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Hochschule der Medien

CONMEDIA

Muss Kunst spürbar und erlebbar sein?

Weiße Wände, stille Räume und an der Wand vereinzelt Gemälde - so sehen die meisten Museen heutzutage aus. Mit der Veranstaltung CONMEDIA in der Staatsgalerie Stuttgart haben rund 40 Studenten der Hochschule der Medien (HdM) jungen Menschen Kunst in einer neuen, interaktiven Art näher gebracht. Das Motto der 14. CONMEDIA lautete: „Bitte nicht anfassen!".

Zur Detailansicht Rund 250 Gäste waren dabei

Rund 250 Gäste waren dabei

Zur Detailansicht Moderator Konrad Spremberg fragte nach der Kunstpräsentation

Moderator Konrad Spremberg fragte nach der Kunstpräsentation

Zur Detailansicht Das Projekt "Outings" verbarg sich in einem der Würfel

Das Projekt "Outings" verbarg sich in einem der Würfel

Die RaumZeitPiraten hatten eine Installation dabei

Die RaumZeitPiraten hatten eine Installation dabei

Die CONMEDIA fand erstmals nicht in der HdM, sondern in der Staatsgalerie Stuttgart statt. Passend zum Veranstaltungsort wurde das bisherige Talkshow-Format der CONMEDIA aufgebrochen, um das Thema Kunst lebendiger und interaktiver zu vermitteln. „Wir wollten mal was ganz anderes machen", erklärt Daniel Maternus, Leiter des studentischen Projektteams.

Lichteffekte, Musik und gute Stimmung

Zu Beginn gab es für die rund 250 Besucher kostenlose Getränke und Snacks. In dem Veranstaltungsraum standen drei große Würfel aus weißem Stoff, die von innen beleuchtet wurden. Die Kunst-Fans konnten Schattenspiele sehen und eine interaktive Wand erleben, bei der zu einem Kunstwerk immer mehr Informationen an die Wand projiziert wurden, je näher man sich heranbewegte. Den Abend über wurde die interaktive Show mit Videos, Interviews sowie Licht- und Soundeffekten gestaltet. Die Moderatoren Konrad Spremberg und Nico Rossmann nutzten den ganzen Raum für ihre Fragen an die Gesprächspartner und wurden dabei live auf eine große Leinwand projiziert. Zu ihren Gästen zählten Steffen Egele, Leiter der Kunstvermittlung an der Staatsgalerie Stuttgart, Erik Sturm, einer der Gründer des alternativen Projektraums Lotte, oder Carolin Clausnitzer, Leiterin des Projekts "ArtOnYourScreen" des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM). Sie betonte, dass es wichtig sei, das Museumsangebot an die Zielgruppen anzupassen. Dies schließe digitale Medien und klassische Informationstafeln gleichermaßen mit ein.

Kunst in Würfeln

Die Spannung stieg bei den CONMEDIA-Besuchern als der erste Würfel von seinem weißen Stoff befreit wurde. Dahinter befand sich eine Wand mit einem Gemälde, das auf der einen Seite in klassischer Weise mit einer Informationstafel und auf der anderen mit einer interaktiven Touch-Wand gezeigt wurde. Der zweite Würfel enthüllte die „RaumZeitPiraten", ein Künstlerduo, das mit selbstgebauten Installationen multimediale Aufführungen veranstaltet. Der dritte und letzte Würfel verbarg das Studentenprojekt „Outings". Hier hatten Studenten aus dem CONMEDIA-Team Kunstwerke der Staatsgalerie abfotografiert, in Großformat ausgedruckt und an verschiedenen Orten in Stuttgart plakatiert.

Klassisch oder neu?

Die CONMEDIA „Bitte nicht anfassen!" zeigte viele Möglichkeiten auf, wie Kunst erlebbarer und interaktiver gestaltet werden könnte. Die Besucherin Susanne Exner bevorzugt trotzdem die klassische Präsentation von Kunst in Museen und findet sie wichtig. „Allerdings sollte man das Marketing verbessern, um mehr Aufmerksamkeit für Kunst zu schaffen und somit mehr Menschen wieder in die Museen zu locken", lautet ihr Vorschlag. Auch Anne Morof geht lieber in Museen, die auf gewohnte Art und Weise Kunstwerke zeigen. Spannend fand sie, dass man bei der CONMEDIA nicht wusste, was auf einen erwartet. Der Studentin Lena Ziegler gefällt eine interaktive Kunstvermittlung besser. Alle drei fanden die CONMEDIA „richtig gut". Ihren Erfolg konnten die 40 Macher mit ihren Gästen in der Galerie „Lotte" feiern.

Das Projekt CONMEDIA

Das CONMEDIA-Team wurde von Professor Stephan Ferdinand und Markus Wendling betreut. CONMEDIA steht für „content in media". Die Studenten bereiten dafür ein gesellschaftlich relevantes Thema journalistisch auf und setzen es im Rahmen einer Veranstaltung multimedial um. Wie in einem realen Medienunternehmen übernehmen sie verschiedene Arbeitsbereiche wie zum Beispiel Redaktion, Organisation, Finanzen sowie Marketing und PR. Dabei spielen inhaltliche, gestalterische und technische Gesichtspunkte, aber auch konzeptionelle und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle.

Marieke Weller

VERÖFFENTLICHT AM

19. Juni 2015

KONTAKT

Prof. Stephan Ferdinand

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2256

E-Mail: ferdinand@hdm-stuttgart.de

Markus Wendling

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2692

E-Mail: markus.wendling@hdm-stuttgart.de

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