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App "Flurfunk" 21. Juli 2016

"Scheitern gehört auch dazu"

Florian Fink und Tobias Haas sind Alumni der Hochschule der Medien (HdM). Gemeinsam mit ihrem Freund Hannes Rang gründeten sie das Start-up "Flurfunk". Mit der von ihnen entwickelten App möchten die drei Jungunternehmer die Menschen wieder vermehrt zurück in die analoge Welt holen.

Zur Detailansicht "Flurfunk" ist ein ortsbasiertes Netzwerk. Der Nutzer erhält standortbezogen relevante Nachrichten und Informationen zu Veranstaltungen.
"Flurfunk" ist ein ortsbasiertes Netzwerk. Der Nutzer erhält standortbezogen relevante Nachrichten und Informationen zu Veranstaltungen.
Zur Detailansicht Die HdM-Absolventen Tobias Haas und Florian Fink mit dem dritten Gründer Hannes Rang (v.l.n.r.). (Foto: Flurfunk)
Die HdM-Absolventen Tobias Haas und Florian Fink mit dem dritten Gründer Hannes Rang (v.l.n.r.). (Foto: Flurfunk)

"Ortsbasierte Dienste sind ein großes Zukunftsthema", sind die Gründer überzeugt. Dies war die Grundidee für die Entwicklung von "Flurfunk". Während andere Netzwerke meist kontakt- oder themenbasiert funktionieren, erhält der Nutzer bei dieser App Nachrichten und Informationen, die für den jeweiligen Standort relevant sind. Aus einer anfänglichen technischen Spielerei wurde ein so zeitintensives Hobby, dass sie irgendwann an den Punkt kamen: Vollzeit an "Flurfunk" arbeiten oder es ganz aufgeben - schließlich investierten sie neben ihren regulären Berufen beziehungsweise dem Studium beinahe jede Minute in das Projekt, das nebenher nicht mehr zu stemmen war.

Accelerator-Programm der Stadt Stuttgart

Da kam ihnen das erste Accelerator-Programm für junge Start-ups in Stuttgart gelegen: Dabei handelt es sich um ein sechsmonatiges Programm, welches Jungunternehmen durch Mentoren, Methoden und ein Netzwerk an Kontakten dabei unterstützt, ihre Ideen auszuarbeiten, zu verbessern sowie ihr Wachstum zu beschleunigen. Nach erfolgreicher Aufnahme in das Programm konnten die drei mit "Flurfunk" in den Accelerate Spaces in der Stuttgarter Innenstadt, die ihnen als Büroräume zur Verfügung stehen, endlich richtig durchstarten: Im April 2016 erfolgte der offizielle Start der App, welche prinzipiell weltweit funktioniert. Der Fokus liegt momentan jedoch auf Stuttgart. "Hier haben wir die meisten aktiven Nutzer und auch die Inhalte aus der regionalen Presse gibt es bisher nur hier." So konnten sie zum Beispiel die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten, die ihre Inhalte auf "Flurfunk" veröffentlichen, als Partner gewinnen.

Die Gesichter von "Flurfunk"

Tobias Haas studierte bis 2012 Print-Media-Management an der HdM. Nach seinem Studium arbeitete er unter anderem als UI/UX-Designer und Requirements Engineer. Im klassischen Projektgeschäft war der 29-Jährige von der Konzeption bis zur Gestaltung und Entwicklung einer App für Großkunden zuständig. Während seines Studiums lernte er den zweiten Mann hinter "Flurfunk", Florian Fink (27), kennen, der nach seinem Bachelorabschluss noch einen Master in "Print & Publishing" absolvierte. Parallel zu seinem Studium war er bereits als Webentwickler tätig. Den beiden HdM-Absolventen kamen für ihr Start-up insbesondere die allgemeinen BWL-Kenntnisse sowie Seminare zu Unternehmensgründung zugute. Der erfahrene Softwareentwickler Hannes Rang, 32, komplementierte schließlich das Team.

Positiv bleiben

Für die drei Jungunternehmer war die Gründung des Start-ups die richtige Entscheidung. "Es macht Spaß, an seinen eigenen Produkten und Ideen zu arbeiten", meint Haas. Doch bis zum offiziellen Start mussten sie auch manch eine Hürde überwinden. Es gebe viel Gegenwind. Davon solle man sich jedoch nicht aufhalten lassen. "Scheitern ist nichts schlimmes, es gehört dazu. Ohne Risiko gibt es auch keine Chance." Anderen, potenziellen Gründern können sie nur einen nützlichen Rat mit auf den Weg geben: "Positiv bleiben und an sich und seine Ideen glauben."

Isabell Meurers

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