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Hochschule der Medien

Ruhestand

Fast ein halbes Leben

Nach 30 Berufsjahren verabschiedet die Hochschule der Medien (HdM) Gottfried Ohnmacht-Neugebauer zum 1. September 2017 in der Ruhestand. Dann hat der bisherige Leiter des Akademischen Auslandsamts Zeit, seinen Hobbys nachzugehen.

Impressionen von der Verabschiedung
(Fotos: Kristina Simic, Prof. Dr. Franco Rota)

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Zur Detailansicht Gottfried Ohnmacht-Neugebauer Ende der 1980er Jahre bei einem Besuch in China, Foto: privat

Gottfried Ohnmacht-Neugebauer Ende der 1980er Jahre bei einem Besuch in China, Foto: privat

Seinen ersten Arbeitstag hatte Gottfried Ohnmacht-Neugebauer am 15. Februar 1987 an der damaligen Fachhochschule für Druck Stuttgart. Wie heute erinnert er sich an den Tag, an dem er von Reutlingen nach Stuttgart zu seiner neuen Arbeitsstelle fuhr: "An dem Morgen hatte es 30 Zentimeter Neuschnee. Es war ein sehr verrückter Winter, der bis in den April hinein dauerte."

Spannende und bunte Zeit

In den 30 Jahren, die Gottfried Ohnmacht hier gearbeitet hat, wechselte er sein Büro sieben Mal - eine Zeit lang verfügte er sogar über zwei Räume - einen in der Nobelstraße und einen am damaligen Standort der HBI in der Wolframstraße im Stuttgarter Stadtzentrum. "Es war eine spannende Zeit, in der sich viel verändert und viel getan hat." Nicht nur die Räumlichkeiten und Standorte der Hochschule haben sich geändert, die HdM hat auch große Schritte in Sachen Internationalisierung gemacht. Ein Thema, von dem Ohnmacht sich wünscht, dass es auch weiterhin an der HdM vorangetrieben wird.

Was dem Leiter des Akademischen Auslandsamts außerdem von Beginn an immer wichtig war, sind die Belange, Sorgen und Probleme der Studenten niemals aus den Augen zu verlieren. Deswegen war es ihm wichtig, diesen Punkt auch bei seiner Verabschiedung anzusprechen: "Bitte bleiben Sie aufmerksam, bitte bleiben Sie ganz besonders aufmerksam wenn Sie es mit ausländischen Studenten zu tun haben. Sie wissen das natürlich ohnehin, aber bitte machen Sie es sich hin und wieder erneut bewußt, dass die Studenten, die vor Ihnen sitzen, vielleicht noch das eine oder andere Problem mit sich herumtragen, von dem Sie Ihnen noch nichts erzählt haben, und das zu erzählen sie sich vielleicht gar nicht trauen."

Am meisten mochte er während seines Arbeitslebens die Zusammenarbeit mit den Studenten, die aus dem Ausland kamen oder ins Ausland wollten: "Es war einfach sehr schön, vielen interessanten Leuten zu begegnen und diese möglichst zu unterstützen." Gleichzeitig möchte er sich nochmals bei allen herzlich für die schöne gemeinsame Zeit bedanken.

Neu gewonnene Freizeit nutzen

Seinen Ruhestand wird der 65-Jährige nutzen, um seinen Hobbys nachzugehen. "Ich möchte wieder mehr Klavier spielen, habe eine lange Literaturliste und will meine Türkischkenntnisse vertiefen. Ich bin gespannt, wie es sein wird, mit mehr Zeit eine Sprache zu lernen. Das ist ein bisschen wie ein Experiment für mich." Beim Lesen freut sich Ohnmacht, der unter anderem in Tübingen Sinologie und Politik studierte,  vor allem auf zwei neue Übersetzungen von chinesischen Klassikern - "Die Reise nach dem Westen" und "Die streitenden Reiche" stehen ganz oben auf seiner Liste.

Allen studentischen Neuankömmlingen an der HdM gibt er den Tipp, Augen und Ohren aufzusperren, die vielen Kooperationsmöglichkeiten zu nutzen - sowohl mit Unternehmen und anderen externen Institutionen als auch innerhalb der Hochschule  - und sich das interdisziplinäre und projektorientierte Arbeiten der Hochschule zu eigen zu machen: "An der HdM gibt es viele aussercurriculäre Möglichkeiten, etwas zu lernen - egal ob beim Hochschulradio oder bei einer studentischen Initiative. Seien Sie daher offen und gehen Sie auf Ihre Kommilitonen zu."

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

24. August 2017

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