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Accessibility Day 15. Mai 2017

Wie barrierefreie Technik das Leben erleichtern kann

Neue Möglichkeiten durch innovative und intelligente Systeme wurden beim Accessibility Day am 13. Mai 2017 in der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) vorgestellt. Zu Gast war unter anderem der Kölner Michael Steinmetz, der seit mehreren Jahren mit einem sogenannten Exo-Skelett lebt.

Michael Steinmetz fühlt sich dank des Exo-Skeletts wieder besser. Foto: Maximilian Wolf
Michael Steinmetz fühlt sich dank des Exo-Skeletts wieder besser. Foto: Maximilian Wolf

Es war eine einfache Vorsorgeimpfung, die weitreichende Konsequenzen haben sollte. Seit 2007 ist der Kölner Michael Steinmetz querschnittsgelähmt, doch seit drei Jahren ermöglicht ihm die Technik die Rückkehr in einen normalen Alltag. In seinem Gastvortrag im Audimax der HdM sprach Steinmetz nicht nur über sein Leben nach der schockierenden Diagnose, sondern zeigte auch das Exo-Skelett, dass er seit drei Jahren trägt. Das Skelett ermöglicht ihm, trotz der Querschnittslähmung, zu stehen und zu laufen.

Mit einer Smartwatch kann Steinmetz das Skelett, dass ab seiner Hüfte den gesamten Unterkörper einschließt, steuern. Durch das Exo-Skelett der israelischen Firma ReWalk Robotics habe sich nicht nur sein körperlicher Zustand, sondern vor allem seine Psyche gebessert, erzählt Steinmetz. "Ich habe dadurch ein neues Selbstbewusstein bekommen. Vor zwei Jahren wäre ich nie im Leben alleine mit dem Auto nach Stuttgart gefahren. Manchmal werde ich zwar komisch angeschaut, aber dann gehe ich ganz offen auf die Menschen zu und erkläre ihnen die Technik." Im Dauerbetrieb hält das Exo-Skelett vier Stunden, das reiche für circa zehn Kilometer Fußweg, sagt Steinmetz, der nach einer Laufbahn als Bundespolizist und Bahnpostfahrer jetzt Unternehmensgründer berät.

Barrierefreies E-Commerce wird zunehmend interessanter für Einkaufsplattformen

27 Kilogramm wiegt das Skelett mit den dazugehörigen Motoren und einem Computer, den der Kölner auf dem Rücken trägt. Die Hersteller seien aber kurz davor, wesentlich leichtere Versionen auf den Markt zu bringen. Im Anschluss sprach Markus Lemcke, Inhaber der Firma Marlem Software, über die digitale Barrierefreiheit, für die sich der Reutlinger schon seit mehr als einem Jahrzehnt einsetzt. Seiner Meinung nach sollten sich Unternehmen jetzt schon viel mehr um digitale Barrierefreiheit kümmern. "Das Webdesign sollte für jeden verständlich und möglichst einfach gestaltet sein. Sehr interessant ist sicher auch barrierefreies E-Commerce", sagte Lemcke. Gerade für Rentner, die nicht mehr regelmäßig oder gar nicht selbstständig einkaufen gehen, sind Einkaufsplattformen im Internet auch in Zukunft äußerst interessant. Hier seien die Webseiten in den meisten Fällen allerdings viel zu kompliziert.

Anschließend stellten die HdM-Studenten Mareen Gutscher, Jonas Häfele, Lena Krächan und Damaris Rothfuß ihr Innovationsprojekt vor. In diesem zeigten sie, wie neue Technologien für eine barrierefreie Kommunikation in Veranstaltungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands eingesetzt werden können. Zum Abschluss sprach Andreas Stiegler, Akademischer Mitarbeiter an der HdM, über Barrierefreiheit in Videospielen.

Maximilian Wolf

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Name:
Prof. Dr. Gottfried Zimmermann  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Professor
Studiengang:
Mobile Medien (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Druck und Medien
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Büro (Eingang 3B), Nobelstraße 5 (Nobelstraße 5)
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E-Mail:
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