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Hochschule der Medien

ESC 2016

Ein Mangamädchen für Deutschland

Für den deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contests (ESC) entwickelten HdM-Studenten in diesem Jahr verschiedene Bühnenshowkonzepte. Am 14. Mai 2016 ist es endlich soweit und die Gewinnerin des Vorentscheids, Jamie-Lee Kriewitz, wird beim Finale in Stockholm gegen eine internationale Konkurrenz antreten.

Die deutsche Teilnehmerin Jamie-Lee Kriewitz fällt wegen ihres Outfits auf. Quelle: Thomas Hanses (EBU)

Die deutsche Teilnehmerin Jamie-Lee Kriewitz fällt wegen ihres Outfits auf. Quelle: Thomas Hanses (EBU)

Freddie aus Ungarn könnte mit sexy Stimme und Blick die Anruferinnen von sich überzeugen. Quelle: Thomas Hanses

Freddie aus Ungarn könnte mit sexy Stimme und Blick die Anruferinnen von sich überzeugen. Quelle: Thomas Hanses

Samra Rahimli aus Aserbaidschan punktet mit Optik und einem Ohrwurm. Quelle: Andres Putting, Thomas Hanses (EBU)

Samra Rahimli aus Aserbaidschan punktet mit Optik und einem Ohrwurm. Quelle: Andres Putting, Thomas Hanses (EBU)

Bereits am 10. und 12. Mai 2016 kämpften je 18 Teilnehmer aus 36 Ländern um einen der begehrten Plätze im Finale des Eurovision Song Contests (ESC) am 14.Mai. 20 von ihnen gelang der Sprung in die letzte Runde. Darunter auch die beiden als Favoriten gehandelten Sänger Douwe Bob aus den Niederlanden und Sergey Lazarev aus Russland.

Für die Teilnehmer des Gastgeberlandes und der größten Geldgeber (Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien) sind seit 1996 automatisch Plätze im Finale reserviert. Die sogenannten "Big Five" sind zugleich die einwohnerstärksten Nationen Europas. Somit stehen am 14. Mai 2016 Musiker aus 26 Ländern auf der Bühne in Stockholm.

Der Schwede Måns Zelmerlöw gewann 2015 den ESC in Wien und holt somit die Veranstaltung in seine Heimat. Dank ihm ist auch der aktuelle Kandidat für Schweden, Frans, automatisch für das Finale gesetzt. Frans gehört mit seinen 17 Jahren, neben der deutschen Kandidaten Jamie-Lee Kriewitz, zu den jüngsten Teilnehmern des Wettbewerbs. Sein Song "If I were Sorry" kam in den schwedischen Charts bis auf Platz Eins. Ob es für das Siegerpodest reichen wird, ist aber bei der starken, internationalen Konkurrenz fraglich.

Jamie-Lee sticht nicht nur optisch hervor

Jamie-Lee Kriewitz ist die Gewinnerin des deutschen Vorentscheids, bei dem ihr mit rund 45 Prozent der Zuschauer-Stimmen der Einzug in den internationalen Wettbewerb gelang. Die 18-Jährige hatte zuvor bereits die fünfte Staffel der Castingshow "The Voice of Germany" gewonnen. Somit stehen ihre Chancen recht gut, dass viele Zuschauer auch ein weiteres Mal für sie zum Telefonhörer greifen werden.

Im Gegensatz zu ihrer europäischen Konkurrenz sticht Kriewitz allein schon optisch wegen ihres bunten Manga-Styles hervor. Doch auch ihre Stimme kann sich hören lassen. Ihre Powerballade "Ghost" entwickelte sich nach der Veröffentlichung Ende 2015 zum Download-Erfolg und kletterte in den deutschen Musikcharts bis auf Platz 11.

Der Konkurrenten-Check

Einen powervollen Song liefert in diesem Jahr auch Samra Rahimli aus Aserbaidschan ab. Ihr Lied "Miracle" schmeichelt nicht nur ihrer süßen, aber kraftvollen Stimme, sondern geht ebenfalls sofort ins Ohr und ist damit ein unmittelbarer Konkurrenz-Song zu Jamie-Lees "Ghost". Wie auch die Deutsche nahm Rahimli in ihrem Heimatland Aserbaidschan an dem Castingformat "The Voice" teil und schaffte es bis ins Finale. Dort musste sie sich jedoch ihrer Konkurrentin geschlagen geben.

Ihr Wille, den anstehenden Wettbewerb zu gewinnen, ist stark: Auf der Webseite des ESC gibt sie an, dass es ihr größter Traum war, für ihr Land beim ESC anzutreten. Bereits mit 16 Jahren trat sie beim Vorentscheid an, gewann ihn damals jedoch nicht. Vor ihr muss sich die deutsche Kandidatin auf jeden Fall in Acht nehmen.

Mädchenherzen schlagen höher

Zur männlichen Konkurrenz zählen die drei Solosänger Douwe Bob aus den Niederlanden, Sergey Lazarev aus Russland und Freddie aus Ungarn. Herzschmerz, Charme und ganz viel Sexappeal könnten dafür Sorgen, dass sich vor allem die Zuschauerinnen gegen das niedliche Mangamädchen entscheiden und am 14. Mai 2016 für die drei Männer anrufen.

Es ist kein Geheimnis, dass am Ende auch der Zusammenhalt der osteuropäischen Staaten beziehungsweise der skandinavischen Länder, wie so oft in den letzten 15 Jahren, die Punktevergabe maßgeblich beeinflussen könnte. Dieses Mal könnte es aber bis zum Ende spannend bleiben, denn die Punktevergabe hat sich geändert.

Neues Abstimmungsverfahren

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat sich entschieden, das Abstimmungsverfahren neu aufzustellen. Bisher wurden die Zuschauer- und Jury-Stimmen zusammen verkündet und mit je 50 Prozent gewichtet. Ab sofort wird zunächst die Jurywertung aus den abstimmenden Ländern bekannt gegeben. Im Anschluss werden die Zuschauerstimmen aller Länder zusammengezählt und auf die einzelnen Teilnehmerländer verteilt - beginnend mit dem Land, mit den wenigsten Punkten. Das neue Verfahren soll dafür sorgen, dass das Ergebnis bis zum Ende offen bleibt. Ob dies gelingen wird, zeigt sich am Samstag, den 14. Mai 2016, ab 21 Uhr in der ARD.

Quellen:
eurovision.de
freundin.de
offiziellecharts.de
presseportal.de/pm/102110/3206088

Ann-Katrin Wieland

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