Am 8. August 1964 wurde der Schauspieler in Dresden geboren. Nach einer Ausbildung zum Tischler zog es ihn 1983 an die Hochschule für Schauspiel "Ernst Busch" in Berlin. 1996 gelang ihm mit "Rossini" der Durchbruch auf der Leinwand. Seither ist er in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen gewesen. Seine bekannste Rolle dürfte die des kauzigen Professor Dr. Karl-Friedrich Boerne im Münsteraner Tatort sein. Seit 2002 ist er hier zweimal im Jahr an der Seite von Axel Prahl zu sehen.

Allen bisherigen und künftigen Geburtstagskindern gratulieren wir auf diesem Wege ganz herzlich zum halben Jahrhundert.

Quellen:
kleinzeitung.at
n-tv.de
ard.de
wikipedia.de

Stephanie Frank

VERÖFFENTLICHT AM

14. August 2014

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