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Zeitungsverleger-Kampagne

Aktion gegen Lügenpresse-Vorwürfe

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger beteiligt sich seit Oktober 2017 an der Kampagne "Jedes Wort wert". Mit dieser möchten Medienmacher bundesweit für die Zeitung werben und Lügenpresse-Vorwürfen widersprechen.

Zur Detailansicht Die Kampagne startete im Oktober 2017 auch in Baden-Württemberg. Foto: "Jedes Wort wert"

Die Kampagne startete im Oktober 2017 auch in Baden-Württemberg. Foto: "Jedes Wort wert"

Die Kampagne ist auch eine Reaktion auf die Lügenpresse-Vorwürfe seit den ersten Pegida-Demonstrationen im Herbst 2014. "Die Zeitung müsste spätestens jetzt erfunden werden", sagte der Vorsitzende des Verbandes der Südwestdeutschen Zeitungsverleger (VSZV), Valdo Lehari jr.

Die Motive der Aktion beschreiben den Wert einer Zeitung aus fünf Perspektiven vom Studenten bis zum Vereinstrainer. "Weil jedes Wort den Blick erweitert", "Weil jedes Wort den Kopf trainiert" oder "Weil mich jedes Wort mitreden lässt", steht auf den Plakaten und Anzeigen. Diese sollen Antworten auf die Frage liefern, warum Menschen weiter Zeitung lesen sollen.

"Die Kampagne bleibt zurückhaltend kühl, auch durch die Farbgebung. Inhaltlich gesehen könnte sie eher zu einem Werbefeldzug für das grammatikalisch richtig angesetzte Wort (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) herhalten. Als direkte Ansprache der Zeitungen an die Zielgruppe wird sie nicht sofort erkannt. Statt Menschen wie dich und mich, spricht die Kampagne nur Intellektuelle an", so Dr. Franco Rota, Marketingprofessor an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM).

Die größten Zeitungen in Baden-Württemberg beteiligen sich

An der Kampagne beteiligen sich 39 Verlage, deren Blätter zusammen eine Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren täglich haben. In Baden-Württemberg sind das neben der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten unter anderem auch die Badische Zeitung und die Südwestpresse.

Die Imagekampagne wurde bei der Jahresversammlung der Südwest-Verleger im April 2017 beschlossen und soll die Zeitungen aus der Sinnkrise retten. Dabei ist gerade im Südwesten der Rückgang der Auflage weniger stark als im Bundesdurschnitt. Im vierten Quartal 2016 wurden täglich rund 1,8 Millionen regionale und lokale Abonnementzeitungen, inklusive ePaper verkauft. Damit gingen die Verkäufe um 2,14 Prozent zurück. Im Bundesgebiet lag dieser Rückgang dagegen bei knapp drei Prozent (2,98).

Laut Angaben der Südwest-Verleger lesen 60 Millionen Menschen über 14 Jahren regelmäßig Zeitungen oder deren Online-Angebote. Das macht 85,5 Prozent.

 

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

20. Oktober 2017

KONTAKT

Prof. Dr. Franco Rota

Werbung und Marktkommunikation

Telefon: 0711 8923-2001

E-Mail: rota@hdm-stuttgart.de

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