DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Solartechnik

Kamera mit Selbstversorgung

Eine Videokamera, die ganz ohne Batterien oder Akkus läuft - gibt es das? Ja! An der Columbia University in New York hat ein Team aus Ingenieuren einen Prototyp entwickelt, der sich vollständig selbst versorgt und Filme mit einem Bild pro Sekunde aufnehmen kann.

Das Gehäuse der Kamera wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt und umschließt einen Bildsensor mit 30 mal 40 Pixeln. Der Bildsensor erfüllt zwei Funktionen gleichzeitig: Er nimmt Bilder auf und erzeugt Energie für die Kamera.

Bildsensor mit Doppelfunktion, Quelle: cs.columbia.edu
Raumlicht wird zu Energie
Die solarbetriebene Videokamera funktioniert mit einem Pixel-Stromkreis, in dem die einzelnen Fotozellen abwechselnd zwischen der Funktion des Bildsensors und der Stromerzeugung umschalten. Dabei wird das Licht des Motives und der räumlichen Umgebung genutzt und in Energie umgewandelt. Dementsprechend kann die Videokamera so lange aufnehmen, wie Licht vorhanden ist - theoretisch kann sie also unendlich lange filmen. Bisher produziert der Prototyp der Kamera nur Videos in schwarz-weiß.

Selbstversorgende Videokamera, Quelle: cs.columbia.edu
Schritt in die Zukunft
Shree Nayar, Professor an der Columbia University, arbeitete mit dem Ingenieurteam zusammen an der Videokamera und will diese noch handlicher machen und sie in ihren Funktionen weiterentwickeln. Bisher ist die Qualität der Filme mit 120 Bildpunkten noch nicht ausgereift. Trotzdem ist Nayar laut der Online-Zeitung "Ingenieur" der Meinung, dass die Videokamera im Rahmen des Wearable Computing eine nützliche Erfindung darstelle.

 

Quellen:
digicam-blogger.de
ingenieur.de
scinexx.de
spektrum.de
sueddeutsche.de

Marieke Weller

VERÖFFENTLICHT AM

04. Mai 2015

ARCHIV

Medienwelt
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren