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SWR-Programmdirektion: Analog wird zu multimedial

Der Südwestrundfunk (SWR) strukturiert die Programmdirektion um: Ab Januar 2017 wird es keine zentralen Programmdirektionen mehr für Hörfunk und Fernsehen geben. Stattdessen werden vier neue thematische und medienübergreifende Programmdirektionen aufgestellt – eine interne Umstrukturierung vom Analogen zu Multimedialen.

Multimedialität ab Januar 2017 beim SWR. Quelle: SWR

Multimedialität ab Januar 2017 beim SWR. Quelle: SWR

Eine Reaktion auf die Schnelllebigkeit und den ständigen Wandel im digitalen Zeitalter zeigt der SWR mit der Neuaufstellung der internen Programmdirektion. "Nötig sind Denk- und Arbeitsweisen über Mediengrenzen hinweg", erklärt SWR Intendant Peter Boudgoust zu der im kommenden Jahr durchgeführten Umstrukturierung. Laut Boudgoust ist das Ziel, ein multimediales Medienhaus entstehen zu lassen und dessen Stellung als "führender Anbieter von Information, Unterhaltung, Bildung und Kultur für den Südwesten" zu etablieren. Das Vorhaben wurde am 09. Dezember 2016 vor dem Rundfunkrat vorgestellt und mit einer großen Mehrheit beschlossen.

Kultur und Information

Die ersten beiden multimedialen Programmdirektionen stehen unter den Themen "Kultur" und "Information". Die Kulturdirektion wird sich in drei Bereiche und drei Hörfunkprogramme gliedern. Zu den Bereichen zählen Kultur, Wissen und Junge Formate. Die Hörfunkprogramme unter der Kulturdirektion werden SWR2, SWR3 und Das Ding darstellen. Gerold Hug, der bisherige Hörfunkdirektor in Baden-Baden, wird die Leitung der Kulturdirektion übernehmen.

Die Informationsdirektion wird sich aus den Bereichen Information, Sport, Film, Unterhaltung sowie Service zusammensetzen. Leiter der Informationsdirektion wird Christoph Hauser, der ehemalige Leiter der Fernsehdirektion des SWR.

Stuttgart und Mainz: Die Landessender-Direktionen

In Stuttgart und Mainz sollen neben den themenbasierten Programmdirektionen sogenannte Landes-Content-Zentren eingerichtet werden. Diese fokussieren sich insbesondere auf Landesprogramme- und inhalte.

Letztendlich bezeichnet der SWR das gesamte Vorhaben als Neuaufstellung der öffentlich-rechtlichen Kernkompetenzen, um den Nutzern ein ubiquitäres SWR-Nachrichtenangebot zu ermöglichen und auch im Internet stärker wahrgenommen zu werden. Ab Februar 2017 wird zudem das Format SWR Aktuell eingeführt werden, welches bisher unter dem Titel SWRinfo bekannt war. Auch die Nachrichten des SWR werden unter SWR Aktuell ausgestrahlt werden. Ebenso wird die Ausgabe der Landesnachrichten an allen Samstagen verlängert werden. Neu wird auch die App zu dem Format SWR Aktuell sein, die eine Nachrichtenübersicht aus der Welt, Deutschland und den Regionen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bieten soll.

Die finanzielle Basis der Umstrukturierung stellt laut Boudgoust der "konsequente Sparkurs der vergangenen Jahre". Somit seien Investitionen in die neu aufgestellten Programmdirektionen möglich.

Quelle:
SWR

Isabelle Knapp

VERÖFFENTLICHT AM

16. Dezember 2016

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