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Internationales Trickfilmfestival 08. Mai 2017

Animationskunst - realer als je zuvor

Vom 2. bis 7. Mai 2017 hatten Animationsfans und Games-Entwickler Stuttgart wieder einmal in der Hand. Bei der von der Hochschule der Medien (HdM) organisierten "GameZone" konnten die neuesten Trends für PC, Konsole und Virtual Reality (VR) ausprobiert werden – und die "Spielhalle" im Kunstgebäude am Schlossplatz brach dieses Jahr damit alle Rekorde: 15.000 Besucher begeisterte die "GameZone".

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Die Spielfigur aus dem HdM-Game "Schacht" wurde für das ITFS mit einem 3D-Drucker an der HdM gedruckt, Foto: Marleen Kledig.
Du läufst und läufst. Dein Herz schlägt schneller und du spürst wie deine Beine schwer werden. Du siehst dich um: Die Umgebung erinnert an die Oberfläche des Mondes. Unter dir ist der karge Boden einer unbekannten Welt, über dir leuchten tausende Sterne am Firmament. "VRun" heißt das Virtual Reality Game, das die Besucher der "GameZone" in eine fremde Welt entführt und dank eines Laufbandes nicht nur den Geist, sondern auch den Körper in seinen Bann zieht. "Das hat super viel Spaß gemacht", schwärmt Chris Smith aus Kalifornien, der das VR-Game auf der "GameZone" ausprobierte. "Durch den realen Widerstand auf dem Laufband hat man ein einmaliges Spielgefühl."

Größer, interaktiver, beliebter

Die "GameZone" bot eine Mischung aus digitalem Abenteuerspielplatz, Games-Convention und interaktiver Ausstellung. Dieses Jahr war sie größer angelegt als je zuvor und verwandelte so das gesamte Kunstgebäude zu einer großen "Spielhalle". Kuratoren waren Sabiha Ghellal, Professorin im Studiengang Mobile Medien an der HdM und Prof. Dr. Stephan Schwingeler von der media Akademie Hochschule Stuttgart. "Das ist ein toller Rahmen, aber 2000 Quadratmeter zu bespielen schon eine Aufgabe", sagt Sabiha Ghellal, Leiterin des Instituts für Games an der HdM. Doch diese Aufgabe bewältigten sie sehr gut wie der neue Besucherrekord von 15.000 Besuchern auf der "GameZone" bestätigt. Sowohl für große als auch kleine Fans war etwas dabei. Besonderes Highlight für Kinder war der Workshop von Patrick Münster, Akademischer Mitarbeiter am Institut für angewandte Forschung an der HdM, bei dem die Kids selbst aus einer Zeichnung ein richtiges Spiel entwickelten, das sie am Ende mit ihren Freunden spielen konnten.

Bedeutsame Animationskunst

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Prof. Sabhia Ghellal kuratierte zum vierten Mal die GameZone.
Die "GameZone" vermittelte mit dem diesjährigen Schwerpunktthema "Playful Art / Meaningful Games" auch, dass Animationsspiele und gesellschaftliche Tendenzen Hand in Hand gehen. So zeigten Games wie "VRun", "Riot Game" und "Phone Story", dass sie nicht nur zum Freizeitvergnügen genutzt, sondern auch im Gesundheitsbereich oder zur politischen Bildung eingesetzt werden können. "Riot Against" greift die Wutbürger-Thematik auf, indem es Petitionen beispielsweise gegen Hunde und Katzen ausruft. Bei "Phone Story" müssen Spieler auf einem iPhone dessen Herstellungspraxis verteidigen, afrikanische Kinder zur Rohstoffförderung antreiben und indische Arbeiter vor dem Suizid retten.

Virtual Reality auf dem Siegeszug

Die HdM richtete die "GameZone" nicht nur mit Hardware im Wert von über 100.000 Euro und 65 Studenten aus, sondern war auch mit neun Spielen von Studenten vertreten. Neben den beiden kommerziellen Games "Elena" und "Schacht", die schon seit Jahren beim Trickfilmfestival überzeugen, begeisterten neue VR-Spiele wie "VRun" oder "Aira" die Besucher. "Aira ist ein Multiplayer in Virtual Reality", erklärt Dominik Kossina, Bachelorstudent der Medieninformatik an der HdM. "Wir wollten ein besonderes VR-Spiel entwickeln, bei dem man auch gemeinsam mit Freunden spielen und sich gegenseitig helfen kann." Mit der Entwicklung des Spiels begannen er und seine Kommilitonen vor rund neun Monaten in einem Seminar - und die Entwicklung ist noch lange nicht vorbei. Auf der "GameZone" begeisterte das Spiel, denn für viele war dies gemeinsam mit den anderen VR-Games das Highlight. "Ich hab' so was davor noch nicht gemacht und es ist einfach der Hammer! Da ist man richtig drin im Spiel", sagt Leon Greve, Besucher der "GameZone". Weitere virtuelle Erfahrungen ermöglichten es, einen Fallschirmsprung oder die Entstehung eines magischen Walds zu erleben.

Unter dem Motto #20JahreGames präsentierte die HdM aber auch einen besonderen Oldie, der die Besucher ganz ohne Virtual Reality in seinen Bann zog: Rado-Z von 1997, eines der ersten von der HdM entwickelten Spiele. Bei dem Spieleautomaten muss ein lahmgelegtes Raumschiff repariert werden. Wer nicht vor Ort sein konnte, den hielten Studenten der HdM über Facebook, Twitter und Co. sowie über den Instagram-Kanal der Stuttgarter Zeitung auf dem Laufenden.

Marleen Kledig

Die GameZone beim Internationalen Trickfilmfestival
(Fotos: Daniel Jordan)

Klicken Sie auf ein Bild um die Fotostrecke zu starten.



Kontakt

Name:
Prof. Dr. Sabiha Ghellal  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Professorin
Studiengang:
Mobile Medien (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Druck und Medien
Raum:
149, Nobelstraße 10 (Hauptgebäude)
Telefon:
0711 8923-2721
E-Mail:
Ghellal@hdm-stuttgart.de
Name:
Léa-Marie Tröbs  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Akademische Mitarbeiterin
Studiengang:
Medieninformatik (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Druck und Medien
Raum:
319, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2690
E-Mail:
troebs@hdm-stuttgart.de

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