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Hochschule der Medien

Lerntipps

Quidquid agis respice finem

Das neue Semester hat begonnen: Bei vielen Studenten ist statt Vorlesungsstoff Party feiern und Netflixen angesagt. Doch wer am Anfang des Semesters zu viel aufschiebt, kann irgendwann richtig unter Druck kommen. Wir haben ein paar Tipps, wie man von Anfang an besser am Ball bleibt.

Andrea Hempel (li.) und Verena Kersken, Foto: Marleen Kledig

Andrea Hempel (li.) und Verena Kersken, Foto: Marleen Kledig

"Meist kommen die Studenten im letzten Drittel des Semesters nicht mehr richtig mit. Entweder, weil es zu komplex wird, sie am Anfang zu oft gefehlt oder über einen langen Zeitraum nichts gemacht haben", sagt Andrea Hempel vom Didaktikzentrum der Hochschule der Medien (HdM). Zu ihnen kommen die HdM-Studenten häufig, wenn es schon eng wird. "Die Studenten machen sich meist zu spät einen Überblick darüber, was nötig ist", meint Verena Kersken, Hempels Kollegin im Didaktikzentrum. Doch woran liegt das? "Sich selbst zu organisieren, ist keine leichte Aufgabe und muss manchmal erst gelernt werden ", so Kersken. Anderen fehlt die Motivation, oder sie lassen sich einfach zu sehr ablenken. Der kluge Student sollte jedoch die Folgen jeglichen Handelns berücksichtigen. Denn wer am Anfang des Semesters zu viel schleifen lässt, läuft Gefahr, irgendwann den Anschluss zu verpassen oder unter Zeitdruck zu geraten.

"Kein Netflix, Facebook oder WhatsApp"

Um das zu verhindern, gibt es ein paar einfache Empfehlungen, die leicht umzusetzen sind: Ein strukturierter Lernplan hilft von Beginn an, einen Überblick zu schaffen und Schwachstellen aufzudecken. Bei der Umsetzung ist es wichtig, dass "man in der Zeit, in der man sich vorgenommen hat zu lernen, auch nichts anderes machen darf. Kein Netflix, Facebook oder WhatsApp", erklären Hempel und Kersken. So hat man am Ende vielleicht nur zehn Minuten gelernt, aber dafür beispielsweise wenigstens noch die Wohnung geputzt. Wer Probleme hat, sich zum Lernen zu motivieren, dem kann es helfen, sich an einen Ort zu begeben, an dem man schon mal erfolgreich gelernt hat, um so das positive Umfeld wieder zu schaffen. Dazu gehören die Gestaltung des Arbeitsplatzes, das Lernen an der Hochschule oder zuhause sowie mit und ohne Internetverbindung. Darüber hinaus kann es helfen, dort zu lernen, wo andere Studenten ebenfalls arbeiten. Das motiviert nicht nur, sondern unterstützt auch den Monitoring-Effekt. "Da denkt man sich dann, ich muss lernen, weil mir ja jeder zuschaut", findet Kersken.

Smarte Ziele setzen

Bei der Selbstorganisation helfen darüber hinaus To-Do-Listen. Sie zeigen auf, was man zu tun hat, welchen Umfang einzelne Aufgaben haben und wie viel man schon erledigt hat. "Ein Tipp, der mir selbst geholfen hat: die Liste am Abend vorher machen. So sind die Aufgaben direkt klar und man verwendet nicht alle Anfangsenergie darauf, eine Liste zu erstellen", erklärt Verena Kersken. Wichtig ist auch, sich realistische Ziele zu setzen, die klar ausformuliert werden. "Also nicht einfach 'Bachelorarbeit schreiben‘ als Ziel festlegen, sondern dies auf einzelne Aufgaben wie 'Überschriften kontrollieren‘ herunterbrechen", so Kersken. Bei der ganzen Paukerei sollten aber auch Pausen eingeplant und Belohnungen verteilt werden. Wer viel lernt, darf auch feiern gehen und Netflix schauen. "Wichtig ist darüber hinaus, herauszufinden und zu erkennen, wie ich selbst am besten lerne", sagt Andrea Hempel. Wer unter Druck gut arbeitet, braucht eben seinen Zeitstress und sollte sich dann auch nicht von anderen beirren lassen.

Allen, die trotz der Tipps Hilfe bei der Selbstorganisation oder bei der nächsten Hausarbeit brauchen, helfen die Mitarbeiter des Didaktikzentrums der HdM gerne weiter - oder vielleicht auch der lateinische Spruch aus dem Titel: "Was immer du tust, bedenke die Folgen".

Marleen Kledig

VERÖFFENTLICHT AM

21. März 2017

KONTAKT

M. A./MHEd Andrea Bläsing

Center for Learning & Development

Telefon: 0711 8923-2083

E-Mail: blaesing@hdm-stuttgart.de

Dr. Verena Kersken

Center for Learning & Development

Telefon: 0711 8923-2737

E-Mail: kersken@hdm-stuttgart.de

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