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Hochschule der Medien

HdM auf RTL

Dschungelcamp als Forschungsthema

"Wenn man von Selbstinszenierung sprechen sollte, ist das Niveau in diesem Jahr mau – mit Ausnahme von vielleicht Walter", so lautet die These von Prof. Dr. Rota zum Dschungelcamp. Doch weshalb schauen jeden Abend immer Millionen von Zuschauer die RTL-Sendung und berichten wie üblich etliche Medien darüber? RTL und HdM-Studenten haben für das Wochenmagazin "Extra - das RTL-Magazin" die Kult-Sendung analysiert.

Zur Detailansicht Das TV-Team mischte sich unter die Studenten. Fotos: Kim Kunze

Das TV-Team mischte sich unter die Studenten. Fotos: Kim Kunze

Zur Detailansicht Kandidat Walter sorgte besonders für Gesprächsstoff.

Kandidat Walter sorgte besonders für Gesprächsstoff.

Zur Detailansicht Wer wird wohl Dschungelkönig?

Wer wird wohl Dschungelkönig?

Die Reality-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ist längst im Zuschauer-Mainstream angekommen. Auch an der Hochschule der Medien (HdM) haben die Studenten des Seminars Kommunikationswissenschaften erneut gemeinsam mit Prof. Dr. Franco Rota und RTL über das Massenphänomen Dschungelcamp und seine Bewohner diskutiert.

Die wissenschaftliche Ausseinandersetzung mit dem Fernsehformat pflegt der Studiengang Werbung und Marktkommunikation seit Jahren. Auch die aktuelle Staffel wurde in Lehrveranstaltungen behandelt. Dabei wurde das Untersuchungsdesign auf die Gebiete Medien, Teilnehmer, Produzenten/Redaktion und Zuschauer festgelegt. Jedes Untersuchungsfeld repräsentiert dabei ein eigenes Forschungsfeld, wie zum Beispiel die Rezipientenforschung mit ihren Zuschauermotiven.

Warum schalten noch immer Millionen von Zuschauer ein?

Die Dschungelprüfungen, bei denen die Kandidaten Tierhoden essen oder Schweinesperma schlucken, ekeln die Zuschauer schon lange nicht mehr. Doch warum schalten noch immer so viele Zuschauer ein? Liegt es an den beiden spitzzüngigen Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich? Oder liegt es nach wie vor an der Lust, beim Scheitern oder Triumphieren der Lieblings- und Hass-Kandidaten teilzuhaben?

Welche Rolle spielen die Kandidaten selbst?

Sie müssen mit ihren Auftritten für Unterhaltung sorgen, meinten die Studenten einstimmig. "Und hat Alleinunterhalter Walter Potenzial Dschungelkönig zu werden?", fragte Prof. Dr. Rota daraufhin die angehenden Medienprofis. Die Antwort einer Studentin: "Walter ist von sich sehr überzeugt, ein Geschichtenerzähler und Verschwörungstheoretiker." Eine rege Diskussion folgte: "Walter hat als Einziger die Show verstanden, macht Witze und kommentiert sich selbst", oder "Er nervt unglaublich die anderen Kandidaten", bemerkten einige Studenten.

Staffel mit überraschender Wendung

Ein Student stellte zur Konkurrenzsituation folgende These auf: "Walter polarisiert. Das macht sonst kein Anderer, weil niemand sonst den Willen zeigt, Dschungelkönig zu werden. Solange keiner Walter sagt, dass er spinnt, gibt es kein Spannungsfeld. Daher hat er gute Chancen in die letzte Runde zu kommen." Walter ist inzwischen ausgeschieden. Am Zuschauerinteresse wird dies vermutlich nichts ändern.

Einige Studenten sollten tippen, wer am Ende als Gewinner das Dschungelcamp verlässt. Überraschenderweise stach da bereits nicht Walter, sondern eine Frau hervor. Wie die Tipps aussahen wird am kommenden Montag (02. Februar 2014) um 22:15 Uhr im RTL-Magazin "Extra" mit Birgit Schrowange gezeigt. Die Sendung wird anschließend auch eine Woche in der RTL-Mediathek zu sehen sein.

P.S. Leider wurde der Beitrag gestern aufgrund aktueller Berichterstattung nicht gesendet. Einen neuen Sendetermin geben wir bekannt.

 

Franco Rota

,

Ann-Katrin Wieland

VERÖFFENTLICHT AM

29. Januar 2015

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