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Filmkritik 23. Juni 2017

Fluch der Karibik - Salazars Rache

Mehr als 3,7 Milliarden Dollar haben die ersten vier Filme von "Fluch der Karibik" in den letzten vierzehn Jahren in die Schatzkammern von Walt Disney gespült. Teil fünf der Piratenreihe, "Fluch der Karibik – Salazars Rache", kletterte schon kurz nach Kinostart auf Platz eins der deutschen Kinocharts und verspricht ebenfalls zum Kassenschlager zu werden.

Filmplakat von "Fluch der Karibik - Salazars Rache". Foto: Disney Enterprises
Filmplakat von "Fluch der Karibik - Salazars Rache". Foto: Disney Enterprises

Nach sechs Jahren ist Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) zurück auf der Kinoleinwand - im fünften Abenteuer der Fluch der Karibik-Reihe bekommt es der beliebte Pirat mit einem alten Rivalen zu tun: Captain Salazar, gespielt von Javier Bardem. Der Geister-Kapitän und seine Mannschaft sinnen nur auf eines: Rache an denen, die ihn einst verflucht haben - und Captain Jack Sparrow steht ganz oben auf ihrer Liste. Um Salazars Rache zu entkommen, macht sich Sparrow auf die Suche nach dem Dreizack von Poseidon, mit dem er die sieben Weltmeere beherrschen und Captain Salazar besiegen kann. Doch Sparrow ist nicht der einzige, der hinter dem Dreizack her ist: Auch der verfluchte Henry (Brenton Thwaits) und die junge Astronomin Carin Smyth (Kaya Scodelario) sind auf der Suche nach dem Schatz.

Ein Aufgebot der Hollywood-Riege

Neben dem obligatorischen Johnny Depp, dessen Sparrow in gewohnt halbtrunkener Manier vor sich hin schwadronierend von einem Schlamassel in den nächsten gerät, sorgen erstmals auch Brenton Thwaites als abenteuerlustiger Henry und Kaya Scodelario als Astronomin Carin für spannende und unterhaltsame Momente. Ebenfalls zum ersten Mal für "Fluch der Karibik" vor der Kamera zeigt sich Javier Bardem von seiner besten Seite - er verkörpert den Schurken Captain Salazar authentisch und böse, und macht Jonny Depp damit schon fast Konkurrenz. Auch ein Wiedersehen mit dem Großteil der alten Besetzung um Captain Barbossa (Geoffrey Rush), Gibbs (Kevin McNally), Marty (Martin Klebba), Scrum (Stephen Graham) und den beiden ehemaligen Marineoffizieren Murtogg und Mullroy (Giles New und Angus Barnett) zieht echte "Fluch der Karibik"-Fans wieder in den Bann der Piraten-Welt. Der Held der ersten Stunde, Will Turner, gespielt von Orlando Bloom, der im vierten Teil der Filmreihe aussetzte, lässt sich ebenfalls blicken, und verkörpert seine Rolle immer noch überzeugend. 

Auch wenn "Fluch der Karibik - Salazars Rache" der erste Film der "Fluch der Karibik"-Reihe ist, der nicht von Ted Elliott und Terry Rossio geschrieben wurde, sondern von Drehbuchautor Jeff Nathanson, kann er inhaltlich und mit gewohnt vielen Effekten aus der Filmtechnik-Trickkiste mit den vorherigen Filmen mithalten. Immerhin ist der fünfte Teil mit geschätzten 350 Millionen US-Dollar Produktionskosten nach Teil vier ("Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten") der aktuell zweitteuerste Film aller Zeiten - und überzeugt damit auch seine Fans.

Susi Mannschreck

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