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Barrierefreie Kommunikation 03. Mai 2016

HdM-Studenten entwickeln Handbuch

Menschen mit einer motorischen Behinderung, einer kognitiven Einschränkung oder einer Seh-, Sprech- oder Hörbehinderung haben ein Recht auf eine barrierefreie Umwelt. So steht es in der UN-Behindertenrechtskonvention zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Trotzdem können sie viele Veranstaltungen nicht besuchen. Barrierefreiheit im Bereich Information und Kommunikation ist oft nicht vorhanden.

Der Projektpartner
Der Projektpartner

Das wollen Studenten der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) in einem Projekt mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg ändern. Mareen Gutscher, Jonas Häfele, Lena Krächan und Damaris Rothfuß, eingeschrieben im Masterstudiengang Computer Science and Media, entwickeln einen Leitfaden, der Richtlinien und Anregungen für eine barrierefreie Kommunikation enthalten soll. Um die gesamte Bandbreite an Barrieren kennenzulernen, spielen die Erfahrungen von Gehörlosen, Sehgeschädigten und Blinden sowie Menschen mit kognitiven und körperlichen Einschränkungen eine große Rolle. Ein neuer Blog - www.gpii.eu/punktimquadrat - soll aus Sicht der Betroffenen über Barrieren in der Information und Kommunikation bei Veranstaltungen aufklären, sie bewerten und einen Erfahrungsaustausch ermöglichen. Das Projekt wird von der GlücksSpirale gefördert.

Kommunikationsbarrieren abbauen

"Das Projekt stellt für uns eine einmalige Gelegenheit dar, mit unterschiedlichen Menschen in Interaktion zu treten und ihre Wünsche, Ziele und Herausforderungen kennenzulernen", erklärt Mareen Gutscher. "Unser gemeinsames Ziel ist es, technische Möglichkeiten zu nutzen und damit hilfreiche Lösungen zu entwickeln, um Veranstaltungen für alle Teilnehmer in gleicher Weise erlebbar zu machen", so Gutscher. "Für uns als Wohlfahrtsverband ist es wichtig, dass alle Menschen die Chance auf Integration und Teilhabe haben, unabhängig von Einschränkungen oder Behinderungen", sagt Dr. Herrmann Frank, Stabsstelle Grundsatzfragen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg. Der Leitfaden könne einen wichtigen Beitrag leisten, um Kommunikationsbarrieren abzubauen und um barrierefreie Kommunikation umzusetzen. Er soll auch in leichte Sprache übertragen und auf der Mitgliederversammlung des Paritätischen Wohlfahrtverbandes im Oktober vorgestellt werden. Der Leitfaden wird dann über Verband erhältlich sein.

Menschen im Mittelpunkt

"Als Spezialisten für moderne Medien möchten wir gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband ausloten, wie moderne Technologien dafür eingesetzt werden können, dass wir besser miteinander kommunizieren", sagt Projektbetreuer Prof. Dr. Gottfried Zimmermann von der HdM. Das sei gerade dann spannend, wenn es um Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Einschränkungen geht und dabei verschiedene etablierte Kommunikationsformen auftreten. "Elektronische Medien können einen wichtigen Beitrag leisten, wenn sie richtig eingesetzt werden", so Zimmermann. Dabei solle der Mensch im Mittelpunkt stehen und die Technologien seinen individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Zimmermann ist Professor für Mobile User Interaction und Sprecher des Forschungsleuchtturms Responsive Media Experience (REMEX) an der HdM.

Kontakt

Name:
Prof. Dr. Gottfried Zimmermann  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Professor
Studiengang:
Mobile Medien (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Druck und Medien
Raum:
Büro (Eingang 3B), Nobelstraße 5 (Nobelstraße 5)
Telefon:
0711 8923-2751
E-Mail:
gzimmermann@hdm-stuttgart.de

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