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Hochschule der Medien

Serie "Bundestagswahl 2017" (Teil 6)

AfD provoziert mit Plakatkampagne

Unaussprechbare Hashtags und Dreitagebart, der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 ist bereits im vollen Gange. Grund genug, sich die aktuellen Kampagnen und Plakate der größten deutschen Parteien genauer anzuschauen. Experten vermuten, dass die AfD mit ihrem Stil erfolgreich sein könnte.

Die Wahlplakate der AfD im Überblick
(Fotos: AfD)

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Die AfD provoziert und geht im rechten Spektrum auf Wählersuche. Foto: AfD

Die AfD provoziert und geht im rechten Spektrum auf Wählersuche. Foto: AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) startete mit internen Uneinigkeiten in den Bundestagswahlkampf. So gab es Streitigkeiten über die Plakatkampagne des Bundesvorstands und einen Gegenentwurf des bayrischen Landesverbands. Während die offiziellen Plakate provozieren und an ehemalige Kampagnen der Republikaner erinnern, geht es im bayrischen Gegenentwurf etwas zurückhaltender zu.

"Die Kampagnenrichtungen der AfD wirken uneinheitlich. Sie ironisieren teilweise textlich, aber sind zum Teil auch propagandistisch ernst gemeint. Manchmal geht das Augenzwinkern zu weit, die Optik und Bildsymbolik entspricht der Farbgebung wie sie schon frühere Plakate der Partei Republikaner gezeigt haben. Ein einheitliches Corporate Design besteht nicht zwingend", sagt Dr. Franco Rota, Professor im Studiengang Werbung und Marktkommunikation an der Stuttgarter Hochschule der Medien.

AfD sucht Nähe zum politischen Vorbild Schweiz

Öffentlich kritisiert die AfD Burkas, die auf den Plakaten durch "Burgunder" und Bikinis ersetzt werden. Außerdem sucht die Partei gemeinsam mit ihrer Agentur Kunkelbakker immer wieder nach Nähe zum politischen Vorbild Schweiz und der Möglichkeit der Volksabstimmung. Schwarz-Rot-Gold weicht Matterhorn und Alphörnern, während sich der Slogan "Trau dich, Deutschland" durch die gesamte Kampagne zieht.

"Der Patriotismus der AfD-Plakate ist ein taktisch etwas gezügelter 'Das wird man doch mal sagen dürfen'-Patriotismus kombiniert mit einem Schuss Xenophobie. Das wird auf Resonanz stoßen, denke ich, in diesen Zeiten", sagt Dr. Klaus Kamps, Professor für Kommunikationswissenschaft im Studiengang Crossmedia-Redaktion/Public Relations an der HdM.

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

15. September 2017

KONTAKT

Prof. Dr. Franco Rota

Werbung und Marktkommunikation

Telefon: 0711 8923-2001

E-Mail: rota@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Klaus Kamps

Crossmedia-Redaktion/Public Relations

E-Mail: kamps@hdm-stuttgart.de

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