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Hochschule der Medien

Druck- und Medientechnologie

"Eine ideale Kooperation!"

Anfang 2014 startete ein gemeinsames Forschungsprojekt des Studiengangs Druck- und Medientechnologie der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart und der Fakultät "Graphic Arts" der Universität Zagreb, Kroatien. Nun haben sich Vertreter beider Hochschulen in Kroatien getroffen, um Ergebnisse ihrer Kooperation zu präsentieren.

Prof. Dr. Thomas Hoffmann-Walbeck (ganz rechts) mit Studenten der Universität Zagreb.
Der Austausch zwischen den Partnerhochschulen bestehe im Bereich Druck schon länger, berichtet Dr. Thomas Hoffmann-Walbeck, Professor im Studiengang Druck- und Medientechnologie. Dass die Kontakte nun für eine konkrete Zusammenarbeit genutzt werden konnten, freut ihn: "Es ist eine ideale Kooperation, da beide Hochschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten am selben Thema arbeiten." Während das kroatische Institut seinen Schwerpunkt im chemischen Bereich habe, konzentriere sich die Forschung an der HdM auf Software und Technik.

Neue Druckplatten bringen Vorteile

Das gemeinsames Forschungsthema sind prozesslose Offset-Druckplatten. Beim herkömmlichen Offset-Verfahren müssen Druckplatten nach dem Belichten entwickelt werden, bevor der eigentliche Druck beginnen kann. Das geschieht in einem speziellen Prozessor unter Einsatz von Chemikalien. Bei den neuen prozesslosen Platten entfällt dieser Schritt - sie kommen nach dem Belichten direkt in die Druckmaschine. Der Entwicklungs-Prozessor wird überflüssig, der Einsatz chemischer Stoffe beim Drucken reduziert.

Entschichtete und eingefärbte Druckplatte auf dem Druckplattenzylinder in der Druckmaschine. Fotos: Sebastian Riegel (HdM)
Die Folgen: Kosten- und Energieeinsparungen und eine geringere Umweltbelastung. Zwar hätten schon viele große Hersteller die neuen Platten im Programm, berichtet Sebastian Riegel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang Druck- und Medientechnologie. Allerdings könne man bei den prozesslosen Platten bislang nur schwer herausfinden, in welchem der Prozessschritte Belichtung, Entwicklung oder Druck die Fehlerquelle liegt, wenn nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden. "Im gemeinsamen Forschungsprojekt haben wir  nach Lösungen gesucht, wie die Qualität des Verfahrens gesichert werden kann", so Riegel.

Treffen in Zagreb und Stuttgart

Die Ergebnisse wurden Mitte Juni 2015 im Rahmen eines Symposiums an der Universität Zagreb vorgestellt. Neben Vertretern der HdM waren dort auch die Platten-Hersteller zu Gast. Vorträge und Diskussionen gehörten ebenso zum Programm wie eine anschauliche Praxis-Demonstration der Entwicklung einer prozesslosen Platte in der Druckmaschine. Das durch Mittel des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) und des kroatischen Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Sport geförderte Projekt läuft aus, ein Antrag auf Weiterförderung ist aber bereits gestellt.

Tomislav Cigula (Universität Zagreb) spannt eine nicht entwickelte Druckplatte in die Druckmaschine ein.
Professor Hoffmann-Walbeck: "In der bisherigen Zusammenarbeit haben wir uns stark auf die Qualitätssicherung konzentriert, in Zukunft möchten wir gerne die Anwendbarkeit genauer untersuchen." So würde man beispielsweise gerne herausfinden, ob die neuen Prozesse mit allen Druckfarben funktionieren.  Zur Vertiefung der deutsch-kroatischen Beziehungen ist bereits eine weitere Veranstaltung geplant. Anfang November 2015 werden sich die Beteiligten des Projekts in Stuttgart treffen, um an der HdM über ihre Forschungsergebnisse und die Zusammenarbeit zu berichten.

Manuel Kern

VERÖFFENTLICHT AM

13. Juli 2015

KONTAKT

Prof. Dr. Thomas Hoffmann-Walbeck

Medieninformatik

Telefon: 0711 8923-2128

E-Mail: hoffmann@hdm-stuttgart.de

Sebastian Riegel

Print Media Technologies

Telefon: 0711 8923-2115

E-Mail: riegel@hdm-stuttgart.de

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