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Hochschule der Medien

Im Gespräch

Pierre M. Krause liebt das Plaudern

Beim Werkstattgespräch des Instituts für Moderation sorgte Moderator und Humorist Pierre M. Krause am 18. Juni 2015 an der Hochschule der Medien für zahlreiche Lacher. Der Latenight-Talker plauderte mit den Nachwuchsmoderatoren Torsten Helber und Helene Reiner offen über seine Arbeit in der deutschen TV-Landschaft.

Zur Detailansicht Eine Stunde im Gespräch: Pierre M. Krause

Eine Stunde im Gespräch: Pierre M. Krause

Zur Detailansicht Im Publikum saß auch der ehemalige SWR Nachtcafé-Moderator Wieland Backes

Im Publikum saß auch der ehemalige SWR Nachtcafé-Moderator Wieland Backes

Zur Detailansicht Die Nachwuchsmoderatoren Torsten Helber und Helene Reiner mit Pierre M. Krause. Fotos: Ann-Katrin Wieland

Die Nachwuchsmoderatoren Torsten Helber und Helene Reiner mit Pierre M. Krause. Fotos: Ann-Katrin Wieland

Der Fernsehmoderator Pierre M. Krause ist ein viel beschäftiger Mann: Seit 2005 ist er der Kopf der wöchentlichen Fernsehshow "SWR3 latenight". Seit einigen Jahren moderiert er auch beim Baden-Badener "New Pop Festival" des Senders und ist regelmäßiger Gast in der SWR-Ratesendung "Sag die Wahrheit". Nebenbei plant er die zweite Staffel von "Krause kommt!", eine Sendung, bei der sich Pierre M. Krause bei Prominenten Zuhause einquartiert und bis zum nächsten Morgen bleibt.

Am 18. Juni 2015 kam er auf Einladung des Instituts für Moderation an die Hochschule der Medien. Eine Stunde lang unterhielten sich der 38-jährige Talkmaster und die beiden Nachwuchsmoderatoren Torsten Helber und Helene Reiner unter anderem über die Königsdisziplin "Fernsehtalk", Authenzität im Fernsehen und über das Bewerben beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. "Das Auswahlverfahren für ein Volontariat ist hart. Ich hätte es vermutlich nicht geschafft", verriet der inzwischen preisgekrönte Moderator.

Authentisch sein im Rampenlicht

"Bei der künstlichen Situation, die im Fernsehstudio erzeugt wird, ist es nicht immer leicht authentisch zu sein", so Krause. Auf die Frage, wie viel Privates in seiner Bühnenfigur bei seiner Latenight-Show stecke, antwortete er: "62 Prozent". Absolut authentisch fühle er sich vor allem Zuhause auf seinem Sofa.

Dass Krause sichtlich Spaß daran hat, sich vor Publikum locker mit anderen zu unterhalten, zeigte das Gespräch mit den beiden Nachwuchsmoderatoren. Dieses Gefühl versuche er auch immer in seiner Latenight-Show bei seinen Interviews mit prominenten Gästen zu erzeugen, verriet der Talkmaster. Damit ihm das gelinge, sei eine gute Vorbereitung Bestandteil seiner Herangehensweise.

Traurig über Stefan Raabs Rückzug

In der deutschen Fernsehlandschaft ist das Konzept der klassischen Latenight-Show, bei der die Genres Comedy und Talkshow verbunden werden, selten geworden. Pierre M. Krause würde sich wünschen, wenn sich, wie in den USA, auch hierzulande eine Latenight-Kultur etablieren würde. Daher bedauere er auch den aktuellen Rückzug von Stefan Raab aus dem Rampenlicht: "TV Total war die letzte wirkliche Latenight-Show, die täglich und aktuell lief."

Wie es mit Pierre M. Krauses Show "SWR3 latenight" weitergeht, werden die Zuschauerzahlen zeigen. Obwohl die Show keinen festen Sendeplatz hat (Freitags im SWR-Fernsehen und montags bei Einsfestival nach Mitternacht), hat sie zurzeit gute Einschaltquoten. Für Krause selbst ist noch lange nicht Schluss. Wenn es nach ihm geht, würde er die Show auch noch in 20 Jahren mit seinem Team umsetzen.

Ann-Katrin Wieland

VERÖFFENTLICHT AM

19. Juni 2015

KONTAKT

Christiane Delong

Institut für Moderation

Telefon: 0711 8923-2269

E-Mail: delong@hdm-stuttgart.de

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