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Hochschule der Medien

Theaterstück

Remake "Feuersee Stunde Null"

Das zweifach ausgezeichnete Theaterstück "Feuersee Stunde Null“ der Anglophone Collaborative Theatre Stuttgart (ACTS) wurde vergangene Woche ein zweites Mal aufgeführt. Nach dem großen Premieren-Erfolg der HdM-Produktion im letzten Jahr meldeten sich Zeitzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg mit neuen Erlebnissen, die in das Drehbuch eingearbeitet wurden.

Zur Detailansicht Hilda findet bei Andrè Freud ihr Liebesglück. Foto: ACTS

Hilda findet bei Andrè Freud ihr Liebesglück. Foto: ACTS

Zur Detailansicht Hilda und Hannah Koch kämpfen und überleben die Kriegszeit. Foto: ACTS

Hilda und Hannah Koch kämpfen und überleben die Kriegszeit. Foto: ACTS

Stuttgart, 1942: Die Britin Hilda Frank muss im Hotel Marquardt als Dolmetscherin arbeiten. Dort erlebt sie als Zwangsarbeiterin nicht nur die Launen der nationalsozialistischen Hotelleitung, sondern auch den Druck der Gestapo auf die Zivilbevölkerung. Zwischen Bombenangriffen der Alliierten und nationalsozialistischen Anfeindungen findet sie jedoch auch ihre große Liebe André Freud.

Studenten machten Licht und Technik

Das Theaterstück wurde professionell und mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Das Bühnenbild war zwar schlicht gehalten, wurde aber klug eingesetzt, sodass man sich in Hilda Franks Kriegszeit am Feuersee gut hineinversetzen konnte. Erfahrene Schauspieler wie Bianca Spiegel (Hilda Frank), die bereits in Stücken wie "My Fair Lady" sowie "Evita" spielte, gaben den Figuren auch dieses Jahr wieder Leben. Sarina Wiedemann, eine Studentin der Hochschule der Medien (HdM), konnte als eine Hotelmitarbeiterin auf der Bühne ebenfalls ihr Können zeigen. Das Besondere an dem Stück sind darüber hinaus die Videoeinspielungen, mit denen auch historisches Filmmaterial in die Inszenierung eingebaut wurde. Für Licht und Technik waren Studenten und Alumni der HdM verantwortlich, die so ihr erlerntes Wissen praxisnah umsetzten. "Ich hab zum ersten Mal in dem Stück ‚Ten Days in November' das Licht gemacht und seitdem mach‘ ich das jedes Jahr wieder, weil es mir Spaß macht", sagt Kai Götz, ehemaliger Student des Masterstudiengangs Audiovisuelle Medien.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Das Drehbuch entspringt den Memoiren von Hilda Freyd sowie Augenzeugenberichten und historischen Recherchen. Dem Leiter des ACTS, HdM-Professoer Stuart Marlow, wurde das Tagebuch von einem Stuttgarter Pfarrer zugetragen. "Ich fand Hildas Geschichte so skurril, dass ich sie einfach inszenieren musste", sagt Marlow. Dieses Jahr fanden neue Erkenntnisse von Zeitzeugen Einzug in das Drehbuch. So wurden zahlreiche weitere Geschehnisse wie Vergewaltigungen und die Erschießung eines amerikanischen Soldaten eingebaut, die der Geschichte noch mehr Authentizität verleihen.

ACTS ist ein Multi-Plattform-Projekt der Hochschule der Medien (HdM) unter der Leitung von Professor Stuart Marlow. Es soll mit der Darstellung aktueller und historischer Themen auf verschiedenen medialen Plattformen einen Beitrag zur Kulturlandschaft Stuttgarts beitragen. Seit 2002 erhielt die Theatergruppe ACTS sieben Preise und mehrere Nominierungen.

Das Theaterstück fand im Rahmen der "American Days" des DAZ statt. Vom 28. April bis zum 4. Mai ist eine Audiovisuelle Installation an der HdM zu sehen (Raum P 01, Mo - Fr, 17.00 - 21.30 Uhr,  Eintritt frei).

Marleen Kledig

VERÖFFENTLICHT AM

27. April 2016

KONTAKT

Stuart Marlow

Audiovisuelle Medien

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