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Serie "Bundestagswahl 2017" (Teil 4) 11. September 2017

Weniger provokant, dafür bunt und optimistisch

Unaussprechbare Hashtags und Dreitagebart, der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 ist bereits im vollen Gange. Grund genug, sich die aktuellen Kampagnen und Plakate der größten deutschen Parteien genauer anzuschauen. Mit knalligen Farben möchte Bündnis 90/ Die Grünen neue Wähler gewinnen und spricht besonders die junge Zielgruppe an.

Kurze, prägnante Wortspiele sollen Die Grünen erneut in den Bundestag führen. Foto: Bündnis 90/ Die Grünen
Kurze, prägnante Wortspiele sollen Die Grünen erneut in den Bundestag führen. Foto: Bündnis 90/ Die Grünen

Provozierten Bündnis 90/ Die Grünen 2013 noch mit frechen Sprüchen wie "Meine Mudda wird Chef", geht es in diesem Jahr etwas gediegener zu. Der Partei wird ein zweistelliges Ergebnis in Aussicht gestellt, mögliche Neuwähler sollen nicht vergrault werden. Bis auf die Spitzenkandidaten Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt verzichten die Grünen mit ihrer Agentur Ziemlich Beste Antworten komplett auf Menschen. Dagegen dominieren eine Erdkugel, eine Taube im Landeanflug und ein angebissener Apfel, alles in kreischendem Pink, die Plakate.

"Bei den Grünen findet man optisch die modischen Farben dieses Sommers. Die Plakate wirken frisch, der Text ist jedoch sehr dominant. Außer manchmal sehr pointierten programmatischen Aussagen findet man optisch keinen wirklichen Realitätsbezug", sagt Dr. Franco Rota, Professor im Studiengang Werbung und Marktkommunikation an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM).

Kurze Sätze und Wortspiele dominieren

Thematisch behandelt die Partei ebenfalls die Gender-Pay-Gap, aber auch den Klimawandel und Dauerbrenner wie Integration. Neben dem durchgängig schrillen Grünton werden die Forderungen mit kurzen Sätzen und Wortspielen wie "Kinderarmut kann man kleinreden. Oder groß bekämpfen" unterstützt. Ebenso auf jedem Plakat: die gelbe Sonnenblume mit dem Slogan "Darum Grün."

"Die Grünen: das ist ein klares Zielgruppenkalkül, jung, frisch und bei allen Problemen: optimistisch - wenn man denn nur endlich mal wieder mit auf der Regierungsbank säße", sagt Dr. Klaus Kamps, Professor für Kommunikationswissenschaft im Studiengang Crossmedia-Redaktion/Public Relations an der HdM.

Maximilian Wolf

Die Wahlplakate der Grünen im Überblick
(Fotos: Bündnis 90/ Die Grünen)

Klicken Sie auf ein Bild um die Fotostrecke zu starten.



Kontakt

Name:
Prof. Dr. Franco Rota  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Prorektor
Studiengang:
Werbung und Marktkommunikation (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
201, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2001
E-Mail:
rota@hdm-stuttgart.de
Name:
Prof. Dr. Klaus Kamps  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Professor
Studiengang:
Crossmedia-Redaktion/Public Relations (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
S304, Nobelstraße 10a (Nobelstraße 10a)
E-Mail:
kamps@hdm-stuttgart.de

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