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Filmkritik 28. März 2017

Die Schöne und das Biest

Nach 26 Jahren gibt es das französische Märchen von "Die Schöne und das Biest" wieder in den Kinos zu sehen. Das moderne Realfilm-Remake schaffte es bereits am Wochenende nach dem Start an die Spitze der deutschen und amerikanischen Kinocharts. Die Neuverfilmung des Disney-Klassikers von 1991 verzaubert die Zuschauer durch herausragende Animationskunst und eine volle Ladung Romantik.

Filmplakat von "Die Schöne und das Biest". Foto: Walt Disney Pictures
Filmplakat von "Die Schöne und das Biest". Foto: Walt Disney Pictures

Die Geschichte von "Die Schöne und das Biest" beruht auf einem französischen Märchen aus dem 18. Jahrhundert. Die hübsche Belle, gespielt von Harry Potter-Star Emma Watson, liest gerne Bücher und wird dafür in ihrem Heimatdorf verspottet und sogar beschimpft. Mit ihrer Leidenschaft für Bücher und Bildung entspricht sie nicht dem Bild der typischen Frau des 18. Jahrhunderts. Alle Annäherungsversuche des dummdreisten Schönlings Gaston, verkörpert durch Luke Evans, weist sie empört zurück - eine Hochzeit kommt für sie nicht in Frage. Als ihr Vater (Kevin Kline) auf dem Weg zum Markt verschwindet, landet sie auf der Suche nach ihm in einem Schloss und wird die Gefangene eines furchterregenden Monsters, dem "Biest" (Dan Stevens).

Schnell merkt Belle, dass das Schloss verwunschen ist: Sprechende Kerzenleuchter, Teekannen, Uhren und andere Einrichtungsgegenstände sind die Diener des Hauses und setzen bald alle Hoffnung und Bemühungen darauf, dass Belle sich in den hässlichen Schlossherren verliebt, bevor das letzte Blütenblatt einer verwunschenen Rose fällt. Denn nur dann werden sie von dem Fluch einer bösen Hexe erlöst und bekommen ihre alte, menschliche Gestalt zurück. Nach und nach gewinnt das Biest Belles Sympathie und letztendlich auch ihre Liebe.

Eine Prinzessin wie aus dem Märchen

"Twilight"-Regisseur Bill Condon hat den Disney-Zeichentrickfilm von 1991 behutsam und fantasievoll modernisiert. Emma Watson als Belle ist eine Prinzessin wie aus dem Bilderbuch. Hübsch, zielstrebig und adrett, aber obendrein klug und selbstbewusst. Damit hat Condon ihre Figur noch weiterentwickelt, so dass sie nun zum modernen Image der starken, unabhängigen Frau des 21. Jahrhunderts passt: Belle entscheidet selbst, in wen sie sich verliebt und lässt sich von Gaston nicht durch Oberflächlichkeiten, wie zum Beispiel seinem Aussehen, beeinflussen.

Auch die anderen Charaktere sind liebevoll entwickelt. Bemerkenswert ist zum Beispiel der Gefährte Gastons, LeFou (Josh Gad), der in dieser Verfilmung offen schwul ist und für den kraftstrotzenden Gaston mehr als nur kameradschaftliche Gefühle hegt. Insbesondere in Russland hatte das vor Kinostart bereits für Furore gesorgt. Hinter den Hausdienern, dem Kerzenleuchter, der Teekanne oder der Uhr verstecken sich hochkarätige Schauspieler, die den Charakteren einen besonderen Charme verleihen: Ewan McGregor, Emma Thompson und Ian McKellen verzaubern erst mit ihren Stimmen und nach ihrer Verwandlung durch ihr schauspielerisches Können.

Technik, die verzaubert

Der Verfilmung gelingt es - dank modernster Technik und Feingefühl im Umgang mit Animation - das Leblose zum Leben zu erwecken und den Zuschauer nach 1991 erneut in den Bann des französischen Märchens zu ziehen, ohne der alten Fassung zu viel zu nehmen. Mit der alten, oscar-gekrönten Musik, die Komponist Alan Menken mit Tim Rice um ein paar neue Songs ergänzte, verzaubert "Die Schöne und das Biest", insbesondere in der englischen Original-Version. Da kann die deutsche Synchronisierung nicht mithalten.

"Die Schöne und das Biest" ist seit dem 16. März 2017 in den Kinos zu sehen.

 

Susi Mannschreck

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