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Hochschule der Medien

Serie "Bundestagswahl 2017" (Teil 1)

Das "Weiterso" dominiert bei der CDU

Unaussprechbare Hashtags und Dreitagebart, der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 ist bereits im vollen Gange. Grund genug, sich die aktuellen Kampagnen und Plakate der größten deutschen Parteien genauer anzuschauen. Die CDU setzt in diesem Jahr auf die Nationalfarben und das Vertrauen der Wähler aus der vergangenen Legislaturperiode.

Die Wahlplakate der CDU im Überblick
(Fotos: CDU)

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Die Nationalfarben dominieren auf den aktuellen Plakaten der CDU. Foto: CDU

Die Nationalfarben dominieren auf den aktuellen Plakaten der CDU. Foto: CDU

Von der Politik wollte sich die Hamburger Agentur Jung von Matt immer fernhalten. Dementsprechend überraschend verkündete die CDU im Winter ihren neuen Partner für die anstehende Kampagne. Voller Spannung erwartet, fällt das Urteil vieler Werbeexperten nach der Vorstellung im Juli 2017 jedoch sehr gespalten aus.

"Die CDU-Kampagne ist nah an den Nationalfarben und symbolisiert eine deutsche Identität. Die Partei positioniert die Kanzlerin als staatstragende, deutsche Persönlichkeit und die CDU als staatstragende Partei. Die Erwartungen an die bekannte Agentur Jung von Matt waren hoch, herauskam jedoch eine Allerwelts-Kampagne, wie man sie von der CDU seit Jahren kennt", sagt Dr. Franco Rota, Professor im Studiengang Werbung und Marktkommunikation an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM).

Hashtag #fedidwgugl sorgte für Häme im Netz

Im Gegensatz zum Wahlkampf 2013 ist die Farbe Orange gänzlich von den Motiven verschwunden, währenddessen die Nationalfarben dominieren. Dazu stehen erwartungsgemäß Angela Merkel und ein zentraler Slogan im Fokus: "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben." Für Irritation und Häme im Netz sorgte das dazu passende Hashtag #fedidwgugl. Wesentlich unkomplizierter sind die knappen Botschaften auf futuristisch wirkenden schwarz-rot-goldenen Balkenstrukturen. Die Nationalfarben sollten nicht der AfD überlassen werden, die diese jedoch links liegen ließ.

"Der Schuster CDU bleibt bei seinen Rappen: Sicherheit, Ordnung, Familie und Europa - eher Fortschritt durch 'Weiterso' als konkreter Politikvorschlag. Dass die CDU die Nationalfarben so deutlich einsetzt - Ausdruck eines Patriotismus, den man im Deutschland des 21. Jahrhundert durchaus zeigen darf. Nebenbei gefragt: kann etwas wirklich 'kinderleichter' sein?", sagt Dr. Klaus Kamps, Professor für Kommunikationswissenschaft im Studiengang Crossmedia-Redaktion / Public Relations an der HdM.

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

31. August 2017

KONTAKT

Prof. Dr. Franco Rota

Werbung und Marktkommunikation

Telefon: 0711 8923-2001

E-Mail: rota@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Klaus Kamps

Crossmedia-Redaktion/Public Relations

Telefon: 0711 8923-2694

E-Mail: kamps@hdm-stuttgart.de

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