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Hochschule der Medien

Studiengang Druck- und Medientechnologie

Ein Buch für Edgar Allan Poe

"Die Maske des Roten Todes" ist der Titel eines Buchprojekts, das Studenten aus dem Studiengang Druck- und Medientechnologie an der Hochschule der Medien (HdM) umgesetzt haben. Der Bildband illustriert mit eindrucksvollen Fotos die gleichnamige Kurzgeschichte des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe.

Impressionen aus DIE MASKE DES ROTEN TODES
(Fotos: Andreas Pappert)

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Zur Detailansicht Das Buch mit der auf Zeitungspapier gedruckten Kurzgeschichte

Das Buch mit der auf Zeitungspapier gedruckten Kurzgeschichte

Zur Detailansicht So wird der "Rote Tod" im Buch dargestellt, Fotos: Kristina Simic

So wird der "Rote Tod" im Buch dargestellt, Fotos: Kristina Simic

Entstanden ist der Bildband im Rahmen eines studentischen Projekts, das sich über zwei Semester erstreckte und im Wintersemester 2014/2015 fertiggestellt wurde. Unterstützt wurde das Projektteam von zahlreichen Sponsoren, Freunden und Förderern, von Kommilitonen aus anderen HdM-Studiengängen und von Hochschulen in der Region. Prof. Volker Jansen, Studiendekan des Studiengangs Druck- und Medientechnologie, betreute das Projekt. Er hatte auch die Idee, Poes Kurzgeschichte zu wählen. "Es ist eine starke Geschichte, die sich fotografisch gut umsetzen lässt", begründet Jansen die Wahl. Die Fotos machte der Ludwigsburger Fotograf und HdM-Absolvent Wolf-Peter Steinheisser.

Kurzgeschichte lebendig machen

Bei dem Buchprojekt war es wichtig, Inhalt und Optik zusammenzubringen. Deshalb setzte das Studententeam Poes allegorische Erzählung gestalterisch als zeitlose existenzielle Parabel über die Unvermeidlichkeit des Todes in einer eskalierenden Bildergeschichte um. Dafür war einiges an Vorarbeit nötig: Allein drei Monate dauerte die Entwicklung des Storyboards, das die Geschichte passend abbildet. Rund 35 Studenten der HdM wurden als Darsteller engagiert, dazu noch drei professionelle Models. Das Fotoshooting für das Buch fand auf Schloss Remseck in Ludwigsburg statt. Heraus gekommen sind fast 1000 Bilder, die alle gesichtet und bearbeitet werden mussten. "Die Studenten haben auch in ihrer Freizeit an dem Projekt gearbeitet", lobt Jansen den Einsatz des Teams.

Dekadenz bis in den Tod

In "Die Maske des Roten Todes" beschreibt Poe das Scheitern einer dekadenten Adelsgesellschaft, die dem "Roten Tod" ein Schnäppchen schlagen will. Obwohl dieser schon einen Teil der Gesellschaft dahingerafft hat, gibt Prinz Prospero ein rauschendes und dekadentes Fest. Je später der Abend wird, desto stärker eskaliert die Feier. Als schließlich der "Rote Tod" auftaucht, und die ersten Gäste sterben müssen, wird den restlichen Besuchern schnell klar, dass sie verloren sind. In der bildlichen Umsetzung spielen die Studenten mit der Farbigkeit der Bilder und mit verschiedenen Schärfegraden, die den Fotos Dynamik verleihen. Zu Beginn der Geschichte kommen auch Stege zwischen den Bildern zum Einsatz, die eine größere Breite von Abbildungen möglich machen. "Die Wandlung der Geschichte von Dekadenz über Angst und Verzweiflung bis hin zum Grauen des Todes ist optisch hervorragend dargestellt", berichtet Jansen begeistert. Stilistisch sind die Fotos an "Il Decamerone", eine Novellensammlung des italienischen Schriftstellers Giovanni Boccaccio, angelehnt.

"Gelungene Symbiose"

Auf einem separaten Blatt Zeitungspapier liegt Poes Kurzgeschichte dem Bildband bei, sie wurde im Tiefdruck umgesetzt. Der Bildteil wurde im Bogenoffset auf ungestrichenem Naturpapier gedruckt. Die Studenten fertigten das Buch selbständig an der HdM. Professor Volker Jansen freut sich über das Produkt seiner Studenten: "Es ist ein schönes und zeitgemäß gestaltetes Buch mit einer gelungenen Symbiose von Material, Technik, Bild und Gestaltung." Zusätzlich zum Buch gibt es auch einen Kurzfilm zu der Geschichte.

VERÖFFENTLICHT AM

19. Februar 2015

KONTAKT

Prof. Dipl.-Ing. Volker Jansen

Print Media Technologies

Telefon: 0711 8923-2150

E-Mail: jansen@hdm-stuttgart.de

Sebastian Paul

Print Media Technologies

Telefon: 0711 8923-2155

E-Mail: paul@hdm-stuttgart.de

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