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Fake-News den Kampf ansagen

Social Media Plattformen oder Netzwerke haben Schwierigkeiten, den Wahrheitsgehalt von Informationen, die als gesellschaftlich relevant gelten und von Usern eingestellt werden, zu überprüfen. Für die Überprüfung vermeintlicher Fake-News werden diese nun an Dritte weitergeleitet.

Über die sozialen Netzwerke verbreiten sich Fake-News schnell.

Über die sozialen Netzwerke verbreiten sich Fake-News schnell.

Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook hat bereits einige Maßnahmen aufgrund des vermehrten Aufkommens von Fake-News ergriffen. Eine davon ist die Zusammenarbeit mit anerkannten externen Faktenprüfern. Die von den Nutzern entsprechend gekennzeichneten Artikel sollen dabei zur Begutachtung an eine Gruppe von Unternehmen und Organisationen gesendet werden, die den sogenannten "International Fact-Checking Network (IFCN) fact-checkers' code of principles" unterzeichnet haben.

Codex für Fakten-Checker

Facebook verlangt als Mindestanforderung für ihre Fact-Checker das Unterschreiben des IFCN-Codes. Doch wer sind diese "professionellen" Fakten-Checker, die Facebook angeheuert hat? Und was besagt der von ihnen unterschriebene "code of principles"? Das IFCN ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Organisationen, welcher im September 2015 im Zuge der Entstehung vieler Fact-Checking Initiativen entstand. Geleitet wird er von dem US-amerikanischen Medieninstitut "Poynter Institute for Media Studies" in Florida. Ziel des Zusammenschlusses war es, das Fakten-Überprüfen im Internet entsprechend gewisser Richtlinien zu koordinieren und Erfolgsmethoden, auch bekannt als "best practice", zu fördern. Somit will das Netzwerk verhindern, dass sich parteiergreifende Organisationen dem Begriff "fact check" bedienen nur um ihre unter Umständen fragwürdigen Ansichten zu verbreiten oder zu versuchen, diese durchzusetzen. Das IFCN wird von Alexios Mantzarlis geleitet, der ebenfalls bei Poynter arbeitet und Mitbegründer einer italienischen "political fact-checking" Website ist.

Bekannte Namen

Die von Poynter festgelegte Richtlinie zum "Professionellen Fakten-Überprüfen" haben mehr als 40 Organisationen und Unternehmen aus den verschiedensten Ländern unterzeichnet, die sich vorher bei Poynter beworben haben und genau überprüft wurden. Darunter auch etablierte Nachrichtenvermittler wie die Associated Press oder ABC News. Allerdings haben nicht alle Unternehmen auch Teil am Facebook-Projekt. Im Vordergrund der fünf im IFCN-Codex festgelegten Prinzipien stehen Transparenz, Fairness und Unabhängigkeit beim Überprüfen der Fakten. Das IFCN ist der Meinung, dass mithilfe dieser Richtlinie gegen das Misstrauen gegenüber den Medien vorgegangen werden kann.

Finanziert wird das Fact-Checking Network von einigen namhaften Geldgebern. Darunter die Bill & Melinda Gates Foundation und Google.

 

 

Quellen: Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung, Poynter


Anna-Maria Relle

VERÖFFENTLICHT AM

31. Januar 2017

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