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WG-Gründung 18. September 2017

WG für alle?

Das neue Semester ist da und die Wohnungssuche läuft auf Hochtouren. Um Geld zu sparen und neue Leute kennenzulernen, gründen viele Studenten eine Wohngemeinschaft (WG) oder ziehen in eine bestehende. Doch was gibt es bei einer WG-Gründung zu beachten? Hier sind ein paar Infos, damit ihr auf der sicheren Seite seid.

Wer eine WG gründen will, sollte sich zuvor gut informieren.
Wer eine WG gründen will, sollte sich zuvor gut informieren.

Die Wohnungssuche in Stuttgart kann sich ganz schön schwierig gestalten. Da die Bewerberzahlen für eine eigene Ein-Zimmer-Wohnung oder ein freies WG-Zimmer sehr hoch sind, ist es oft Glückssache, ein Unterkommen zu finden. Deshalb überlegen sich manche, ihre eigene WG zu gründen. Davor sollte man sich allerdings ein paar Gedanken machen. Möchte man eine reine Zweck-WG oder ist man auf neue Freundschaften aus? Welche Räume und Einrichtungs- oder Funktionsgegenstände sollen geteilt werden? Und auch, ob es ein regelmäßiges WG-Treffen oder einen Putzplan geben soll, sollte im Voraus klar sein. Diese Themen werden und sollten bereits durch den Mietvertrag geregelt werden. Das Mietverhältnis kann dabei auf unterschiedliche Arten erfolgen.

Einer für alle

So kann der Mietvertrag nur mit einer Person als Hauptmieter geschlossen werden, der dann weitere Untermieter sucht. Dazu sollte eine sogenannte "Untermietererlaubnis" vom Vermieter eingeholt werden, die am besten gleich im Mietvertag aufgenommen wird. Wichtig ist auch, dass der Vermieter einen Untermietzuschlag von bis zu 25 Prozent der Untermiete verlangen kann. Der Vorteil für den Hauptmieter ist bei dieser Vertragsvariante, dass er allein Entscheidungen über das Zusammenleben, die Nutzung von Gegenständen oder Räumen und dergleichen mehr treffen darf. Gleichzeitig ist er damit aber auch der alleinige Schuldner des Vermieters. Zahlt ein Untermieter seine Miete nicht, muss erstmal der Hauptmieter dafür grade stehen. Für die Untermieter kann es bei dieser Vertragsvariante zu Problemen kommen, wenn der Hauptmieter kündigt. Dann müssen sie nämlich die Wohnung ebenfalls verlassen. Um dies zu verhindern, sollte eine sogenannte "Eintrittsklausel" zugunsten der Untermieter vereinbart werden. Dank dieser werden die eingetragenen Untermieter im Falle eines Auszugs des Hauptmieters selbst zu Hauptmietern.

Alle für eine

Eine andere Vertragsmöglichkeit ist, mit dem Vermieter einen gemeinsamen Vertrag zu schließen. Dadurch sind alle Mieter Hauptmieter einer Wohnung und jegliche Entscheidungen müssen gemeinsam getroffen werden. Außerdem können alle Mieter zur Rechenschaft gezogen werden, falls ein Mieter zahlungsunfähig wird. Schwierig ist hierbei, dass der Mietvertrag nur gemeinsam gekündigt werden kann. Damit nur ein WG-Mitglied ausziehen kann, sollte im Mietvertrag festgehalten werden, dass eine Wohngemeinschaft in die Räumlichkeiten einzieht und die Mieter befugt sind, neue WG-Mitglieder aufzunehmen. So muss der Vermieter mit einem Mieterwechsel rechnen. Ohne eine solche Klausel müssen entweder alle WG-Mitglieder ausziehen oder die Verbliebenen einen neuen Mietvertrag abschließen. Der alte Mietvertrag sollte nie einfach fortgeführt werden, denn rein rechtlich könnte der Vermieter vom ausgezogenen Mieter weiterhin Mietrückstände der anderen Mieter verlangen.   

Jeder für sich

Eine andere Möglichkeit ist, dass jeder WGler mit dem Vermieter einen eigenen Vertrag abschließt. Hierbei sind die Mieter sehr flexibel, was den Mieterwechsel anbelangt und müssen nicht für die Zahlungsunfähigkeit eines anderen Mieters grade stehen. Doch für den Vermieter ist damit ein höherer Aufwand verbunden, da er beispielsweise einzelne Betriebskostenabrechnungen erstellen muss.

 

Quellen:

anwalt.de

www.immonet.de


Alle Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Marleen Kledig

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