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Filmkritik

Atomic Blonde

Berlin, 1989: "Glasnost" und "Perestroika" bringen die Mauer zu Fall. Der eiserne Vorhang und der Kalte Krieg sind fast Geschichte. Doch nicht dieser Film…

Atomic Blonde Filmplakat © Universal Pictures

Atomic Blonde Filmplakat © Universal Pictures


Kurz vor dem Mauerfall, im November 1989, wird in Berlin ein MI6-Offizier tot aufgefunden. Er war im Besitz einer Liste mit Namen aller sich in Berlin befindenden Spione. Doch die Liste wird nicht bei der Leiche gefunden. Lorraine Broughton (Charlize Theron) wird von ihrem MI6-Vorgesetzen Gray (Toby Jones) und dem CIA-Chef (John Goodman) nach Berlin geschickt, um die streng vertrauliche Liste zu finden und die Identität der britischen Agenten zu schützen, da deren Leben davon abhängt. In Berlin angekommen, trifft sie ihren Kontaktmann, den Ex-Geheimdienstler David Percival (James McAvoy) - aber ist er ihr wirklich eine Hilfe?

Der Mauerfall aus einer anderen Perspektive

"Atomic Blonde" zeigt, was im Untergrund Ost- und Westberlins um den Mauerfall herum passierte. So werden die Unterschiede zwischen Ost- und Westberlin gut dargestellt. Der Filmteil, der in Ostberlin spielt wurde in Budapest, und der, der Westberlin zeigt, in Berlin gedreht. Auch Kleinigkeiten wie Autos, eine Grenzüberschreitung und die damit verbundenen Kontrollen sowie die Kleidung der Menschen auf der jeweiligen Stadtseite, stellen die unterschiedlichen Verhältnisse gut dar. 

Theron überzeugt

Charlize Theron trainierte sechs Wochen vor Drehbeginn täglich mehrere Stunden verschiedene Kampfsportarten - und überzeugte damit vor und hinter der Kamera. Regisseur David Leitch (John Wick, bekannt durch Deadpool 2) änderte sogar seine ursprünglichen Pläne und ließ Theron rund 90 Prozent aller Stunts im Film selbst drehen.  

"Atomic Blonde" ist gutes Popcornkino für leichte Unterhaltung. Neben einem sehr gelungenem 80er-Jahre-Soundtrack gibt es auch ein paar außergewöhnliche Kamerafahrten und Charlize Theron und James McAvoy überzeugen als Doppelagenten.

 

"Atomic Blonde" läuft seit 24. August 2017 in den deutschen Kinos. 


Quellen:

people.comhollywoodreporter.comUniversal Pictures

 

Désirée Ellen Caldewey

VERÖFFENTLICHT AM

07. September 2017

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