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Hochschule der Medien

DKMS Typisierungsaktion

Stäbchen rein, Superheld sein

Gemeinsam gegen Blutkrebs: Das ist das Motto von 15 Studenten der Hochschule der Medien (HdM). In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Boris Kühnle und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) organisieren sie eine Registrierungsaktion. Sie findet am 23. November 2015 von 9.30 bis 14 Uhr an der HdM statt.

Alle 16 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Doch die Suche nach einem genetischen Zwilling gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhafen. Um die Wahrscheinlichkeit eines passenden Spenders für einen Blutkrebspatienten zu erhöhen, müssen sich mehr Menschen typisieren lassen. Umgesetzt werden kann das am Montag, den 23. November 2015 von 9.30 bis 14 Uhr an der HdM in der Nobelstr. 10. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Philipp Lang, Student der Audiovisuellen Medien an der HdM: "Durch den Newsletter der DKMS habe ich mitbekommen, dass es an manchen Hochschulen solche Registrierungsaktionen gibt", so Lang. "Also dachte ich mir: Warum nicht auch an der Hochschule der Medien?"

In drei Schritten zum Lebensretter

Er startete einen Aufruf in Facebook und suchte nach weiteren Studenten, die ihn bei seiner Idee unterstützen. Es dauerte nicht lange, und es bildete sich ein Team aus 15 Studenten. Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Eventmanagement: Mit Unterstützung von Prof. Dr. Boris Kühnle übernahmen die Studenten verschiedene Arbeitsbereiche, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Die Registrierung vor Ort dauert nicht lange und erfolgt in drei Schritten: Zuerst wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich der Wangenschleimhaut vorgenommen. Danach muss eine Einverständniserklärung ausgefüllt werden, damit die DKMS die Registrierung auch vornehmen darf. Bei der letzten Station werden die Angaben kontrolliert - und schon ist man als potenzieller Knochenmarkspender registriert. Grundsätzlich kann sich jeder zwischen 17 und 55 Jahren als Stammzellspender registrieren lassen.

Jeder fünfte Patient sucht vergeblich nach einem Spender

Laut DKMS kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der ersten zehn Jahre zu einer Stammzellspende. Für junge Spender beträgt die Wahrscheinlichkeit etwa ein Prozent innerhalb des ersten Jahres nach der Typisierung. Sollte man tatsächlich als Spender infrage kommen, erfolgt die Spende in 80 Prozent der Fälle über eine Stammzellenentnahme aus dem Blut. Eine Operation ist nicht nötig. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer Knochenmarkspende aus dem Beckenkamm, nie aus dem Rückenmark.

Alisa Augustin

VERÖFFENTLICHT AM

16. November 2015

KONTAKT

Prof. Dr. Boris Kühnle

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2246

E-Mail: kuehnle@hdm-stuttgart.de

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