DE | EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Studieren. Wissen. Machen.

Re:publica

Big Data und Minderheiten im Fokus der Medienwelt

Die diesjährige re:publica in Berlin stand unter dem Motto "Love out loud". Vom 8. bis zum 10. Mai 2017 sprachen mehr als 1100 Referenten bei einer der wichtigsten Messen in der deutschen Medienwelt zu über 8000 Zuschauern über Themen aus Gesellschaft und Netz, darunter Dr. Petra Grimm, Professorin an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) und die HdM-Studentin Merve Kayikci.

Die diesjährige re:publica stand unter dem Motto "Love Out Loud!" Bildrechte: re:publica

Die diesjährige re:publica stand unter dem Motto "Love Out Loud!" Bildrechte: re:publica

Immer mehr Medienanbieter setzen zunehmend auf "Big Data". Doch für viele Menschen ist die Bezeichnung für riesige Mengen persönlicher Informationen ein nicht fassbarer Begriff. Unter dem Namen "Big Data = Big Possibility = Big Responsibility. Wie Medienunternehmen mit Nutzerdaten umgehen" sprachen Experten über die Verantwortung, die Medienunternehmen mit den Daten ihrer Nutzer haben. Zu Gast im Podium waren unter anderem die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser Schnarrenberger, Rechtsanwalt Dr. Jyn Schultze-Melling (Ernst & Young Law GmbH) sowie die HdM-Professorin Dr. Petra Grimm, Leiterin des Instituts für digitale Ethik.

"Smart Data bietet der Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil"

"Wir müssen uns der ethischen und datenökologischen Verantwortung in Bezug auf nachhaltiges Datenwirtschaften bewusstwerden. Hierzu ist es notwendig, sich über ethische Standards bei der Algorithmisierung zu verständigen", sagte Prof. Dr. Petra Grimm. Sie widersprach den Argumenten, dass eine Regulierung von Big Data die Wirtschaft schwächen würde. "Smart Data ist kein Verhinderer von innovativen nachhaltigen Geschäftsmodellen, sondern bietet der Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil, da mit diesem Ansatz Vertrauen in Big-Data-Anwendungen und künstlicher Intelligenz beim Nutzer erzielt werden kann."

Gespräch über Minderheiten in der Medienwelt

Über die Darstellung von Minderheiten in der Medienlandschaft sprach der SWR-Journalist Jan Kampmann gemeinsam mit Merve Kayikci, Studentin im Studiengang Crossmedia-Redaktion/Public Relations an der HdM. "Ich bin jedes Jahr auf der re:publica, da sich hier viele meiner Follower treffen", sagt Merve Kayikci, die als Bloggerin unter dem Namen "Primamuslima" bekannt ist. In dem Gespräch "Minderheiten sind wie Babuschka-Puppen, nur mit noch viel mehr Puppen!" sprach die Bloggerin darüber, wie die Medienwelt mit gesellschaftlichen Minderheiten umgeht. Das passende Hashtag #minderheiterkeiten schaffte es sogar zwischenzeitlich in die nationalen Trends auf Twitter.

Maximilian Wolf

WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren