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Förderung für HdM-Studenten 12. April 2017

App "LegaHelden" für mehr Schreibkompetenz

Drei Studenten der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) haben eine App für Kinder konzipiert, um bei der Entwicklung der Schrift- und Schreibkompetenz zu helfen. Die Idee hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg so überzeugt, dass es die Studenten in dem neuen Finanzierungs-Programm "MikroCrowd“ unterstützt.

Mit einem Stufenmodell sollen Kinder spielerisch ihre Schreibfähigkeiten verbessern, Foto: Thomas Rausch
Mit einem Stufenmodell sollen Kinder spielerisch ihre Schreibfähigkeiten verbessern, Foto: Thomas Rausch
Ein kleiner Helfer ist den Kindern dabei zur Seite gestellt, damit sie die Aufgaben meistern können, Foto: Thomas Rausch
Ein kleiner Helfer ist den Kindern dabei zur Seite gestellt, damit sie die Aufgaben meistern können, Foto: Thomas Rausch

Ein Wort wie "Hochschule" richtig zu schreiben, ist für die meisten Menschen kein Problem. Doch für Legastheniker kann das zu einer Qual werden. Schon als Kind haben sie in der Schule Probleme, weil Buchstabenfolgen für sie keinen Sinn machen und Lehrer häufig nicht die Kapazitäten haben, speziell auf sie einzugehen. Ina Busch, Franziska Freudenberg und Thomas Rausch, alle drei Studenten der Medienwirtschaft im sechsten Semester an der HdM, haben sich diesem Problem gestellt und die App "LegaHelden" konzipiert. Darauf kamen sie, weil sie in einer Vorlesung von Prof. Dr. Nils Högsdal eine eigene Geschäftsidee entwickeln mussten. "Es war recht schnell klar, dass es eine Legastheniker-App werden sollte", sagt Thomas Rausch. Ein Teammitglied ist selbst Legastheniker und weiß wie schwierig es ist, mit diesem Handicap in der Schule oder im Studium zurecht zu kommen. "Mit der Zeit haben wir uns jedoch entschieden, die App breiter aufzustellen und generell die Entwicklung der Schrift- und Schreibkompetenz zu fokussieren." Langfristig soll die App helfen, Lernschwächen von Kindern zu erkennen und diese speziell anzugehen - auch Legasthenie.

Spielerisch schreiben und sprechen lernen

Um Kindern eine bessere Schrift- und Schreibkompetenz zu vermitteln, arbeitet die App mit einem Stufenmodell, das sie spielerisch mit Wörtern und deren Schreibweise vertraut macht. Die Übungen umfassen kreative Aufgaben, die alle Sinne des Kindes ansprechen und stimulieren: Von Reimen bis Silbenbögen tanzen. Um die Kinder zu motivieren, werden sie von einem Lernhelfer begleitet, der Tipps und Erklärungen gibt. Am Ende jeder erfolgreich abgeschlossenen Übung wartet darüber hinaus ein Minigame zur Belohnung, damit sie den Spaß nicht verlieren. Ein besonderes Augenmerk haben die drei Medienwirtschaftler daraufgelegt, dass das Selbstwertgefühl der Kinder nicht verletzt wird: Verschiedene Übungen werden auf demselben Schwierigkeitsgrad so oft wiederholt, bis das Kind für die nächste Stufe bereit ist. So soll möglichen frustrierenden Misserfolgen entgegengewirkt werden. Darüber hinaus sollen die Eltern regelmäßig über den aktuellen Lernfortschritt ihrer Kinder informiert werden.

Förderung durchs Land

Die drei Studenten konnten ihre App "LegaHelden" mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Högsdal bei der Vorstellung der Finanzierung "MikroCrowd" des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg am 11. April 2017 präsentieren. Sie unterstützt Kleinstgründer in Baden-Württemberg, indem neben Startkapital auch ein vorbereitendes Coaching in Business und Marketing angeboten wird. Dabei wird ein L-Bank-Darlehen mit einer Finanzierung durch Crowdfunding gekoppelt, um so genügend finanzielle Mittel für die Umsetzung der Idee zu gewinnen. Auf der Plattform startnext.com werden die Projektideen nach Prüfung durch die L-Bank vorgestellt und um Unterstützer geworben. Erst wenn die Crowdfunding-Schwelle von mindestens 50 Prozent des Finanzierungsbedarfs erreicht wurde, kommt eine Finanzierung zustande.

Diese Hürde müssen Thomas Rausch, Ina Busch und Franziska Freudenberg nun meistern, damit ihre App "LegaHelden" in die Tat umgesetzt werden kann. "Wir hoffen, dass unsere Idee diesen ersten Markttest besteht und wir dann einen richtigen Prototyp entwickeln können", so Thomas Rausch.

 

Marleen Kledig

Kontakt

Name:
Prof. Dr. Nils Högsdal  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Prorektor
Studiengang:
Medienwirtschaft (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
211, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2725
E-Mail:
hoegsdal@hdm-stuttgart.de
Name:
Thomas Rausch
E-Mail:
tr065@hdm-stuttgart.de

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