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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 46

Kulturen zusammenbringen

Wolfgang Kuhnle machte zunächst seinen Bachelor im Studiengang Werbung und Marktkommunikation an der Hochschule der Medien (HdM). Auch für den Master im Studiengang Elektronische Medien, den er 2014 beendete, blieb er der HdM treu. Heute ist er am Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) für die Öffentlichkeits- und Alumniarbeit zuständig.

HdM-Alumnus Wolfgang Kuhnle (Bild: privat)

HdM-Alumnus Wolfgang Kuhnle (Bild: privat)

Von der Hochschule an die Hochschule: Nach seinem Studienabschluss war der 32-Jährige zunächst als Online-Redakteur an der Hochschule Esslingen tätig. Seiner ehemaligen Hochschule kehrte er auch nach seinem Studium nicht ganz den Rücken: Als Lehrbeauftragter der HdM führt er Studenten in die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens ein. Seit April 2016 gehört er zum Team "Dialoge" am ifa, das sich für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen engagiert und dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Als Koordinator für Öffentlichkeits- und Alumniarbeit ist er für die Vernetzung ehemaliger Teilnehmer des CrossCulture Programms zuständig, das jungen Berufstätigen aus Deutschland und Ländern der islamistisch geprägten Welt Praktika in anderen Kulturkreisen ermöglicht.

Alumnisprechstunde mit ...

Name: Wolfgang Kuhnle
Alter: 32
Studiengang an der HdM: Werbung & Marktkommunikation (B.A.), Elektronische Medien Master (M.A.)
Jahr des Studienabschlusses: 2014
Thema der Abschlussarbeit: Competitive Belgium - Nation Branding am Fallbeispiel Belgiens

Stationen nach der HdM:
- Hochschule Esslingen (Hochschulkommunikation)
- ifa - Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart

Berufsbezeichnung: Koordinator für Öffentlichkeits- und Alumniarbeit

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?
Wolfgang Kuhnle:
An einen konkreten Tag kann ich mich nicht erinnern, da ich auch nach meinem Abschluss viel an der HdM bin. Wenn die Frage auf die Wehmut zum Studienende abzielt, so kann ich sagen: Mit der Zeugnisübergabe und der Exmatrikulation endete für mich ein unglaublich prägender Abschnitt. Vielleicht ist die Studienzeit auch gerade deswegen eine so intensive Phase: Sie hat einen Anfang und meist auch ein klares Ende.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Wolfgang Kuhnle: Stolz, Freude und Demut! Diese drei Begriffe gehören für mich zusammen. Stolz auf den erfolgreichen Studienabschluss und darauf, den langen und herausfordernden Weg dorthin gegangen zu sein. Freude über eine Zeit, die mit ihren Momenten und Menschen richtungsweisend war. Demut deswegen, weil viele Faktoren das enorme Privileg eines Studiums möglich machen. Meine Eltern, der Staat, ERASMUS, engagierte Mitarbeiter und Professoren und viele mehr.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Wolfgang Kuhnle: "Den" Lieblingsplatz hatte ich nie. Ich fühlte mich überall zu Hause. Sehr lange Abende verbrachte ich in der Schnittkabine des Tonraums oder im Mac-Raum des Studiengangs Werbung & Marktkommunikation.

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus? Bitte beschreiben Sie ihn in wenigen Worten.
Wolfgang Kuhnle: Ein klassischer Büroarbeitsplatz. Tisch, Telefon, PC. Ich teile das recht überschaubare Büro mit vier Kolleginnen. Manchmal kuschelig. Aber nie langweilig.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Wolfgang Kuhnle: Kaffee und Zigarette vor der Tür, ein Blick auf die Uhr und dann nichts wie los. Trotz des Rituals gehörte ich (meist) zu den pünktlichen Studis. 8:15 Uhr war hart aber machbar. Heute frage ich mich, wie das nach vier bis fünf Stunden Schlaf überhaupt machbar war.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Wolfgang Kuhnle:
Die Zigarette lasse ich seit drei Jahren weg - der Kaffee bleibt wie gewohnt. Meist nutze ich die ersten 30 Minuten am Morgen, um langsam einzusteigen. Dann lese ich Qantara.de, Newsletter oder Fachblogs zu den Themen PR, Presse oder Marketing. So bleibe ich up to date und schiebe beiläufig die alltägliche Arbeit noch einige Minuten vor mir her.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Wolfgang Kuhnle: Ich mochte all jene Professorinnen und Professoren am meisten, die durch ihre persönlichen und teils eigenwilligen Charaktereigenschaften zum Reflektieren, Weiterdenken oder Erschaffen angeregt haben. Namentlich Prof. Dr. Franco Rota (Provokateur), Prof. Gabriele Kille (Motivator & Unterstützer) oder Prof. Dr. Helmut Graebe (Pädagoge).

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Wolfgang Kuhnle: Eine meiner letzten Vorlesungen besuchte ich bei Prof. Dr. Oliver Zöllner: Public Diplomacy and Nation Branding. Inhalte des interessanten Kurses flossen später in meine Masterarbeit ein und sind nun Grundlage meiner täglichen Arbeit beim ifa. In Erinnerung bleiben zudem Kurse, deren Inhalte ich bis heute nicht vollständig verstanden habe. An seine gedankliche Grenzen zu kommen ist eine interessante Erfahrung.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Wolfgang Kuhnle: Zusammen mit meinen wunderbaren Kommilitonen, die heute zu meinen engsten Freunden zählen, könnte ich die zurückliegende Zeit kaum intensiver "ausgequetscht" haben als bereits getan. Daher ganz eindeutig: Ich würde alles haargenau gleich machen.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Wolfgang Kuhnle: In diesem Jahr feiert das Institut für Auslandsbeziehungen sein 100-jähriges Bestehen. Ein wunderbarer Anlass, um über ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen zu sprechen. Zusammen mit jungen Menschen aus über sieben Ländern konzipiere ich eine öffentliche Veranstaltungsreihe, die ifa-"Kulturkarawane". Diese zieht im kommenden Sommer durch ganz Deutschland.

 

Isabell Meurers

VERÖFFENTLICHT AM

31. Januar 2017

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