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Hochschule der Medien

HdM-Galerie

Glaubwürdig, persönlich, unabhängig

"Wenn der evolutionäre Prozess sich von der Biologie zur Software-Technologie verschiebt, wird der Körper zu alter Hardware", sagt der kanadische Medientheoretiker Marshall McLuhan. Diesem Prozess ergibt sich der Körper offensichtlich immer deutlicher. Was Menschen mit Medien machen können, wird immer von unbewussten Abläufen im Hintergrund begleitet. Medienkunst-Ausstellungen in Karlsruhe und Stuttgart zu dem Thema haben Studenten der HdM zu eigenen Arbeiten inspiriert.

Die HdM-Galerie zeigt Arbeiten von HdM-Studenten

Die HdM-Galerie zeigt Arbeiten von HdM-Studenten

Sie entstanden im Sommersemester 2016 im Seminar „Medienkunst" bei Prof. Susanne Mayer. Zu sehen sind die Werke vom 29. Juni bis Ende Juli 2016 im Rahmen der HdM-Galerie im Foyer der HdM, Nobelstr. 10. Die Macher studieren Audiovisuelle Medien oder Elektronische Medien an der Hochschule der Medien (HdM).

Drucke und Zusammenschnitte

Sebastian Zeeden hat zu dem Zitat von McLuhan Bildmotive entwickelt, die als Großdrucke an der HdM-Galerie-Wand hängen. Moritz Glaser, Marcel Tarantino, Thilo Reisser und Sebastian Weitbrecht haben sich, inspiriert von Videofragmenten in der Ausstellung "Ponderosa" mit YouTube-Stars und deren Selbst-Darstellungen in Selfie-Videos befasst. Sie betrachten Authentizität, Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit der neuen Medienstars, die Millionen von Klicks sammeln. Patrick Rucireto bündelt diese Zusammenschnitte in einem audiovisuellen Rauschen - ganz so, wie es von der Betrachtung dieser Produktionen zurück bleibt. Rucireto hat seiner prozessorientierten Programmierung den Text einer Facebook-Konversation zugrunde gelegt und über eine Software zu Bildmustern visualisiert.

Hinter die Prozesse blicken

Mario Hegewald bezieht sich in seiner Videoarbeit auf ein weiteres Zitat von McLuhan: "Umwelten sind keine passiven Hüllen, sondern eher aktive Vorgänge, die unsichtbar bleiben." Dies versucht er, über die Form eines Menschen zu visualisieren, dessen Körper mit Natur gefüllt wird. "Die Arbeiten verdeutlichen, dass Studenten an der HdM nicht nur Medien studieren, bearbeiten und produzieren, um der Ökonomie Willen, sondern, dass auch Versuche unternommen werden, hinter diese Prozesse zu blicken", so Prof. Susanne Mayer. "Es war und bleibt offensichtlich die Aufgabe von autonomen Denkern, die sich außerhalb des allfälligen Systems mit dessen Abläufen und Wirkungen befassen, und bleibt den Künstlern überlassen, entsprechende Erkenntnisse in Szene zu setzen", so Mayer weiter.

Fester Bestandteil der HdM

Die HdM-Galerie wurde vor über zehn Jahren eingerichtet. Zum Auftakt im Juni 2004 waren Blütenkompositionen von Klaus P. Müller zu sehen. Seitdem gibt die Initiatorin, Prof. Susanne Mayer, Künstlern regelmäßig die Gelegenheit, ihre Werke an der Medienhochschule auszustellen. Gezeigt wurden bisher unter anderem Medienwelten in Acryl und Öl, Computeranimationen, Motive aus dem Kurzfilm "stuttgart 24h" oder Comics in der Ästhetik des sozialistischen Realismus.

VERÖFFENTLICHT AM

04. Juli 2016

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