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Hochschule der Medien

BuKof-Tagung

Frauenbilder in den Medien

An der Hochschule der Medien (HdM) trafen sich die Mitglieder der Kommission "Gleichstellung in Lehre und Forschung an Fachhochschulen", die Teil der "BuKof" (Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen) ist, erstmals zu ihrer Jahrestagung. Prof. Dr. Petra Grimm von der HdM sprach zum Thema "Frauenbilder in den Medien".

In interessanten Vorträgen und lebhaften Diskussionen setzten sich die Teilnehmerinnen mit dem Thema Gleichstellung auseinander. Das Thema der Jahrestagung lautete: "Gleichstellung in Lehre und Forschung an Fachhochschulen - Profilschärfung durch gendersensible Personalentwicklung." Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Alexander W. Roos, Rektor der HdM, und Prof. Dr. Gabriele Gühring, Sprecherin der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten, stellte Bernadette Stolle, Geschäftsführerin der Landespersonalrätekonferenz Nordrhein-Westfalen, den Rahmenkodex "Gute Arbeit" zu Arbeitsbedingungen an Hochschulen vor. Weitere Vorträge, unter anderem zum Thema Personalentwicklung, sowie eine nicht-öffentliche Mitgliederversammlung folgten.

Frauen-Rollen oft stereotyp

Die BuKof-Tagung fand erstmals an der HdM statt
Zum Abschluss sprach Prof. Dr. Petra Grimm von der Hochschule der Medien zum Thema "Frauenbilder in den Medien". In ihrem Vortrag ging sie auf die meinungsbildende Funktion der Massenmedien ein und arbeitete heraus, wie diese die Wahrnehmung verschiedener Geschlechterrollen bestimmten. So konstruierten die Medien Weiblichkeit und Männlichkeit. Frauen würden dabei oft stereotype Rollen wie "Power-Frau" oder Hausfrau zugeschrieben. Schon Kinder erlernten durch Medien bestimmte Geschlechterrollen, denn ein Großteil der weiblichen Figuren in Kinderbüchern und -serien hätten attraktive Körper und trügen so zu einer Hypersexualisierung und einer genderspezifischen Mediensozialisation bei. So sei es beispielsweise auffällig, dass männliche Schlümpfe neben ihrer Männlichkeit noch weitere Eigenschaften hätten, wie beispielsweise der Schlumpf "Fauli" (Faulheit), wohingegen "Schlumpfine" einfach "nur" weiblich sei.

Selbstobjektifizierung junger Frauen

Prof. Dr. Petra Grimm sprach über Frauenbilder in den Medien. Foto: Kern
Aber nicht nur das Kinderfernsehen definiere die Geschlechterrollen, besonderen Einfluss habe auch das Reality-TV und die Casting-Show "Germany´s Next Top Model", die eine "Selbstobjektifizierung" junger Frauen fördere. Und in Spielfilmen seien Sex-Szenen meisten so konzipiert, dass Männer mit selbstbewusstem Blick in die Kamera schauten, während Frauen unterwürfig aufträten. Auch die Werbung zeige Stereotype: Männern werde körperliche Autonomie, berufliche Selbstverwirklichung und körperliche Leistungsfähigkeit zugeschrieben, während Frauen entweder "sexy" sein oder die Rolle der fleißigen Hausfrau oder fürsorglichen Mütter einnehmen müssten.

Medien-Berufe ungleich verteilt

Auch in Medien-Berufen gebe es Nachholbedarf bei der Rollenverteilung, so Prof. Dr. Grimm. Nur 20 Prozent der TV-Moderatoren seien Frauen, Nachrichtensendungen würden nur zu einem Drittel von Frauen moderiert und von darin befragten Experten und Kommentatoren seien nur zehn Prozent weiblich. Abschließend plädierte Grimm, wie schon einige ihrer Vorrednerinnen, für eine erhöhte Gendersensivität und eine aktive Auseinandersetzung mit stereotypen Rollenbildern.

Manuel Kern

VERÖFFENTLICHT AM

21. Mai 2015

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Andrea Asche

Fakultät Druck und Medien

Telefon: 0711 8923-2106

E-Mail: asche@hdm-stuttgart.de

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