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Hochschule der Medien

Visualisierung

Verbesserung von 3D-Programmen

Die Forschungsgruppe "Information Experience and Design Research Group" der Hochschule der Medien (HdM) arbeitet an einem Projekt zur Verbesserung der Nutzung von 3D-Software. Damit sollen Entwickler 3D-Software für kleine und mittlere Unternehmen so anpassen können, dass sie intuitiv und mit Freude genutzt wird. An dem Projekt "3D GUIde" sind neben der HdM das Virtual Dimension Center in Fellbach, die Universität Würzburg und vier Unternehmen aus Stuttgart, Hamburg und München beteiligt. Der Startschuss fiel im Oktober 2015.

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Von 2D zu 3D: Der Weg zu einem intuitiven Interaktionsdesign (Bildquelle: (c) panthermedia.net / sgursozlu)
Das Projekt ist Teil der Förderinitiative „Einfach intuitiv - Usability für den Mittelstand" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und läuft bis Oktober 2018.

Neue Benutzergruppen

Nicht erst durch die Möglichkeiten des 3D-Drucks hält dreidimensionale Software Einzug in immer mehr Bereiche. 3D-Programme werden schon länger zur Konstruktion und Planung von Produkten und Gebäuden verwendet und auch zur Gestaltung von Computerspielen oder Animationsfilmen wie "Avatar". Sogar bei medizinischen oder physikalischen Simulationen wird 3D-Software mittlerweile eingesetzt. Zu den Profis und den typischen Kernanwendern, wie Ingenieuren, Architekten oder Designern, kommen neue Benutzergruppen hinzu. Für alle ist die Anwendung von 3D-Programmen nur eine von vielen Aufgaben. So führt etwa ein Handwerker den Innenausbau vorweg in 3D durch, oder der Verkäufer plant die Küche damit. Deshalb ist eine gute Bedienbarkeit das A und O, denn es muss möglich sein, mit relativ geringem Aufwand und mit möglichst wenig Einarbeitung gute Ergebnisse zu erreichen. "Genau das ist Ziel des Projekts '3D GUIde'", erklärt Projektleiter Prof. Ralph Tille. "Die Lücke zum einfachen Mitarbeiter hin soll geschlossen und die Nutzungsqualität verbessert werden", so Tille weiter.

Die Perspektive aus der Praxis steuern die Unternehmen ISG Steuerungstechnik aus Stuttgart, eparo aus Hamburg, IPO.Plan aus Leonberg sowie Re'flekt aus München bei.

Pattern-Bibliothek für Interaktionen von 3D-Software

Die HdM-Forscher sind momentan in der Analyse- und Erhebungsphase, in der unter anderem eine Nutzungskontextanalyse angefertigt werden soll. Dafür gehen sie in die Unternehmen und schauen sich an, wo Probleme liegen und ob es schon sogenannte Nutzungspatterns gibt, die man übertragen könnte. "Damit sind Muster gemeint, die positiv angewendet werden und gut erlernbar sind. 'Drag and Drop' wäre ein bekanntes Interaktionsmuster," erklärt Tille. Dieses könne man nicht nur auf dem Desktop anwenden, sondern auch in diversen anderen Programmen. Im dreidimensionalen Anwendungsbereich wäre die Fragestellung, wie man die Größe eines Objektes im Raum möglichst leicht und präzise verändern kann, ein geeignetes Beispiel. "Man kann dies tun, indem man mit der Maus scrollt, man kann es aber auch numerisch per Tastatur eingeben oder eben mit bestimmten 3D-Eingabegeräten", führt der Projektleiter fort.

Ziel des Projektes, so Prof. Dr. Michael Burmester, Sprecher der Information Experience and Design Research Group der HdM, wird es sein, eine getestete Pattern-Bibliothek für wesentliche Interaktionen von 3D-Software branchenübergreifend zu entwickeln. Dafür stehen drei Jahre zur Verfügung.

Susanne Materac

VERÖFFENTLICHT AM

20. November 2015

KONTAKT

Prof. Ralph Tille

Informationsdesign

Telefon: 0711 8923-3167

E-Mail: tille@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Michael Burmester

Informationsdesign

Telefon: 0711 8923-3101

E-Mail: burmester@hdm-stuttgart.de

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