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Hochschule der Medien

Jahresrückblick 2014

Jubel, Trubel, Heiterkeit - Medienhighlights im Schnelldurchlauf

Ob Fußball-Weltmeisterschaft, ADAC-Skandal oder 25 Jahre Mauerfall: Das Medienjahr 2014 hatte einiges zu bieten. Der Jahresrückblick 2014 erinnert an die emotionalsten, skandalösesten und lustigsten Momente der zurückliegenden 365 Tage.

Deutschlands Sommermärchen wird endlich wahr, Quelle: Wikimedia Commons
Vier Wochen lang hatte die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien die Medien fest im Griff. Der Höhepunkt: Das Finale am 13. Juli im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro, das Spiel: Deutschland gegen Argentinien. Es sollte 113 Minuten dauern, ehe die Entscheidung fiel. Nach einem Pass von Toni Kroos auf André Schürrle, kämpfte sich Mario Götze bis an die Grenze des Fünfmeterraums, nahm den ankommenden Ball mit der Brust an und platzierte ihn mit einem Seitfallzieher im Tor der Argentinier. Deutschland ist zum vierten Mal Weltmeister, das gesamte Land ist im Freudentaumel.

Neben der WM waren die Olympischen Winterspiele in Russland im Februar das zweite sportliche Großereignis des Jahres. Kritik gab es im Vorfeld besonders an den Arbeitsbedingungen auf den Baustellen. Angesichts der Ukraine-Krise forderten viele Menschen einen Boykott der Spiele. Diese fanden trotzdem statt – inklusive pompöser Eröffnungsfeier und jubelndem Präsidenten Wladimir Putin auf der Tribüne.

Imageverlust und Millionenbetrug

Den Auftakt der Berichterstattung im Medienjahr 2014 machte aber ein anderer: Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) geriet Anfang des Jahres wegen Manipulationen beim Preis "Gelber Engel" in die Schlagzeilen. Am 14. Januar titelte die Süddeutsche Zeitung "Manipulation beim Gelben Engel?", woraufhin Kommunikationschef Michael Ramstetter sowie ADAC-Präsident Peter Meyer den Verein verlassen mussten. Die Geschäftsleitung gestand, dass bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen zehn Mal weniger Stimmen abgegeben wurden als offiziell bekannt. Anfang Dezember beschloss die ADAC-Hauptversammlung schließlich eine grundlegende Reform des Automobilclubs.

Uli Hoeneß zeigt Reue für sein Fehlverhalten, Quelle: Screenshot youtube.de
Auch im Hause Hoeneß lief 2014 nicht alles ganz rund: Am 13. März verurteilte das Landgericht München den ehemaligen Chef des FC Bayern zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Uli Hoeneß Steuern in Höhe von mindestens 28,5 Millionen Euro hinterzogen hatte. Bereits einen Tag später erklärte der einstige Topmanager, dass er gegen das Urteil keine Revision einlegen und als Präsident sowie Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern München zurücktreten werde. Seit dem 2. Juni verbüßt Hoeneß seine Haftstrafe in der JVA Landsberg am Lech – Weihnachten und Silvester darf der 62-Jährige jedoch zu Hause im Kreise seiner Familie feiern.

Atemlose Höhenflüge

Conchita Wurst gewinnt den ESC 2014, Quelle: Wikimedia Commons
Besser lief es hingegen für Helene Fischer: "Atemlos" wurde zum Hit des Jahres. Der Erfolg des Liedes brachte die Schlagersängerin sogar auf die Bühne am Brandenburger Tor zum Empfang der Weltmeister, mit denen sie eine Fußball-Variante zum Besten gab. Ebenfalls erfolgreich war in diesem Jahr eine bärtige Österreicherin. Im Mai 2014 gewann Tom Neuwirth alias Conchita Wurst mit "Rise like a Phoenix" in Kopenhagen den Eurovision Song Contest. Die Reaktionen zum Sieg waren gespalten.

Ebenfalls im Mai startete der deutsche Astronaut Alexander Gerst zu einer Mission auf der internationalen Raumstation ISS. Gerst twitterte aus dem Weltraum, kommentierte seine Mission und lieferte spektakuläre Bilder. Am 10. November kehrte Gerst nach 166 Tagen zur Erde zurück. Nach seiner Rückkehr sagte er: "Wenn man von oben auf unseren kleinen blauen Planeten mit seiner zerbrechlichen Atmosphäre schaut, wirkt es grotesk, dass sich Menschen bekriegen oder die Umwelt verschmutzen."


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24. Dezember 2014

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