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Hochschule der Medien

Erfolgsgeschichte

SPOTGUN spielt mit der TV-Werbung

Ende August war es soweit: Die App SPOTGUN von ehemaligen HdM-Studenten kam auf den Markt. Rund eineinhalb Jahre tüftelten die drei ehemaligen Masterstudenten (Elektronische Medien) an einer App, mit der die Werbepause beim Fernsehen zum Spielerlebnis wird.

Werbung raten mit Spotgun
(Fotos: Spotgun)

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Philipp Rottmann, Michael Stachurski und Jürgen Gomeringer, drei Absolventen des Masterstudiengangs Elektronische Medien, erhielten Ende letzten Jahres Gründerstipendien zur Entwicklung ihrer innovativen Second Screen App SPOTGUN. Seither tüftelten sie gemeinsam mit fünf weiteren Mitarbeitern an einem erfolgreichen Markteintritt.


Das Team von "SPOTGUN" im Interview mit stufe.tv kurz vor dem Markteintritt

"SPOTGUN" ist eine App, mit der live in der Fernsehwerbung gegen andere Spieler gezockt werden kann. Das Ziel ist es, viele Werbespots schnell und richtig zu erraten. Darüber hinaus werden den Spielern auch Quizfragen zum Werbespot gestellt. Der beste und schnellste Spieler kann am Ende Preise von Werbepartnern absahnen.

Derzeit können die angemeldeten Spieler jeden Abend zwischen 17:00 Uhr und 22:00 Uhr in den Werbepausen von RTL, SAT.1, RTL II und ProSieben gegeneinander antreten. Die App ist kostenlos für iOS- und Android-Geräte im App-Store als Download erhältlich.

Nach dem Markteintritt: Das sagen die Macher

Die drei Gründer Jürgen Gomeringer, Michael Stachurski und Philipp Rottmann. Quelle: Spotgun

 

HdM: Wie verlief der Start der App?

Jürgen Gomeringer: Eine Woche nach dem Start ziehen wir insgesamt eine positive Bilanz. Wir haben derzeit rund 1.200 Mitglieder und die Resonanz ist positiv. Demnächst soll es eine neue Version von SPOTGUN in den App-Stores geben.

HdM: Wie lautet das Monatsziel?

Ziel der Entwickler: möglichst viele User sollen gegeneinander während der TV-Webung spielen und diese erraten. Quelle: Spotgun
Jürgen Gomeringer: Unser oberstes Ziel ist es, so schnell wie möglich eine hohe Reichweite an Usern aufzubauen. Dafür sind unter anderem Kooperationen und eine starke PR-Arbeit wichtig. Darauf werden wir in den nächsten vier Wochen unser Hauptaugenmerk legen. Auf der Vertriebsseite wollen wir versuchen, noch mehr Unternehmen mit attraktiven Prämien ins Boot zu holen. Um ein konkretes Monatsziel hinsichtlich der Anzahl der Downloads zu nennen: Wir wollen bis Ende September mindestens 1.000 neue User gewinnen.

HdM: Über welche Hürden sind Sie bei der Entwicklung gestoßen?

Jürgen Gomeringer: Das Herzstück der App, die Schnittstelle zu der Echtzeit-Spoterkennung, war sicherlich die größte Herausforderung im Bereich der Entwicklung. Damit meine ich also den Prozess der Verarbeitung und Filterung zahlreicher Datensätze.

HdM: Wie weiß die App, wann, welcher Spot gerade läuft?

Jürgen Gomeringer: Wir arbeiten da zusammen mit einem Kooperationspartner, der die TV-Werbespots über eine Echtzeit-Bilderkennung identifiziert. Vereinfacht gesagt heißt das, dass unser Partner alle Spots abfilmt und sie mit den Spots in der Datenbank vergleicht. So kann man die Marke dem Werbespot zuordnen. Wir haben eine Schnittstelle zu dieser Live-Spoterkennung gebaut. Für den User bedeutet das, dass er sein Smartphone nicht umständlich an den Fernseher halten muss, um den Spot mit Mikrofon oder Kamera aufzunehmen, denn der Prozess der Spoterkennung funktioniert automatisch in unserem Backend.

HdM: Welche Hürden wurden nach der Veröffentlichung sichtbar?

Jürgen Gomeringer: Hier und da gab es ein paar Schwierigkeiten. So wurde gelegentlich zum Beispiel ein falscher Spot erkannt oder unser Server war zeitweise mit den Nutzeranfragen überfordert. Das haben wir aber inzwischen behoben und es wird demnächst ein Update geben.

HdM: Die App ist für iOS- und Android-Geräte. Soll die App auch noch für das Windows Phone entwickelt werden?

Jürgen Gomeringer: Zunächst nicht. Bei einem prozentualen Marktanteil im niedrigen einstelligen Bereich würde das gerade keinen Sinn machen. Viele Second Screen User nutzen während dem Fernsehen ein Tablet. Da sehen wir mehr Potenzial.

HdM: Derzeit kann man auf den vier Privatsendern RTL, SAT.1, RTL II und ProSieben spielen. Mit welchen Fernsehsendern sind noch Kooperationen geplant?

Jürgen Gomeringer: Wir wollen anfangs so viele User wie möglich gleichzeitig bündeln, damit der Spielspaß nicht zu kurz kommt. Wenn wir es schaffen, eine große Reichweite an SPOTGUN-Spielern aufzubauen, wollen wir gerne zusätzlich VOX und kabel eins implementieren. Denn dann würden wir die sechs Sender, die in Deutschland die meiste Werbung schalten, bespielen.

Ann-Katrin Wieland

VERÖFFENTLICHT AM

08. September 2014

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