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Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 39

"Es war eine schöne Zeit"

Alexandra Gaida-Steingaß machte 2005 ihr Diplom im Studiengang Mediapublishing & Verlagsherstellung an der Hochschule der Medien (HdM). Heute führt sie ihren eigenen Verlag und arbeitet als selbständige Autorin.

HdM-Alumna Alexandra Gaida-Steingaß, Foto: privat

HdM-Alumna Alexandra Gaida-Steingaß, Foto: privat

Nach mehreren Jahren Berufserfahrung als Projektmanagerin in Marketingabteilungen mittelständischer Unternehmen, entschied sich Alexandra Gaida-Steingaß im Jahr 2008 für die Selbstständigkeit im Marketing- und PR-Dienstleistungssektor. Seit 2014 ist sie in diesem Bereich als Freelancerin hauptberuflich mit ihrer Agentur Accepta Kommunikation tätig. Im gleichen Jahr gründete sie ihren eigenen Buchverlag. Heute ist Alexandra Gaida-Steingaß primär als Verlegerin und Autorin selbständig und arbeitet größtenteils von zu Hause aus.

Alumnisprechstunde mit ...
Name: Alexandra Gaida-Steingaß
Alter: 37
Studiengang an der HdM: Mediapublishing & Verlagsherstellung
Jahr des Studienabschlusses: 2005
Thema der Abschlussarbeit: "Das Gründungskonzept eines Fachbuchverlags - Planung, Voraussetzung und Projektierung"

Stationen nach der HdM:
- Marketing- & PR-Projektmanagerin bei einem großen Mittelständler in Stuttgart
- Marketing- & PR-Projektmanagerin bei einer Unternehmensberatungsfirma in Frankfurt/Main
- seit 2008 nebenberuflich mit einer Marketing- und PR-Dienstleistungsagentur selbstständig, seit 2014 in Vollzeit
- seit 2014 zusätzlich als Autorin mit eigenem Verlag selbstständig

Berufsbezeichnung: Autorin & Verlegerin

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Studentin?
Alexandra Gaida-Steingaß: Irgendwie unspektakulär. Es war der 31. August, ich war an die Hochschule gekommen, um meine Diplomarbeit abzugeben und letzte Bücher in die Bibliothek zurückzubringen. In der Hochschule war es total ruhig und mir wurde dadurch so richtig bewusst, dass gerade ein verdammt schöner Lebensabschnitt zu Ende ging. Das sage ich gar nicht mit der Nostalgie einer heute 37-Jährigen, sondern dieses Gefühl hatte ich schon damals, mit 26.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Alexandra Gaida-Steingaß: Der 1. September war mein erster Tag nach Abgabe der Diplomarbeit und gleichzeitig mein erster Arbeitstag. Meine mündliche Diplomprüfung absolvierte ich Anfang Oktober. Zu diesem Zeitpunkt stand ich schon mitten im Berufsleben. Einerseits war es eine schöne Anerkennung, noch vor dem eigentlichen Abschluss eine interessante Stelle antreten zu können. Andererseits war der Schnitt ziemlich hart. Aber das ist er wahrscheinlich immer, wenn man nach dem Studium in die Berufswelt eintaucht.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Alexandra Gaida-Steingaß: Vorlesungen im Aquarium sowie im großen Hörsaal im Erdgeschoss fand ich immer schick, weil ich diese klassischen Hochschulräume mit den aufsteigenden Sitzreihen mochte. Lernen konnte ich an der HdM außerhalb der Vorlesungen weniger, was allerdings an meiner fehlenden Disziplin lag. Ich war auch nie der Typ, der in Gruppen lernen konnte, sondern brauchte immer die Ruhe der eigenen vier Wände.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Alexandra Gaida-Steingaß: Meist mit Stau auf der A8 und viel Gerenne, da ich ein Meister darin gewesen bin, mir zu den Vorlesungen die falschen Raumnummern zu merken.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Alexandra Gaida-Steingaß: Rechner hochfahren, E-Mails checken, Mama anrufen, loslegen.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Alexandra Gaida-Steingaß: Ich mochte Professor Dr. Stephen Lowry gern. Ich habe in punkto Journalismus viel bei ihm gelernt und profitiere noch heute von seinem Input und seinen Anregungen, wenn ich Texte schreibe.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Alexandra Gaida-Steingaß: Prof. Dr. Lutz Lichtenau war klasse. Er hat es geschafft, Studenten wie mich, die von Mathe keine Ahnung hatten, zu motivieren, was in meiner bisherigen Schulkarriere kein Mathelehrer zuvor geschafft hat. Ich habe noch heute Lichtenaus Stimme im Ohr, wenn er uns wieder eine Formel oder Ableitung nahe gebracht hatte: "Sie! Wissen Sie was? Das, was Sie da gerade gelernt haben, das beherrschen außer Ihnen nur 12 % der Weltbevölkerung. Darauf können Sie stolz sein!"

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Studentin wären?
Alexandra Gaida-Steingaß: Wahrscheinlich nicht viel, denn auch wenn es manchmal stressig war, habe ich meist einen guten Mix aus Lernen, Faulenzen, Ausgehen und Arbeiten für mich gefunden. Vielleicht würde ich mir gegen Ende des Studiums ein Semester mehr Zeit lassen und nicht auf Teufel komm raus die Regelstudienzeit einhalten. Aber eigentlich gilt: Alles richtig gemacht. Es war eine schöne Zeit.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Alexandra Gaida-Steingaß: An einer Marketingkampagne für eine Unternehmensberatungsfirma und an einer neuen Buchidee zum Thema "Häusliche Pflege bei Wachkomapatienten".

 

 

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

05. August 2016

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