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Doppelt so viel Twitter - auch von den Professoren

In der Kürze liegt die Würze - das galt bislang für die Kommunikation auf Twitter. Ab sofort muss man sich bei dem Kurznachrichtendienst aber nicht mehr ganz so kurzfassen. Am 7. November 2017 wurde das Zeichenlimit für alle Nutzer von 140 auf 280 erhöht. Von den neuen Möglichkeiten machten neben Politikern wie US-Präsident Donald Trump auch die twitternden Professoren der Hochschule der Medien (HdM) bereits Gebrauch. Sie sehen in der Zeichenverdopplung aber nicht nur Vorteile.

Prof. Dr. Swaran Sandhu twittert

Prof. Dr. Swaran Sandhu twittert

Prof. Dr. Tobias Keber freut sich über mehr Zeichen ...

Prof. Dr. Tobias Keber freut sich über mehr Zeichen ...

... Prof. Dr. Oliver Zöllner für das Institut für Digitale Ethik ebenfalls

... Prof. Dr. Oliver Zöllner für das Institut für Digitale Ethik ebenfalls

Wer auf Twitter eine Nachricht verfassen wollte, musste sich bisher so kurz wie möglich halten. Doch damit ist jetzt Schluss. Die Anhebung der maximalen Zeichenanzahl für Tweets von ursprünglich 140 auf 280 traf in der Twitter-Community auf geteilte Meinungen. So auch bei den twitternden Professoren der HdM.

Die Kreativität geht verloren

„Länger ist nicht immer besser: Twitter hat uns mit 140 Zeichen gezwungen, kreativ und kompakt zu sein. Das hat zu ganz neuen Kommunikationsformen geführt, wie etwa dramatische Kurzgeschichten in einem Tweet, bezaubernde Mikropoesie oder treffende Aphorismen", sagt Prof. Dr. Swaran Sandhu aus dem Studiengang Crossmedia-Redaktion / Public Relations, der selbst auf Twitter aktiv ist. Doch gerade die Herausforderung, in so wenigen Worten wie möglich auf den Punkt zu kommen, war offenbar einer der Hauptgründe für Twitter, eine Veränderung vorzunehmen. "Wir wollen, dass es für Nutzer einfacher und schneller möglich ist, sich auszudrücken", erklärte der Social Media-Pionier Jack Dorsey den Schritt in einem Blogbeitrag.

Vorteil für den deutschen Sprachkreis

Dass sich der Großteil der User in Zukunft eher weniger pointiert und bedacht ausdrücken wird, erwartet auch Prof. Dr. Tobias Keber aus dem Studiengang Medienwirtschaft. Seinen Account @datenreiserecht mit mehr als 1000 Followern bespielt er regelmäßig mit Tipps zu Urteilen aus der Medienwelt und sieht in der Platzverdopplung durchaus Vorteile: „Ich habe mich in der Vergangenheit schon oft darüber geärgert, dass juristische Formulierungen für einen Tweet zu lang waren. Wenn ich über das ‚Netzwerkdurchsetzungsgesetz‘ schreiben wollte, war die mögliche Zeichenanzahl bereits durch ein einziges Wort ausgeschöpft. Am Ende des Tages bin ich also eher glücklich über die Änderung. Auch, weil die Wörter im deutschen Sprachkreis deutlich länger sind als beispielsweise im Englischen." Für alle Sprachen gilt das neue Zeichenlimit allerdings nicht. Denn wer auf Japanisch, Chinesisch und Koreanisch twittert, muss sich auch weiterhin auf 140 Zeichen beschränken. Das liege daran, dass ohnehin mehr Inhalt mit weniger Schriftzeichen vermittelt werden könne, erklärte Twitter.

Mehr Platz für Links und Hashtags

Auch Prof. Dr. Oliver Zöllner aus dem Studiengang Medienwirtschaft erreicht mit seinem Account @DigitaleEthik fast 800 Menschen. Er weiß um das Potenzial der Änderung und freut sich auf die neuen Möglichkeiten. „Dinge können jetzt verständlicher und ohne kryptische Insider-Abkürzungen ausgedrückt werden, wie es bisher oft nötig war. Die Verdopplung der Zeichenzahl verschafft außerdem etwas Luft und erlaubt vielleicht sogar zwei Sätze und das Hinzufügen von Links oder Hashtags. Ich bin sehr gespannt und werde es in den nächsten Wochen bei @DigitaleEthik erproben. Als Leser und als Autor."

David Groß

VERÖFFENTLICHT AM

10. November 2017

KONTAKT

Prof. Dr. Swaran Sandhu

Crossmedia-Redaktion/Public Relations

Telefon: 0711 8923- 2226

E-Mail: sandhu@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Tobias Keber

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2718

E-Mail: keber@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Oliver Zöllner

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2281

E-Mail: zoellner@hdm-stuttgart.de

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