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Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 38

"Es gibt immer was zu tun"

Lena Freund machte 2012 ihren Bachelorabschluss im Studiengang Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien (HdM). Seit April 2016 hat sie einen spannenden und abwechslungsreichen Job am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) in Remscheid.

HdM-Alumna Lena Freund, Foto: privat

HdM-Alumna Lena Freund, Foto: privat

Nach ihrer Zeit an der HdM ging es für Lena Freund zum Masterstudium nach Freiburg und Offenburg. Während des Masterstudiums machte sie ein Praktikum am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) in Remscheid, ihrem heutigen Arbeitgeber. Dort teilt sie sich jetzt, fernab vom Trubel der Stadt in unmittelbarer Waldnähe, ihr Büro mit einer Kollegin und dem gemeinschaftlichen Farbdrucker - was häufig für einen erhöhten Geräuschpegel und viel Besuch von weiteren Kollegen sorgt.

Alumnisprechstunde mit ...
Name: Lena Freund
Alter: 29
Studiengang an der HdM: Audiovisuelle Medien (Bachelor)
Jahr des Studienabschlusses: 2012
Thema der Abschlussarbeit: "Human Oddities" - Behinderung in Film und Gesellschaft am Beispiel von FREAKS (USA, 1932)

Stationen nach der HdM:
- 2013 bis 2016 Masterstudium Medien in der Bildung, Freiburg und Offenburg
- Nebenjob als HiWi am Institut für Psychologie der PH Freiburg 
- drei Monate Praktikum am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), Remscheid
- seit April 2016 Projektmitarbeiterin am KJF

Berufsbezeichnung: Projektbezogene Assistenz in einer medienpädagogischen Institution

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Lena Freund: Wenn die Abgabe meiner Bachelorarbeit meinen Abschluss darstellt, dann habe ich an diesem Tag geschlafen. 24 Stunden zuvor hatte ich noch die letzten Zeilen in das Meisterwerk gehämmert und nachdem es endlich geschafft war, blieb von mentaler wie physischer Power nicht mehr viel übrig.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Lena Freund: Zum Lernen war ich so gut wie nie an der HdM, viel lieber bin ich dafür in die Landesbibliothek in der Innenstadt. Woran ich mich allerdings gerne zurückerinnere sind die Nächte, die ich mit Kommilitonen in den Arbeitsräumen der Interaktiven Medien verbracht habe. Kurz vor Abgabe - mit Sondergenehmigung und dem Wahnsinn nahe - bis morgens früh an den Rechnern arbeiten. Allein wegen der abwechselnden DJ- und Verpflegungs-Zuständigkeiten haben wir uns spätestens zu diesem Zeitpunkt sehr gut kennengelernt.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Lena Freund: Erstmal zum Kaffeeautomat. Ich weiß noch, dass ich im Studium mit dem Kaffeetrinken angefangen habe, nachdem ich einmal in der Physikvorlesung eingeschlafen bin. Gab es denn mittlerweile ein Automatenupgrade an der HdM?!

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Lena Freund: Austausch mit den Kollegen auf dem Flur, Emails checken - das Übliche.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Lena Freund: Prof. Uwe Schulz war unser aller Liebling - ein guter Lehrer und lieber Mensch. Ich kann mich aber auch noch gut an Prof. Michael Felten erinnern, der damals ganz frisch an die HdM kam und einfach ein super Mathe-Dozent ist, bei dem sogar diejenigen Mathe verstanden haben, die das Fach zu Schulzeiten komplett abgeschrieben hatten.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten im Gedächtnis geblieben und warum?
Lena Freund: Am stärksten aus dem Formatrahmen "Vorlesung" fiel vielleicht der Inszenierungs-Kurs. Das improvisierte Spielen war für jemanden wie mich, der vorher nie geschauspielert hatte, eine echte Herausforderung und in manchen Sitzungen auch wahnsinnig frustrierend. Wenn man sich allerdings überwinden konnte und eine Übung richtig gut lief, dann war das ein schönes Gefühl.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Lena Freund: Mehr ausprobieren! Ich war damals häufig gehemmt, Dinge zu tun, die ich noch nicht konnte, da ich so von meinen wahnsinnig talentierten und zum Teil bereits spezialisierten Kommilitonen beeindruckt war. Einfach mal machen und sich etwas zutrauen wäre hier mein Tipp. Außerdem ist es völlig in Ordnung als der viel beschworene "Mediengeneralist" aus dem Studium Audiovisuelle Medien herauszugehen. Mir persönlich kommt die breitgefächerte Ausbildung heute tatsächlich zugute, was ich zum Zeitpunkt meines Abschlusses so noch nicht sehen konnte und eher dachte, meine fehlende Spezialisierung sei ein Manko.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Lena Freund: Gerade liegt das 29. Bundes.Festival.Film. hinter uns, das wir monatelang vorbereitet hatten. Das Filmfestival ist das Finale der bundesweiten Wettbewerbe Deutscher Jugendvideopreis und Video der Generationen [ab 2017: Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis]. Auch Studenten der HdM reichen immer wieder Filme bei den Wettbewerben ein - so schließt sich der Kreis. Aktuell widme ich mich der Nachbereitung des Festivals und dann geht es auch schon wieder mit den Vorbereitungen für 2017 los. Dazwischen liegen die Organisation des Deutschen Jugendfotopreises und weitere Projekte.

 

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

13. Juli 2016

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