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Digitale Währung

Kommt das Bitcoin-Revival?

Die digitale Zahlungsart Bitcoin existiert seit 2009. Sie wurde von einem unbekannten Programmierer als Antwort auf die Finanzkrise entwickelt und soll unabhängig von Finanzinstituten, Zentralbanken und Staaten funktionieren. Bis 2011 wurde das virtuelle Zahlungsmittel immer beliebter, danach ging das Interesse stetig zurück. Und wie sieht es heute aus?

Eigentlich war die Währung Bitcoin bereits so gut wie ausgestorben, bis sie seit 2013 wieder das Interesse von Unternehmen und Kunden weckte. Inzwischen verkünden immer mehr Firmen, dass sie Bitcoin als Zahlungsmittel für den Handel in den USA akzeptieren. Allerdings beschränken sie die Gültigkeit der digitalen Währung bisher nur auf digitale Waren, wie zum Beispiel Filme, Musik oder Spiele. In den USA lebende Kunden dürfen pro Tag nicht mehr als einen Wert von 1000 Dollar in Bitcoin ausgeben und sich gutschreiben lassen. Mit diesem Wert können dann digitale Güter wie Musik, Filme, Videos, Spiele und Apps für die Xbox erworben werden.

Bitcoins akzeptiert
Bislang lassen bereits der Computerkonzern Dell sowie das amerikanische Online-Reisebüro Expedia ihre US-Kunden mit Bitcoins bezahlen. Im Herbst 2014 verkündete auch PayPal, dass es versuchsweise in Nordamerika die Zahlung mit der digitalen Währung einführt. Auch der multinationale Software- und Hardware-Hersteller Microsoft gab Ende letzten Jahres bekannt, dass er Bitcoin als Währung für den Windowsstore und auf der Xbox anerkennt. Selbst der "Time"-Verlag schließt sich dem aktuellen Bezahltrend in den USA an. Künftig können Kunden beispielsweise Abos der Magazine "Fortune" und "Health" mit Bitcoins kaufen. Durch die Währung wollen Unternehmen ihren Händlern und Kunden mehr Flexibilität und Freiheit ermöglichen. Allerdings kann man bisher nur firmenbezogene Konten eröffnen, von denen die Bitcoins noch nicht auf andere Konten übertragen werden können.

Wie funktioniert das?
Der Marktwert der digitalen Währung Bitcoin ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und ist daher häufigen Schwankungen unterlegen. Zurzeit ist ein Bitcoin etwa 255 Euro wert. Die Bitcoins lassen sich wieder in normale Währungen wie Euro, Dollar etc. eintauschen. Lässt man den Umtausch gleich zu, entsteht kein Kursrisiko. Die Unternehmen arbeiten bisher alle mit zwischengeschalteten Dienstleistern wie "Bitpay", "Coinbase" oder "GoCoin" zusammen. An sich braucht man diese Form der Zwischenschaltung nicht, denn die Transaktionen erfolgen alle über ein dezentrales Bitcoinnetzwerk. Mehrere Behörden rufen allerdings zur Vorsicht auf, da die Zahlungsweise nicht behördlich reguliert wird und die Nutzer nicht vor Verlusten geschützt sind.

Marieke Weller

VERÖFFENTLICHT AM

27. Januar 2015

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