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Hochschule der Medien

Studie Markenführung

Markenführung erfindet sich neu

Die Münchner Markenberatung Brandoffice hat in ihrer Studie "Deutscher Markenreport Spezial" den Einfluss der Digitalisierung auf die Markenführung untersucht. In einer Online-Befragung wurden bundesweit 100 Markenentscheider befragt: 50 Prozent der Unternehmen müssen ihr Geschäftsmodell komplett überarbeiten, 60 Prozent ihr Produktportfolio.

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Quelle: www.brandoffice.com
Grund ist die zunehmende Digitalisierung, die die Unternehmen vor ständig neue Herausforderungen stellt. Besonderes Gewicht erhält das Digitale im Bereich des Markendesigns.

Höhere Dynamik erfordert mehr Flexibilität

Für drei Viertel der Markenentscheider (75 Prozent) ist die flexiblere Gestaltung ihres Corporate Designs ein Muss, um mit dem rasanten Wandel der interaktiven Medien mithalten zu können.
Andreas Baetzgen, Professor für Marken- und Kommunikationsstrategie sowie Unternehmenskommunikation an der Hochschule der Medien, begründet die Flexibilität mit der immensen Dynamik der Branche: "Die Unternehmen werden immer wieder mit neuen Medien und Mediennutzungsmustern konfrontiert. Sie müssen lernen mit diesen umzugehen und deren neue Möglichkeiten in ihre Markenführung integrieren."

Markenführung früher und heute

Früher hatten die Unternehmen in TV-Spots, auf Plakaten oder Anzeigen mehr Platz für ihre Logos, Claims und das Corporate Design zur Verfügung. "Im Bereich Mobile zum Beispiel, gibt es kaum mehr Möglichkeiten für die Platzierung der eigenen Corporate Design Elemente. Heute steht zunehmend der Content einer Marke, also ihre Themen, Geschichten und Inhalte im Vordergrund", sagt Professor Baetzgen. Zudem ist die Komplexität der Verbreitungswege digitaler Botschaften ein Problem für die Markenentscheider. Jede zweite Marke überarbeitet derzeit ihre langfristige Vision und Mission und über die Hälfte der Befragten will ihr Markendesign modernisieren. Dazu orientieren sich 36 Prozent der Unternehmen an digitalen Kanälen als Leitmedien für die visuelle Weiterentwicklung ihrer Marke.

Entwicklung von Digitalstrategien schwierig

Bei über der Hälfte der befragten Unternehmen fehlt es an Digitalwissen und einer ganzheitlichen Digitalstrategie. Professor Baetzgen sieht den Grund in der Schnelllebigkeit des Digitalen, die es schwer mache, eine langfristige Strategie zu entwickeln. "Die immer größere Ausdifferenzierung der digitalen Möglichkeiten stellt die Unternehmen vor große Herausforderungen und überfordert diese mitunter." Aber was können Unternehmen nun tun, um mit dieser Situation klar zu kommen?
Baetzgen empfiehlt: "Ein Unternehmen muss nicht alle Medien und Communities bespielen und nicht jeden neuen Trend mit machen. Jedoch sollten Unternehmen den neuen medialen Möglichkeiten gegenüber aufgeschlossen sein und kontinuierlich an ihrem Markenprofil arbeiten."

Quellen:
www.lead-digital.de
www.haufe.de
www.brandoffice.com

Sina-Catharina Voigt

VERÖFFENTLICHT AM

02. April 2015

KONTAKT

Prof. Dr. Andreas Baetzgen

Werbung und Marktkommunikation

Telefon: 0711 8923-2294

E-Mail: baetzgen@hdm-stuttgart.de

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