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CES 2017

"Alexa" kümmert sich bald um den Einkauf

Intelligenz für den Haushalt und eine Unterhose die gegen Strahlung – diese Gadgets wurden bei der CES 2017 Anfang Januar in Las Vegas, USA vorgestellt und sollen in Zukunft den Alltag der Menschen erleichtern. Mehr als 150 000 Besucher wurden von den Ständen der 3000 Aussteller angezogen. Über allen Spielereien schwebte aber die Vision des selbstfahrenden Autos, die in naher Zukunft serientaugliche Realität werden soll.

Zur Detailansicht Der Stand von INTEL bei der CES, Foto: Maurizio Pesce from Milan, Italia (Intel CES 2016 booth) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Der Stand von INTEL bei der CES, Foto: Maurizio Pesce from Milan, Italia (Intel CES 2016 booth) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Viele Spielereien, doch wenige bedeutende Innovationen. So lautete das Presseecho nach der Consumer Electronics Show, kurz CES, die in Las Vegas stattfand. Neben CeBIT, Computex, IFA und dem Mobile World Congress ist die CES eine der weltweit wichtigsten Ereignisse für die IT-Branche. Nicht erst seit diesem Jahr nutzen auch Unternehmen der Automobilbranche die Messe vermehrt, um die Integration moderner IT in ihre Fahrzeuge zu präsentieren. Wir haben die wichtigsten Innovationen der CES 2017 zusammengefasst.

Selbstfahrende Autos & Assistentin "Alexa"

Das Jahr 2020 gilt als das Schlüsseljahr der Automobilindustrie. Auch bei der diesjährigen CES kündigten mehrere Hersteller ihre selbstfahrenden Autos an. Zum einen entwickeln BMW, Intel und Mobileye ein gemeinsames Testfahrzeug, das bereits im Sommer dieses Jahres in den USA und Europa erste Testfahrten absolvieren soll. Zum anderen arbeiten Nvidia und Audi eng an einem autonomen Auto. Nvidia liefert bereits seit einiger Zeit den Prozessor für das Audi Virtual Cockpit, das beispielsweise im Audi A4 oder Audi TT zu finden ist.

Zurückgemeldet hat sich auch das Technik-Startup Faraday Future, das auf der CES sein lange angekündigtes erstes Serienmodell eines E-Autos enthüllte. Der FF91 bietet einen starken 1000 PS Elektromotor und beschleunigt in gerade einmal 2,47 Sekunden auf 100 Km/h. Damit ist der FF91 einen Tick schneller als der Tesla Modell X. Mit einer Reichweite von 700 Kilometern schlägt die 130-kWh-Batterie ebenfalls die Tesla-Konkurrenz. Mit einem entsprechenden Ladesystem ist der FF91 in einer Stunde vollgetankt.

Siri und der Google Assistant bekommen Konkurrenz. Zwar führte Amazon seine Sprachsteuerung Alexa schon 2014 ein, immer mehr Hersteller nutzen und erweitern die Alexa-Software jetzt allerdings für ihre eigenen Produkte. Die Roboter-Serie von LG soll den Nutzern beispielsweise auf sehr persönliche Art die Nachrichten vorlesen oder das Wetter ansagen. Für Unternehmen sollen die LG-Roboter Fragen von Kunden beantworten und sie auf einem Flughafen beispielsweise zum richtigen Gate führen.

KIs sollen das Leben erleichtern

Mehr Fernseher und weniger störende Verkleidungselemente stellte Sony mit seinem neuen Bravia A1 vor. Neben acht Millionen selbstleuchtenden Pixeln, sehr guten Schwarzwerten und organischen Leuchtdioden ist das Display nicht nur für ein optimales Bild zuständig. Um optisch störende Lautsprecher abzuschaffen aber dennoch gut klingende Fernseher auf den Markt zu bringen, dient beim Bravia A1 der gesamte Bildschirm als Lautsprecher. Das Panel selbst ist die schwingende Membran und somit der Klangerzeuger.

Ansonsten drehte sich alles um das Thema künstliche Intelligenz und andere "smart devices", die dem Menschen das Leben erleichtern sollen. Zum Beispiel der humanoide Haushaltsroboter "Pepper". Das kleine Helferlein soll künftig den Alltag seiner Besitzer erleichtern, indem er ihnen einige Aufgaben abnimmt - wie zum Beispiel Kaffee kochen. Das intelligente Bett "Sleep Number 360" weiß, wann sein Benutzer üblicherweise ins Bett gehen und wärmt kurz vorher schon einmal den Fußbereich vor. Besonders interessant für den Bettpartner: Wer schnarcht, wird sanft wachgerüttelt. Der Sunflower-Schirm richtet sich wie eine Sonnenblume immer nach der Sonne aus. Die Faszination der Natur wird durch ein Online-Tool nachgebildet, das den Schirm immer mit den aktuellen Wetterdaten versorgt. Dazu gibt es eine Lampe, Kamera und Lautsprecher und selbst erzeugten Strom über Solarmodule. Mehr Spaß in der Küche versprechen lauter smarte Küchengeräte, wie beispielsweise der Kühlschrank mit Durchblick. Samsungs Family Hub RB7500 besitzt eine eingebaute Kamera, mit der auch außerhalb des Hauses geschaut werden kann, was fehlt. Falls gar keine Zeit zum Einkaufen besteht, bestellt der Kühlschrank natürlich auch fehlende Produkte selbst bei Amazon. Falls das nicht funktioniert, gibt es ja immer noch den Mülleimer. GeniCan scannt die Strichcodes weggeworfener Produkte und sorgt dafür, dass diese direkt wieder auf der virtuellen Einkaufsliste landen.

Quellen:
www.merkur.de/multimedia/elektronikmesse-ces-in-las-vegas-waren-highlights-2017-7200986.html www.chip.de/news/CES-2017-Highlights-Das-sind-die-Gewinner_106843041.html
www.heise.de/thema/CES
www.faz.net/aktuell/technik-motor/ces/
www.pcwelt.de/news/CES-2017-Hier-finden-Sie-alle-Messe-Highlights-10096955.html
www.focus.de/auto/automessen/die-hoehepunkte-der-ces-2017-in-las-vegas-heiss-und-kalt_id_6449531.html
www.trendsderzukunft.de/die-highlights-der-ces-2017-vom-digitalen-assistenten-bis-zur-ueberwachungsdrohne/2017/01/07/

Foto Startseite: Maurizio Pesce from Milan, Italia (Intel CES 2016 booth) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

17. Januar 2017

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