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Hochschule der Medien

Suchmaschinen in Deutschland

Sicher suchen und finden

"Googlen" wird nicht nur im deutschen Sprachschatz synonym für eine Internetsuche gebraucht. Doch viele Nutzer wünschen sich nach manchen Datenschutzskandalen andere Möglichkeiten zur Recherche. Mit dem Verkauf der Suchmaschine Yahoo an den Telekom-Riesen Verizon verliert eines der bekanntesten Unternehmen der Internet-Industrie nach über 20 Jahren die Unabhängigkeit. Anlass genug, Alternativen aufzuzeigen.

1. Bing

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Macht Platzhirsch Google Konkurrenz: Bing. Screenshot: Bing
Die Microsoft-Suchmaschine "Bing" wurde 2009 erstmals vorgestellt. Bing ähnelt nicht nur optisch dem Marktführer, sondern bietet auch vergleichbare Funktionen wie Google an. Die Entwickler von Bing bezeichnen ihr Produkt nicht als Internetsuche im eigentlichen Sinn: Bing liefert Ergebnisse und bietet zusätzlich auch Entscheidungshilfen an, indem Informationen, die am häufigsten benötigt werden, direkt in der Ergebnisseite aufgelistet werden. Zum Beispiel werden bei der Suche nach "Hochschule der Medien" sofort die Adresse und Telefonnummer eingeblendet. Das Problem: Wie Konkurrent Google speichert auch Bing die Suchbegriffe der Nutzer, genau wie die IP-Adresse. Und diese Daten lassen Rückschlüsse auf die Nutzer zu.

2. Duckduckgo

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Die Suchmaschine Duckduckgo sammelt keine persönlichen Informationen. Screenshot: Duckduckgo
Die Suchmaschine "Duckduckgo" verzeichnete nach Beginn der Snowden-Enthüllungen rasant steigende Zugriffe. Das hat der Suchanbieter vor allem dem höheren Datenschutz seiner Nutzer zu verdanken. Duckduckgo verschlüsselt laut eigene Angaben die Datenübertragung via SSL und verspricht, keine persönlichen Nutzerdaten zu sammeln, in der Standardeinstellung keine Cookies zu verwenden, kein Tracking zu betreiben und Suchbegriffe nicht an die Betreiber der Seiten in den Suchergebnissen weiterzugeben. Schlicht und ohne Werbung präsentiert sich Duckduckgo, dessen Logo eine Ente (englisch: „Duck") mit grüner Schleife ziert.

 

3. Ixquick

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Die Metasuchmaschine Ixquick stammt aus den Niederlanden. Screenshot: Ixquick
Die Metasuchmaschine "Ixquick" wurde 1998 von David Bodnick in den Niederlanden gegründet. Ähnlich wie "Duckduckgo" verspricht "Ixquick" keinerlei persönliche Daten seiner Nutzer zu speichern und verschlüsselt die Anfrage über SSL. Weder die IP-Adresse des Suchenden noch der genutzte Browser oder die Suchanfrage, lediglich die Anzahl der täglichen Suchanfragen, werden gespeichert. "Ixquick" durchsucht anonym mehrere Suchmaschinen und kombiniert die Ergebnisse. Über die Begriffssuche hinaus bietet die niederländische Suchmaschine eine Bilder- und Videosuche.

 

4. Qwant

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Hebt sich in der Aufmachung ab: die französische Suchmaschine Qwant. Screenshot: Qwant
"Qwant" gibt es seit 2013 in einer deutschen Version. Die französischen Macher werben mit strengen Datenschutzbestimmungen und speichern keine persönlichen Daten. Die Suchergebnisse werden in mehreren Spalten angezeigt, was die Ergebnisseite allerdings auch unübersichtlich macht. Wie bei Ixquick werden mehrere Suchmaschinen kombiniert. Übrigens ist Qwant die Standardsuchmaschine auf dem Firefox OS für Smartphones.

 

5. Wolfram Alpha

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Wolfram Alpha liefert Suchenden die passenden Fakten. Screenshot: Wolfram Alpha
Die intelligente Suchmaschine "Wolfram Alpha" unterscheidet sich deutlich von den traditionellen Suchmaschinen. Die Seite versucht anhand von Algorithmen, Fakten zu verarbeiten und dem Nutzer damit direkte Antworten auf seine Fragen oder Problemstellungen zu liefern. Das bedeutet jedoch, dass "Wolfram Alfa" nur Fragen beantworten kann, für die eine exakte Antwort und Fakten vorliegen, beispielsweise eine Adresse oder Telefonnummer. Persönliche oder subjektive Wertungen kann die semantische Suchmaschine nicht liefern.

 

6. Ask.com

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Generiert Antworten aus einem festen Frage-Antwort-Reservoir: Ask.com. Screenshot: Ask.com
Die Suchmaschine "Ask.com" wurde 1996 zunächst unter dem Namen "Ask Jeeves" veröffentlicht. "Ask.com" zeichnet sich vor durch seinen Frage-und-Antwort-Webdienst aus. Das Internetportal gehört zum US-amerikanischen Unternehmen IAC und ist eine der am häufigsten genutzten Suchmaschinen in den USA. Seit 2006 steht unter de.ask.com auch eine deutsche Version der Suche zur Verfügung. Die Trefferqualität ist durchaus mit der der anderen großen Suchmaschinen vergleichbar.

 

7. Yahoo! 

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Befindet sich auf einem absteigenden Ast: Yahoo. Screenshot: Yahoo
Die Google-Alternative "Yahoo" ist kein Newcomer unter den Suchmaschinen, sondern sogar um einige Jahre älter. Vor über 20 Jahren als Verzeichnis von Webseiten gegründet, bietet das zugehörige Internetportal mittlerweile eine lange Liste an Diensten und Produkten in mehr als 50 Sprachen. Yahoo besticht durch schnelles Suchen und eine große brauchbare Menge an relevanten Suchergebnissen - gespeist mit eingeblendeter Werbung. Das Geld wird vor allem mit Online-Werbung gemacht, weshalb Yahoo immer abhängiger von Google und Facebook wurde.

8. T-Online

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Die T-Online Suche wird bereitgestellt über Google. Screenshot: T-Online
"T-Online" war ursprünglich einmal das Internetportal der Deutschen Telekom AG. Durch die Vermarktung von Internettarifen, einer Internetzugangssoftware sowie einer großen Vielzahl anderer Dienste gehört die Webseite www.t-online.de regelmäßig zu den am meisten besuchten Webseiten im deutschsprachigen Raum. Die T-Online Suche wird bereitgestellt über Google, was bedeutet, dass die Suchergebnisse identisch mit denen des Marktführers sein müssten - sind sie aber nicht.

 

 

9. Google

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Die dominierende Suchmaschine: Google. Screenshot: Google
Deutlicher Marktführer unter den Suchmaschinen in Deutschland ist immer noch "Google". Google wurde 1998 von den Studenten Larry Page und Sergey Brin ins Leben gerufen. Aufgrund der einfachen Darstellung der Ergebnisse sowie der damals im Vergleich zu anderen Suchmaschinen bedeutend besseren Relevanzbewertung von Webseiten, ist Google mittlerweile die erfolgreichste Suchmaschine der Welt. Auch hier lässt sich die Datensammlung verhindern. Zum einen, indem man darauf achtet, nicht mit dem Google-Konto eingeloggt zu sein. Zum anderen können in den Einstellungen alle Cookies blockiert werden, auch die von Google selbst.

10. Lycos, AOL, Yandex und andere

Lycos, AOL und Yandex sind heutzutage kaum mehr bekannt. Screenshot: AOL
Die weiteren Suchmaschinen sind einem breiten Publikum kaum mehr bekannt. So gibt es seit 15 Jahren noch immer "Lycos", die deutsche Suchmaschine mit dem Hundelogo. Sie hat eine übersichtliche, klare Darstellung der Ergebnisse ohne Schnickschnack. Und es gibt noch "AOL", den Suchdienst von America Online mit Nachrichtenportal, oder "Yandex", die am meisten in Russland (60 Prozent Marktanteil) genutzt wird.

 

 

Quellen:

www.focus.de
www.horizont.net
www.praxistipps.chip.de
www.seo-united.de
www.t3n.de

Foto Startseite:
www.pixabay.com

Joelle Mittnacht

VERÖFFENTLICHT AM

16. August 2016

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