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Hochschule der Medien

Serie "Bundestagswahl 2017" (Teil 2)

SPD setzt auf soziale Kompetenzen

Unaussprechbare Hashtags und Dreitagebart, der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 ist bereits im vollen Gange. Grund genug, sich die aktuellen Kampagnen und Plakate der größten deutschen Parteien genauer anzuschauen. Die SPD möchte durch Volksnähe ihre Wähler von Spitzenkandidat Martin Schulz überzeugen.

Die Wahlplakate der SPD im Überblick
(Fotos: SPD)

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Die SPD fordert auf ihren Plakaten mehr soziale Gerechtigkeit. Foto: SPD

Die SPD fordert auf ihren Plakaten mehr soziale Gerechtigkeit. Foto: SPD

Die SPD als größter Herausforderer der CDU setzt auf die bewährte Maxime "quadratisch, praktisch, gut". Nachdem die Euphorie um Spitzenkandidat Martin Schulz unlängst verflogen ist, stellen die Sozialdemokraten Inhalte in den Vordergrund. Diese ähneln denen der vergangenen Bundestagswahl, ausschließlich die Forderung nach dem Mindestlohn musste ersetzt werden. Dafür konzentrieren sich die Plakate auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen, die Gender-Pay-Gap.

"Auch die SPD bleibt bei ihren Kompetenzen - im sozialen Bereich. Inhaltlich können solche Plakate aber selten so konkret werden, dass man sie mit einer gelebten politischen Wirklichkeit konfrontiert. Plakate sind Stimmungen, keine Regierung- oder Wahlprogramme", sagt Dr. Klaus Kamps, Professor für Kommunikationswissenschaft im Studiengang Crossmedia-Redaktion/Public Relations an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM).

Direkte Angriffe auf die CDU bleiben aus

Die Hamburger Werbeagentur KNSK organisierte bereits 1998 und 2002 den Wahlkampf von Gerhard Schröder. Die SPD verpflichtete sie nach der Absage von Frank Stauss und seiner Agentur Butter für den aktuellen Bundestagswahlkampf. Optisch wurde jedoch lediglich das Purpurrot vergangener Plakate verbannt. Direkte Angriffe auf die CDU bleiben aus. Dagegen lächelt Martin Schulz mit leuchtend blauen Augen in Richtung seines Statements: "Die Zukunft braucht neue Ideen. Und einen, der sie umsetzt."

"Die SPD positioniert ihre Kampagne unter dem Schlagwort Volksnähe, die Bildmotive zeigen Alltagsszenen wie der Betrachter sie in der Realität auch schon erlebt haben könnte. Der Kanzlerkandidat Schulz wirkt jedoch durch das stahlblaue Leuchten seiner Augen stark gephotoshoppt. Bei einigen Motiven wirkt der Sepia-Filter sehr antiquiert und könnte auch aus der Zeit gefallen sein", sagt Dr. Franco Rota, Professor im Studiengang Werbung und Marktkommunikation an der HdM.

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

06. September 2017

KONTAKT

Prof. Dr. Franco Rota

Werbung und Marktkommunikation

Telefon: 0711 8923-2001

E-Mail: rota@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Klaus Kamps

Crossmedia-Redaktion/Public Relations

E-Mail: kamps@hdm-stuttgart.de

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