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Hochschule der Medien

Rechtsberatung

Recht haben leicht gemacht

Die Hochschule der Medien (HdM) ist nicht nur für ihren hohen Praxisbezug, sondern auch ihren starken Anteil an jungen Existenzgründern bekannt. Damit die Studenten rechtlich auf der sicheren Seite sind, bietet Rechtsanwältin Jenny Hubertus in Zusammenarbeit mit der Verfassten Studierendenschaft (VS) an der HdM eine Rechtsberatung.

Jenny Hubertus von der Kanzlei "Bartsch Rechtsanwälte Stuttgart" gibt Studenten der HdM Rechtshilfe, Foto: Bartsch Rechtsanwälte Stuttgart

Jenny Hubertus von der Kanzlei "Bartsch Rechtsanwälte Stuttgart" gibt Studenten der HdM Rechtshilfe, Foto: Bartsch Rechtsanwälte Stuttgart

Wie darf ich Bilder und Grafiken für meine Masterarbeit verwenden? Worauf muss ich bei der Vermarktung meiner selbst entwickelten Software achten? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen für die gemeinsame Umsetzung unseres Projekts erfüllt werden? "Zu mir kommen Studenten mit ganz unterschiedlichen Angelegenheiten", erklärt Rechtsanwältin Jenny Hubertus. "Manche haben urheberrechtliche Fragen zu ihrer Masterarbeit, andere wollen wissen, was sie bei einem Impressum beachten müssen. Der Schwerpunkt liegt aber klar auf dem Gebiet der Existenzgründung."

Effektive Beratung vom Experten

Jenny Hubertus berät Studenten der HdM seit dem Wintersemester 2014/2015 in rechtlichen Angelegenheiten rund um Studium und Selbstständigkeit. Von gewerblichem Rechtschutz über das Markenrecht bis hin zum Gesellschaftsrecht ist alles dabei. Die einmaligen Beratungsleistungen dauern circa 15 Minuten, sind kostenlos und müssen gut vorbereitet werden. "Wir haben extra ein Portal eröffnet, in dem die Studenten bereits im Vorfeld ihr Anliegen darlegen können", so Hubertus. Damit können die Beratungssitzungen so effektiv wie möglich gestaltet werden. Und das Beratungsangebot kommt gut an. Besonders wegen Fragen zur Existenzgründung kommen Studenten auf sie zu. "Hauptproblem bei den Studenten ist meist, dass keine schriftlichen Verträge aufgesetzt werden", meint die Rechtsanwältin. Dies ist aber essentiell: nicht nur um etwaige Probleme mit Kooperationspartnern zu minimieren, sondern auch, um Absprachen im studentischen Gründerteam festzuhalten. So kann man eventuelle Streitigkeiten präventiv angehen, falls beispielsweise einer der Gründer das Team verlässt. "Vielen ist nicht klar, dass schon in der gemeinsamen Arbeit im Seminar Rechtsansprüche entstehen", erklärt Jenny Hubertus. Bereits während der gemeinsamen Projektarbeit sollten deshalb grobe Richtlinien schriftlich festgehalten werden, die vorgeben wie etwaige Veränderungen im Team und somit Rechtsansprüche geregelt werden.

Erste rechtliche Schritte

Wenn aus einer Idee dann ein konkretes Vorhaben wird, "sollten Patente geklärt sowie AGBs und Verträge mit Kooperationspartnern wie zum Beispiel Lieferanten aufgesetzt werden." In diesen Verträgen müssen unter anderem die konkreten Leistungen definiert und die Bezahlung aufgeführt werden. Ist ein Gründerteam vorhanden, muss geklärt werden, ob und inwiefern - im besten Fall aus den festgehaltenen Regelungen während der Projektarbeit - ein Gesellschaftervertrag aufgesetzt oder beispielsweise eine GmbH oder GbR gegründet werden soll. Besonders wichtig ist auch, seine Marke anzumelden. "Dies wird häufig von Studenten unterlassen, da die Anmeldung rund 300 Euro kostet. Doch diese Investition lohnt sich, um sein geistiges Eigentum zu schützen." Ausgenommen von ihrem Beratungsangebot sind steuerrechtliche Themen der Existenzgründung, wie die Gewerbeanmeldung beim Bürger- oder Finanzamt. "Das ist ein sehr komplexes Feld, auf das ich nicht spezialisiert bin. Aber ich verweise hierfür immer gern auf die IHK. Sie hat ein gutes Informations- und Beratungsprogramm für Gründer", so Hubertus.

Jenny Hubertus ist Rechtsanwältin bei "Bartsch Rechtsanwälte Stuttgart" und spezialisiert auf das Handels- und Gesellschaftsrecht, IT- und Datenschutzrecht sowie Internet- und Social Media-Recht. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes mit dem Schwerpunkt "Deutsches und internationales Vertrags- und Wirtschaftsrecht". Neben ihrer Anwaltstätigkeit ist Jenny Hubertus als Referentin im Bereich des Internetrechts und der Sozialen Medien tätig.

 

Marleen Kledig

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