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Woher kommt eigentlich Fasching?

Insbesondere im Kalendermonat Februar gibt es in vielen deutschen Dörfern und Städten was zu feiern: Fasching hier, Karneval dort oder doch lieber zum Fastnachtsumzug? Eines haben diese Veranstaltungen gemeinsam: Verkleidete Menschen spaßen und scherzen gemeinsam bis in die Morgenstunden. Doch wo liegt der Ursprung der Faschingszeit?

Verkleiden steht heutzutage im Mittelpunkt der Faschingsfeiern.

Verkleiden steht heutzutage im Mittelpunkt der Faschingsfeiern.

Heidnische Götter und Mythen

Die Faschings- oder Karnevalszeit reicht bis in die vorchristliche germanische Zeit zurück. Die Völker Mitteleuropas verehrten die heidnischen Götter der Natur und deren Mythos. Durch den sich ankündigenden Frühling wurde dieser Jahreszeit eine besondere Bedeutung zugeschrieben, da sich durch die Rückkehr der Sonne das Leben wieder regenerierte. Damit dies geschehen konnte, mussten die Sturmgeister des Winters, mit ihren Nebeln, der Kälte und den Krankheiten, symbolisch vertrieben werden. Diese Tradition fand bereits seit dem 12. Jahrhundert statt und prägt folglich das Bild jener Faschings-Tage im Februar.

Die katholische Kirche versuchte hingegen immer wieder diesen heidnischen Brauch zu unterbinden, bis sie ihn letztlich als ihren Eigenen aufnahm.

Wurzeln aus dem Christentum

"Fasching": Die etymologische Herkunft des Begriffs ist im mittelhochdeutschen angesiedelt und bedeutet "Ausschenken des Fastentrunks". Auch der oftmals synonym verwendete Begriff "Fastnacht", der insbesondere in Süddeutschland verbreitet ist, beinhaltet die christliche Disziplin des Fastens. Der Bedeutungszeitraum der Fastnacht bezieht sich - im Gegensatz zu Fasching - auf eine begrenzte Zeitspanne: Die letzten sechs Tage der Fastnachtszeit, die mit dem Aschermittwoch endet und in die christliche Fastenzeit übergeht, die bis Ostern andauert.

Offensichtlich ist das Wort Fasten in den beiden Begriffen allgegenwertig, demensprechend liegen die Wurzeln von Fasching oder Fastnacht im katholischen Glauben. In der damaligen Fastnacht - die Nacht vor Aschermittwoch - wurde noch genüsslich Fleisch verzehrt, da es die letzte Nacht vor der Fastenzeit war. Dass sich die Feierlichkeit rund um das Thema Fleisch dreht, kann auch aus dem Begriff "Karneval" abgeleitet werden, da Fleisch im Lateinischen "carnis" bedeutet. Ab dem 13. Jahrhundert wurde dieser Zeitraum schließlich von einer Nacht auf eine ganze Woche vor der Fastenzeit ausgedehnt.

Letzen Endes geht es heute beim Fasching fast nur noch um Eines: Ein kreatives Kostüm tragen, feiern und viel gute Laune.

Quellen: Duden, Duden, Carnevalo, Schulferien

Bildquelle: Pixabay

Désirée Ellen Caldewey

,

Isabelle Knapp

VERÖFFENTLICHT AM

18. Februar 2017

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